Plastikmüll landet ab sofort nur noch im Gelben Sack
Ob Yoghurtbecher oder PET-Flasche, Farbeimer oder Einkaufssackerl, Schaumstoffverpackungen oder Fleischtassen - Abfälle aus Kunst- und Verbundstoffen wurden in Lamprechtshausen bislang vorbildlich getrennt. Die anfallende Müllmenge konnte dreimal wöchentlich am Altstoffsammelzentrum (ASZ) der Gemeinde - ebenfalls getrennt - entsorgt werden.
Seit Anfang des Jahres haben die Lamprechshausener Haushalte eine neue Herausforderung zu bewältigen: Abfälle aus Kunststoffen oder Verbundmaterialien müssen zwar nun nicht mehr getrennt werden - manch ausgeklügeltes Behälter-System kann damit seinerseits entsorgt werden. Alle genannten Verpackungen werden nun gemeinsam gesammelt und in einem Abfuhrrhythmus von sechs Wochen ab Haus im Gelben Sack abgeholt.
Erster Abholtermin ist morgen, der 7. Februar 2012
Wohin aber mit den Unmengen Plastikmüll bis zum nächsten Sammeltermin in sechs Wochen. Ein sich langsam füllender Gelber Sack ist mit seinen Ausmaßen im Wohnbereich nicht zumutbar. Es gilt daher wohl den knappen Quadratmeter Stauraum in Keller oder Garage so verfügbar zu machen, dass man den Sack zum laufenden Entsorgen auch gut erreicht.
Wie man in den Salzburger Nachrichten heute lesen kann, werden – von PET-Flaschen abgesehen – alle Plastikgebinde in Siggerwiesen verbrannt. Die akribische Entfernung von Speiseresten ist somit kontraproduktiv, haben doch gerade diese oft fetthaltigen Substanzen einen hohen Brennwert. Wasser- und Energieaufwand für die private Verpackungsreinigung könnte daher deutlich reduziert werden.
So oder so werden Plastik- und Verbundverpackungen kaum je gänzlich rein entsorgt. Bei wöchentlicher Verbringung zum ASZ ist das auch weiter kein Problem. Wie aber wird sich die heimische Lagerung über sechs Wochen hygienisch auswirken, wenn die Temperaturen wieder steigen? Von der Geruchsbelastung ganz zu schweigen! Zu diesem Problem gab es bislang noch kaum Informationen von Gemeinde oder ARA (Altstoff Recycling Austria).
Was neuerdings wie und wo zu sammeln ist in Lamprechtshausen, darüber informiert die Gemeindezeitung (Gemeindeinfo 8/2011 vom 20.12.2011):
"In den Gelben Sack gehören
nur Verpackungen aus Kunststoff wie beispielsweise Joghurt-, Kaffee-, Margarinebecher, Behälter für Duschbäder, Haarshampoo, Flüssigseifen, Spülmittel, Blisterverpackungen von Medikamenten, Eimer von Dispersion, Farben und dergleichen (ohne Inhalt), Einkaufs- und Plastiksackerl, Einweggeschirr und Einwegbesteck aus Kunststoff oder beschichtetem Karton, geschäumte Verpackungen z.B.: Obst-, Gemüse-, Fleischtassen, Kunststoff- Deckel und –verschlüsse, Kunststoff- Flaschen z.B. von Getränken (PETFlaschen), Kunststoff-Formteile z.B. von Pralinen, Kunststoff-Netze z.B. von Zwiebeln, Zitronen, Kunststoff-Tuben z.B. von Zahnpasta, Milch- und Getränkepackerl, Schaumstoffverpackungen, Verpackungschips, Umreifungsbänder, Zellophanverpackungen usw.;
NICHT in den Gelben Sack gehören
beispielsweise Restabfall (Windeln), Kunststoffe, die keine Verpackungen sind z.B. aus Baubereich und Haushalt, Folien aus Landwirtschaft (Agrarfolien, Silagefolien, Tunnelfolien), Blumentopf, Feuerzeug, Gartenmöbel, Gartenschlauch, Kinderspielzeug, Kleidung, Kunststoffrohre, Schallplatten, Schuhe, Zahnbürste etc. Verpackungen aus Papier, Glas oder Metall;
Wichtig:
Mit der Einführung des Gelben Sackes werden im Altstoffsammelzentrum nur mehr Styropor und Folien getrennt angenommen. Gelbe Säcke werden nicht angenommen!"
Thomas Haas