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Dem Thema Spielsucht aktiv begegnen

Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen von Sucht und gerade von Spielsucht können fatal sein: Vereinsamung, Rückzug, Verlust des Arbeitsplatzes, Schulden, Existenzverluste, Firmenzusammenbrüche, Kosten für Strafverfahren und Strafvollzug, Behandlungs- bzw. Therapiekosten. Die Folgen der Spielsucht belasten nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihr soziales Umfeld: die Familie, die Kinder und somit die Allgemeinheit. Besonders "suchtgefährdet" sind vor allem aber die Jugendlichen, weil sie es sind, die sich auf Suche begeben – auf die Suche nach der eigenen Persönlichkeit und nach ihrem Platz in der Gesellschaft. Aber gerade die Jugendlichen erhalten von der Gesellschaft oft nicht das, was sie eigentlich wirklich suchen und benötigen.

"Als Verantwortliche in diesem Bereich dürfen wir vor dieser wachsenden Problematik – die auch durch die Neuen Medien und vor allem das world wide web verschärft wird – nicht die Augen verschließen. Als Sozial- und Gesundheitsreferentin ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, die Präventionsarbeit gerade im Bereich der Internet- und Spielsucht auszubauen. Diese Vorsorgemaßnahmen sollen vor allem Kindern und Jugendlichen zugute kommen", stellte Landesrätin Erika Scharer am Donnerstag, 29. April, fest: "Denn, wenn wir Sucht aktiv begegnen wollen, müssen wir bereits bei unseren Kindern und Jugendlichen beginnen und ihnen helfen, das zu finden, was sie wirklich brauchen, nämlich Wertschätzung, Geborgenheit und Zeit."

Im Bereich der Prävention hat Landesrätin Scharer eine neue "Internetsuchtbroschüre" mit praktischen Tipps und Informationen für Eltern mit dem Titel "Mit Jugendlichen über Neue Medien reden" initiiert, die kürzlich präsentiert wurde. Weiters hat Scharer eine Studie zur Spielsucht in Auftrag gegeben, die als Basis für die Präventions- und Behandlungsarbeit herangezogen werden soll.