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Salzachbrücke

Jetzt Glyphosat in Österreich verbieten

Obwohl zahlreiche Studien seit Jahren Hinweise auf die Gefahren geben, die von dem Pflanzengift Glyphosat ausgehen können, haben die EU-Staaten am vergangenen Montag mehrheitlich für eine Zulassung von Glyphosat um weitere fünf Jahre gestimmt. Als Reaktion darauf fordern die Salzburger GRÜNEN nun ein nationales Verbot.

„Ein Alleingang Österreichs in eine glyphosatfreie Zukunft ist rechtlich möglich. Frankreich hat bereits angekündigt, das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel auf seinem Markt spätestens in drei Jahren verbieten zu wollen. Die österreichische Bundesregierung muss jetzt rasch aktiv werden und Glyphosat-Einsatz in Österreich den Riegel vorschieben“, fordert der GRÜNE Landwirtschaftssprecher LAbg. Rupert Fuchs. „Die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung widerspricht ganz klar dem Vorsorgeprinzip, das unsere Gesundheit und den Schutz der Umwelt und Artenvielfalt hinter die Interessen von Großkonzernen stellt. Das ist inakzeptabel!“

Wissenschaftliche Erkenntnisse in Bezug auf beispielsweise Oberflächen- und Sickerwässer und damit nachfolgend in Bezug auf das Grundwasser legen schon lange eine Neubewertung der Glyphosatanwendung nahe. Glyphosat wurde im Urin von Menschen nachgewiesen, im Brot und jüngst in zahlreichen deutschen Biersorten. Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid bereits im März 2015 als ‚wahrscheinlich krebserregend‘ eingestuft.

Laut EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis steht es den Mitgliedstaaten frei, Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat selbst zu verbieten. Die EU-Zulassung eines Wirkstoffs bedeutet nur, dass die Mitgliedstaaten solche Pflanzenschutzmittel in ihrem Hoheitsgebiet genehmigen können, aber sie sind nicht dazu verpflichtet. Die Mitgliedstaaten, die keine auf Glyphosat basierenden Produkte verwenden wollen, haben die Möglichkeit, ihre Verwendung zu beschränken.

Im Sinne des in der Europäischen Union geltenden Vorsorgeprinzips soll die Verwendung (das Verbrauchen, Anwenden und Ausbringen sowie das Gebrauchen, Lagern, Vorrätighalten und innerbetriebliche Befördern von Pflanzenschutzmitteln zum Zwecke der Anwendung) von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Glyphosat verboten werden.

Siehe auch http://www.salzachbruecke.eu/FlippingBook/122/index.html#24

 
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