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Salzachbrücke

Nur mehr jeder vierte Wahlberechtigte lebt in der Stadt Salzburg

Am 15. Oktober sind 395.720 Personen im Land Salzburg bei der Nationalratswahl wahlberechtigt, davon 205.953 Frauen und 189.767 Männer. Das bedeutet eine Zunahme um 2.444 Personen (0,6 Prozent) gegenüber der vergangenen Nationalratswahl im Jahr 2013.

In diesen Zahlen sind auch jene 5.204 Auslandsösterreicherinnen und -österreicher inkludiert, die sich bei ihrer früheren Hauptwohnsitzgemeinde in das Wählerverzeichnis eintragen haben lassen. Neben dem stetigen Anstieg der Zahl der wahlberechtigten Personen in den vergangenen Jahrzehnten, gab es auch eine starke Verschiebung der regionalen Zusammensetzung der Wählerschaft. Das berichtete in einer Analyse zu den Wahlberechtigten für die Nationalratswahl die Landesstatistik Salzburg unter der Leitung von Gernot Filipp.

Der Flachgau weist mit 113.627 Personen wiederum die meisten Wahlberechtigten von allen sechs Bezirken auf und hat den Abstand zum Bezirk Stadt Salzburg (99.914 Wahlberechtigte) mittlerweile auf rund 13.700 Personen (13,7 Prozent) ausgebaut. Bei der Nationalratswahl 1971 hatte die Stadt Salzburg noch fast 41.000 Wahlberechtigte mehr als der Flachgau, 2006 betrug der Vorsprung nur noch 277 Wahlberechtigte. 2008 lag dann erstmals der Flachgau um rund 3.500 Wahlberechtigte voran.

Gemessen an allen Wahlberechtigten im Land Salzburg erreichte der Anteil der Stadt Salzburg bei der Nationalratswahl 1971 mit 35,8 Prozent den höchsten Wert in der Zweiten Republik. Bei der heurigen Wahl stammt nur noch knapp jeder oder jede vierte Wahlberechtigte aus der Stadt Salzburg (25,2 Prozent). Das bedeutet den niedrigsten Wert seit 1945. Der Anteil des Flachgaues an allen Wahlberechtigten ist hingegen von 19,9 Prozent im Jahr 1971 auf 28,7 im heurigen Jahr angestiegen. Der Anteil der restlichen Bezirke ist beinahe konstant geblieben.

Der Flachgau ist auch weiterhin mit einem Plus von 2,3 Prozent der dynamischste Bezirk hinsichtlich der Zunahme der Zahl der Wahlberechtigten. Auch im Tennengau (plus 1,4 Prozent), Pinzgau (plus 0,2 Prozent) sowie im Pongau (plus 0,1 Prozent) gibt es einen Anstieg, während die Bezirke Stadt Salzburg (minus 0,8 Prozent) und Lungau (minus 0,6 Prozent) leichte Rückgänge bei der Zahl der Wahlberechtigten hinnehmen müssen.

Die Anzahl der Wahlberechtigten in der Stadt Salzburg liegt mit 99.914 Personen sogar unter dem Wert der Nationalratswahl im Jahr 1986 mit 99.969.

Wie ist dieser Rückgang in der Stadt Salzburg trotz stetig steigender Bevölkerung zu erklären? So hat zwar etwa seit 2013 die Wohnbevölkerung der 16-Jährigen und Älteren in der Stadt Salzburg um rund 6.000 Personen (4,8 Prozent) zugenommen, gleichzeitig die Anzahl der Wahlberechtigten aber um rund 1.500 Personen (1,5 Prozent) abgenommen. Bei Wahlen auf Landes- und Bundesebene sind nur österreichische Staatsangehörige wahlberechtigt und dies kann zu einer abweichenden Entwicklung von Bevölkerung und Wahlberechtigten führen.

Der Anteil der Wahlberechtigten im Inland an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung hat gegenüber 2013 nämlich um 2,9 Prozentpunkte auf 83,8 Prozent abgenommen, wobei der Rückgang in der Stadt Salzburg besonders stark ausgeprägt ist. Während in der Stadt Salzburg nur noch weniger als drei Viertel der Wohnbevölkerung wahlberechtigt sind, sind es im Lungau 93,3 Prozent. Der Anteil der Nichtwahlberechtigten entfällt im Wesentlichen auf Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit. Zu den Nichtwahlberechtigten zählen aber auch österreichische Staatsangehörige, die wegen gerichtlicher Verurteilung von der Wahl ausgeschlossen sind.

Wissenswertes zur Nationalratswahl am 15. Oktober gibt es auf der Landes-Webseite unter www.salzburg.gv.at/wahl-bund.

 
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