In Salzburg ist heuer die Zahl der Alko-Unfälle um ein Viertel zurückgegangen, so der VCÖ. Aber: In der Punschzeit steigt der Anteil der Alko-Unfälle. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass im Dezember und November der Anteil der Alko-Unfälle an den Verkehrsunfällen am höchsten ist. Jeder 12. Verkehrsunfall wird in dieser Zeit von einem Alko-Lenker verursacht. Der VCÖ fordert, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen in Nachtbusse, Anrufsammeltaxis und Zugverbindungen am Abend investiert wird.
Heuer ist in Österreich in den ersten neun Monaten die Anzahl der von Alkolenkern verursachten Verkehrsunfälle immerhin um rund zehn Prozent zurückgegangen. "In Salzburg war der Rückgang deutlich höher. Um ein Viertel weniger Verkehrsunfälle wurden heuer von Alko-Lenkern verursacht", betont VCÖ-Experte DI Martin Blum. Bis Ende September wurden in Salzburg 84 Verkehrsunfälle von Alko-Lenkern verursacht,117 Menschen wurden verletzt, zwei weitere kamen ums Leben.
In den kommenden Wochen heißt es erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass mit der Punschzeit auch der Anteil der Alkounfälle im Straßenverkehr steigt. Im Dezember ist der Anteil der Alko-Unfälle am höchsten: Im Dezember des Vorjahres wurden 7,9 Prozent der Verkehrsunfälle von Alko-Lenkern verursacht, im Jahresschnitt waren es 6,6 Prozent. Am zweithöchsten ist der Anteil im November mit 7,6 Prozent.
Bis zu 0,4 Promille kann ein Häferl Punsch auslösen. "Schon ab 0,3 Promille verringern sich Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit. Mit 0,5 Promille steigt das Unfallrisiko auf das Doppelte, mit 0,8 Promille auf das Vierfache", macht VCÖ-Experte DI Martin Blum aufmerksam. Die Alkoholmenge von Punsch variiert zwischen fünf und zwölf Prozent. Der hohe Zuckeranteil dieses ursprünglich aus Indien stammenden Getränks beschleunigt die negative Wirkung von Alkohol. Nach einem Besuch beim Punschstand kommt man am besten bei kurzen Strecken zu Fuß oder sonst mit Öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause.
In den vergangenen fünf Jahren verursachten Alko-Lenker im Dezember insgesamt 1.040 Verkehrsunfälle, 1.427 Menschen wurden dabei verletzt, 32 kamen ums Leben. Fast jeder zweite tödliche Alko-Unfall passierte in Niederösterreich. Nur im Burgenland gab es in den vergangenen fünf Jahren im Dezember keinen tödlichen Alko-Unfall, so der VCÖ.
Der VCÖ fordert, dass ein Teil der Einnahmen aus den Verkehrsstrafen für die Finanzierung von Präventionsmaßnahmen, wie Nachtbusse, Zugverbindungen am Abend oder Sammeltaxis investiert werden.