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Salzachbrücke

Jeder Fünfte nimmt sich vor, 2018 mit dem Rauchen aufzuhören

Geht es nach dem Willen von Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, soll Salzburg freiwillig rauchfrei werden. "Als Gesundheitspolitiker und auch persönlich bin ich nach wie vor und trotz der geänderten bundesgesetzlichen Lage von einem absoluten Rauchverbot in der Gastronomie überzeugt und trete für den Schutz der Nichtraucher ein. Die Schädlichkeit des Rauchens und vor allem auch des Passivrauchens ist hinlänglich bekannt, wissenschaftlich mit Zahlen belegt und das Rauchen belastet die Betroffenen sowie das gesamte Gesundheitssystem enorm. Deshalb schlage ich vor, dass Salzburg rauchfrei werden soll – und zwar auf freiwilliger Basis", sagte heute der Salzburger Gesundheitsreferent und kündigte eine entsprechende Aktion an: "Mein Ziel ist, dass der blaue Dunst in den Lokalen ab Jahresbeginn freiwillig der Vergangenheit angehört. Ich appelliere an alle Wirtinnen und Wirte im Land, auf freiwilliger Basis ihren Gästen ein Nichtraucherlokal anzubieten. Als sichtbares Zeichen dafür erhalten die Lokalbesitzer einen Aufkleber mit der Aufschrift "Salzburg freiwillig rauchfrei". Ich lade unsere Gastronominnen und Gastronomen herzlich ein, diesen Aufkleber an der Eingangstür zu ihrem Lokal anzubringen. Das schafft für alle Gäste schon vor dem Besuch des Lokals Klarheit und sie wissen, dass ihre Gesundheit während des Besuches nicht von Rauch beeinträchtigt wird", so Stöckl. Die mitmachenden Betriebe werden ab Jahresbeginn auch im Internet unter www.salzburg.gv.at/freiwilligrauchfrei veröffentlicht.

"Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Statistiken zeigen aber, dass gerade wir Österreicher zu wenig tun, um die Gesundheit zu schützen. Jeder Vierte greift täglich zur Zigarette, in der Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen raucht sogar jeder Dritte. Mehr als 10.000 Menschen sterben jedes Jahr in Österreich als Folge des Rauchens. Und abgesehen vom persönlichen Leid der Betroffenen und ihrer Angehörigen sind allein die ökonomischen Schäden für das Gesundheitssystem weit höher als die Einnahmen aus der Tabaksteuer", betonte Stöckl.

"Viel zu wenig beachtet wird meiner Meinung nach, dass auch Passivrauchen – und das betrifft vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gastronomie – einem stark erhöhtem Risiko ausgesetzt sind, an den Folgen des Rauchens zu erkranken. Und extrem wichtig ist in meinen Augen die Vorbildwirkung: Das immer wieder gepredigte und ausgegebene Ziel, Kinder und Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, kann am besten dadurch erreicht werden, dass das Nichtrauchen als Normalzustand gelebt wird", so Stöckl.

Der Salzburger Gesundheitsreferent hofft, dass sich möglichst viele gastronomische Betriebe am freiwilligen Rauchverzicht beteiligen. "Es ist schon derzeit ein ganz klarer Trend zu rauchfreien Lokalen zu erkennen und ich bin mir sicher, dass sich dieser Trend fortsetzen und verstärken wird. Mit der Aktion "Salzburg freiwillig rauchfrei" und möglichst vielen Teilnehmern daran hätte Salzburg auch diesbezüglich österreichweit in einer Vorreiterrolle inne", so Stöckl.

Ein Unterstützer der Initiative ist Sternbräu-Wirt Harald Kratzer. "Ich glaube, dass sich die Mehrheit der Gastronomen schon auf das endgültige Rauchverbot mit Mai 2018 eingestellt hatte. Und dass die Wirtinnen und Wirt froh darüber gewesen wären, wenn die unsägliche derzeitige Regelung endlich zu Ende gegangen wäre", so Kratzer. Das Sternbräu mit zwölf Gasträumen ist schon seit Jahren rauchfrei, das von Harald Kratzer betriebene Gablerbräu in der Linzergasse wurde vor zwei Jahren endgültig rauchfrei. "99 Prozent meiner Gäste – auch Raucher - begrüßen ein rauchfreies Lokal. Auch deshalb sollen sich möglichst viele Gastronomen diesem Trend anschließen und sich an der Aktion "Salzburg freiwillig rauchfrei" beteiligen", so Kratzer.

Laut IMAS-Neujahrsumfrage hat ein knappes Drittel der Österreicherinnen und Österreicher einen persönlichen Vorsatz für 2018 gefasst. Die Top-Vorsätze drehen sich dabei rund um die Gesundheit: "Neben mehr Bewegung und Sport, sich gesünder ernähren und abnehmen wollen 21 Prozent jener, die sich für das Jahr 2018 einen Vorsatz vorgenommen haben, mit dem Rauchen aufhören. Das sind um vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Meiner Meinung nach sollten wir diese Menschen nach Möglichkeit unterstützen. Und dazu gehört auch ein freiwilliges Rauchverbot in der Gastronomie", so Stöckl.

 

 
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