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Salzachbrücke

Salzburg erneut mit niedrigster Arbeitslosenquote Österreichs

Ende Dezember lag die Arbeitslosenquote in Salzburg bei 5,1 Prozent. Das ist der österreichweit niedrigste Wert. Über das gesamte Jahr 2017 konnten in Salzburg ein Rückgang der Zahl der Arbeitslosen um 3,9 Prozent und eine Arbeitslosenrate von 5,3 Prozent (Österreich: 8,5 Prozent; 1. Platz im Bundesländervergleich) verzeichnet werden.

"Dieses erneut hervorragende Ergebnis ist in erster Linie den Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Salzburg zu verdanken. Daraus lässt sich aber auch ableiten, dass die arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Landes greifen", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer zur Arbeitsmarktstatistik des Jahres 2017.

Konkret waren Ende Dezember 2017 in Salzburg 14.165 Personen ohne Arbeit, das waren um 849 Personen bzw. 5,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die (noch mit vorläufigen Beschäftigtendaten) errechnete Dezember-Arbeitslosenrate ging in Salzburg um 0,4 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent zurück.

Bei der Veränderung der Zahl der Arbeitslosen ist stets die unterschiedliche Entwicklung bei der Zahl der Personen in AMS-Schulungsmaßnahmen, die nicht als arbeitslos gelten, zu beachten. Die Bandbreite reichte im Dezember nämlich von einem Rückgang von 5,4 Prozent in Salzburg (-115 Personen) bis zu einem Anstieg von 11,2 Prozent (+2.813 Personen) in Wien. Österreichweit errechnete sich ein Plus von 4.000 Personen bzw. 6,6 Prozent. Unter Einbeziehung der Personen in Schulung wäre die Zahl der Arbeitssuchenden in Salzburg um 964 Personen bzw. 5,6 Prozent und in Österreich um 27.688 Personen bzw. 5,9 Prozent zurückgegangen.

Salzburg war das einzige Bundesland, in dem im Jahr 2017 weniger Personen in AMS-Schulungsmaßnahmen (-143 Personen bzw. -5,3 Prozent) einbezogen wurden als im Jahr 2016. Während sich in den Bundesländern Burgenland, Tirol und Vorarlberg die Zahl der Personen in Schulung kaum veränderte, gab es in den anderen Bundesländern deutliche Zuwächse von 3,8 Prozent (Niederösterreich) bis 12,7 Prozent (Wien), so dass sich für Österreich ein Plus von 4.888 Personen bzw. 7,3 Prozent errechnete. Unter Einbeziehung der Personen wäre im Jahr 2017 die Zahl der Arbeitssuchenden in Salzburg um 4,1 Prozent und damit stärker gesunken als in Österreich mit 2,9 Prozent.

Männer profitieren mehr als Frauen

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten im Dezember die Männer (-595 Personen bzw. -6,2 Prozent) wiederum stärker profitieren als die Frauen (-254 Personen bzw. -4,7 Prozent).

Ende Dezember 2017 waren nahezu in allen Wirtschaftsbereichen weniger Personen ohne Arbeit als ein Jahr zuvor. Rückgänge von zumindest 100 Personen gab es im Handel (-233 Personen bzw. -10,6 Prozent), bei den wirtschaftlichen Diensten inkl. Arbeitskräfteüberlassung (-231 Personen bzw. -9,2 Prozent), im Fremdenverkehr (-196 Personen bzw. -10,6 Prozent), in der Warenherstellung (-147 Personen bzw. -9,9 Prozent) und am Bau (-130 Personen bzw. -4,7 Prozent). Ein leichtes Plus musste im Bereich Gesundheit/Soziales (+24 Personen bzw. +3,4 Prozent) und im Bereich Information/Finanzen/Realitäten (+31 Personen bzw. +8,3 Prozent) hingenommen werden.

Bei den Berufen fielen die Rückgänge in den Industrie-/Gewerbeberufen (-373 Personen bzw. -6,1 Prozent), den Handels-/Verkehrsberufen (-192 Personen bzw. -8,0 Prozent), den Dienstleistungsberufen (-131 Personen bzw. -4,2 Prozent) und den Verwaltungs-/Büroberufen (-121 Personen bzw. -6,9 Prozent) besonders hoch aus.

Es gilt weiterhin, dass trotz des anhaltenden Rückgangs der Arbeitslosigkeit die Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt, konkret um 129 Personen bzw. 10,8 Prozent auf 1.318 Langzeitarbeitslose.

Von Dezember 2016 auf Dezember 2017 sank die Zahl der Arbeitslosen im Alter von mindestens 50 Jahren um 96 Personen bzw. 2,3 Prozent. Der Rückgang bei den arbeitslosen Jugendlichen (bis 24 Jahre) war mit 265 Personen bzw. 12,7 Prozent deutlich stärker.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit kam im Dezember - so wie in den Vormonaten - überwiegend Personen mit Lehre/Meisterprüfung (-482 Personen bzw. -8,4 Prozent) und Personen mit maximal Pflichtschulabschluss (-278 Personen bzw. -4,2 Prozent) zugute.

Rückgänge im Flachgau und der Stadt besonders hoch

Mit Ausnahme des Pongaus (+34 Personen bzw. +1,9 Prozent) waren Ende Dezember 2017 in allen Bezirken weniger Personen ohne Arbeit als ein Jahr zuvor. Besonders hoch waren die Rückgänge im Flachgau (-329 Personen bzw. -9,6 Prozent) und in der Stadt Salzburg (-232 Personen bzw. -4,0 Prozent). Im Tennengau waren es um 175 Personen weniger (-10,8 Prozent), im Pinzgau 103 (-5,7 Prozent) und im Lungau 44 (-8,4 Prozent).

 

 
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