Interkulturelle Kompetenz stärken – das ist das Ziel des gleichnamigen Lehrganges, der heute, Donnerstag, 19. Jänner, gestartet wurde. Aufgrund der großen Nachfrage wird der Lehrgang der Migrationsstelle des Landes und der Salzburger Verwaltungsakademie heuer zum zweiten Mal angeboten.
"Das Land Salzburg ist damit im Bundesländervergleich richtungweisend und Vorbild", sagte dazu Landesrätin Dr. Tina Widmann. "Die Salzburger Landesverwaltung stellt sich auf die Herausforderungen der Zuwanderung ein und behandelt mit diesem Lehrgang Fragen, was interkulturelle Öffnung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst bedeutet. Der Lehrgang vermittelt das Wissen um die Besonderheiten der eigenen und der anderen Kulturen und das Bewusstsein, in dieser Verschiedenheit nach dem Gemeinsamen zu suchen. Gezeigt werden die interkulturellen und gendersensiblen Kompetenzen, die notwendig sind, um Vielfalt zur gemeinsamen Stärke zu machen."
Der Lehrgang "Interkulturelle Kompetenz" ist praktisch orientiert. Er baut auf den konkreten beruflichen Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf. Die eigene Beratungskompetenz wird verbessert, um in beruflichen Situationen kultureller Vielfalt kompetent und kundenorientiert zu handeln.
"Für die Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kulturen werden wir im Landesdienst weiterhin professionelle Voraussetzungen bieten und qualifizierte Schulungen durchführen", betonte Personalreferent Landesrat Sepp Eisl. "Der Lehrgang fördert die wechselseitige Akzeptanz zwischen Bürgern und Mitarbeitern in der Verwaltung. Der Berufsalltag bringt verschiedene Herausforderungen mit sich. Immer öfter werden Verwaltungshandlungen von einer interessierten Öffentlichkeit beobachtet. Im Lehrgang wird das Rüstzeug bereit gestellt, um kulturelle Schranken weiter abzubauen. Durch das Eingehen auf spezifische Praxisthemen, dem Wissensaustausch und das Einbringen verschiedener Erfahrungen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich profitieren."
Vier Module bis Ende April
Der Lehrgang besteht aus vier Modulen. Der Start mit Modul 1 "Sensibilisierung und Diversitätskonzepte" erfolgte heute, Donnerstag, in der Salzburger Verwaltungsakademie. Die weiteren Module sind "Interkulturelle Kommunikation und Konfliktlösung" am 22. März, Modul 3 "Praxis der Umsetzung" am 12. April und Modul 4 "Rechtsgrundlagen, Antidiskriminierung" am 24. April.
Interkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit zur beidseitig zufriedenstellenden Interaktion mit Menschen aus anderen Kulturen. Interkulturell kompetent ist eine Person, die in der Zusammenarbeit mit Menschen aus ihr fremden Kulturen deren spezifische Konzepte der Wahrnehmung, des Denkens, des Fühlens und des Handelns erfasst und begreift und den Bezug zur eigenen Kultur herstellen kann. Es geht um die Erweiterung des Handlungsspielraumes für alle Beteiligten. Ziele sind Kompetenzaufbau und Qualifizierung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, die in ihrer täglichen Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund zu tun haben.PM der Salzburger Landeskorrespondenz