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Eine Ziegenhorde für den Kongo

5.621 Zigaretten verglühen pro Jahr vor Otto-Normalrauchers Mund. Eine durchschnittliche Zigarettenlänge dauert etwa fünf Minuten, womit man 1 Stunde und 15 Minuten am Tag ausschließlich mit Rauchen beschäftigt ist. Pro Jahr ergibt das die stolze Summe von 19 Rauchtagen, also quasi ein ganzes Urlaubsmonat. A propos Urlaub: € 1.124,- kostet der Luxus des Rauchens jährlich, davon heimst € 843,- der Finanzminister ein. Einen netten Aussichtsturm für einen Urlaubsort würde übrigens auch der Stapel der 281 jährlich pro Person gerauchten Packungen ergeben: Er würde stattliche 24 Meter Höhe messen.
 

ÖsterraucherInnen an der Weltspitze

Österreich führt mit fast 40% RaucherInnenanteil (also etwa 3,3 Millionen Menschen) die RaucherInnen Weltrangliste an. Geht man von Otto Normalraucher aus, werden in Österreich also täglich fast 50 Millionen Zigaretten geraucht, was jährlich gigantische 18 Milliarden Glimmstängel ergibt. Dafür werden ingesamt 3,6 Milliarden Euro ausgegeben; das Finanzamt kann sich dabei über 2,7 Millarden an (freiwilligen!) Steuereinnahmen freuen.

Rauchen hat auch beachtliche Auswirkungen auf unsere Umwelt. Pro Zigarette werden 5mg CO2 ausgestoßen - nicht viel aber ?Kleinvieh macht auch Mist“. Im Gesamten produzieren die ÖsterraucherInnen so viel CO2, dass man dafür mit einem VW Golf Blue Motion beim gleichen CO2 Ausstoß von Graz bis Berlin oder Warschau (ca. 900 km) fahren könnte.

 

Tausche Zigarette gegen Ziege

Wesentlich ernster wird der Vergleich, wenn man die Kosten fürs Rauchen auf die Lebensumstände einer Familie im Kongo bezieht. Während sich in unserer Wohlstandgesellschaft 40% diesen Luxus gönnen, hungern im ärmsten Land der Welt 29 Millionen Menschen. Würde nur ein/e RaucherIn den blauen Dunst aufgeben, könnten dafür 56 Ziegen für die Ärmsten der Armen gekauft werden; davon kann je eine Familie ein Jahr überleben. Umgerechnet auf alle RaucherInnen in Österreich könnten 180 Millionen Ziegen angekauft werden – sprich man könnte nicht nur dem Kongo, sondern auch anderen Hungergebieten helfen.


v Gastautorin Mag.a (FH) Katharina Gruber (>> zur Person)

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