Pünktlich zum Start der Radlsaison hat der Landkreis ab dem 01. April 2011 mit den drei Eisenbahnverkehrsunternehmen Berchtesgadener Land Bahn, Österreichische Bundesbahnen und Südostbayernbahn neue Vereinbarungen abgeschlossen.
Bis zum 31. März 2013 können nun Bahnfahrer ihr Radl gratis in der Nahverkehrszügen zwischen Laufen, Salzburg Hbf und Berchtesgaden mitnehmen. Ausgenommen sind nur der IC Königssee von und nach Berchtesgaden sowie die zwischen München und Salzburg fahrenden Züge der DB Regio.
Die kostenfreie Radbeförderung mit der Bahn findet einen stetig wachsenden
Zuspruch, was entsprechend steigende Aufwendungen des Landkreises
Berchtesgadener Land zur Folge hat. Die jährliche pauschale Abgeltung der
kostenfreien Radbeförderung an die drei Eisenbahnverkehrsunternehmen
Berchtesgadener Land Bahn (BLB), Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) und
Südostbayernbahn (SOB) umfasst einen Betrag von insgesamt maximal
30.000 Euro.
Dazu Landrat Grabner: „Aufgrund der regen Nachfrage nach der
umweltfreundlichen Fortbewegung mit Bahn und Rad haben die Zuschüsse des
Landkreises an die Eisenbahnverkehrsunternehmen einen hohen Mehrwert.“
Erfreulich ist für die Bahnfahrgäste, dass die SOB die Radmitnahme jetzt auch
in ihren Zügen zwischen Freilassing und Salzburg Hauptbahnhof ermöglicht. Mit
der BLB konnte der Landkreis neu aushandeln, dass die pauschale Abgeltung
reduziert wird, sofern die veranschlagte Anzahl von jährlich rund 19.500
Radbeförderungen nicht erreicht wird. Nachdem in allen BLB-Zügen stets
Zugbegleiter mitreisen, kann die Anzahl der beförderten Räder von der BLB
exakt erhoben werden. Die ÖBB hat für ihre zwischen Freilassing und Salzburg
Hbf fahrenden Nahverkehrszüge jährlich rund 12.000 transportierte Räder
veranschlagt, bei der SOB geht man zwischen Laufen und Freilassing von rund
7.000 Fahrrädern aus.
Die DB Regio lehnt eine kostenfreie Radbeförderung in ihren zwischen
München und Salzburg fahrenden Nahverkehrszügen weiterhin ab. Die
Erfahrungen im letzten Jahr mit der bayernweiten kostenpflichtigen Regelung seien durchweg positiv gewesen. Die Anzahl der Radtransporte im Zug habe
sich, bezogen auf Bayern, nicht merklich reduziert. Die Strecke München -
Salzburg wird auch im Jahr 2011 und voraussichtlich weiter bis ins Jahr 2013
von vielen Bauarbeiten beeinträchtigt sein. Schienenersatzverkehr und
ausgedünnter Takt (2-Stunden Takt) werden also zu sehr gut ausgelasteten
Zügen führen.
Die Landkreise Altötting, Mühldorf, Rosenheim, Rottal-Inn und Traunstein
haben mit der SOB ebenfalls eine Erstattung der kostenfreien Radmitnahme
vereinbart. Daher dürfen Fahrgäste von Freilassing aus ihr Fahrrad mit der SOB
bis in diese Landkreise gratis befördern.
Bahnreisende, die ihr Radl in der S3 von Bad Reichenhall bzw. Freilassing über
Salzburg Hauptbahnhof hinaus nach Salzburg Sam oder weiter bis nach Golling
mitnehmen wollen, müssen vorab eine ÖBB-Fahrrad-Tageskarte erwerben.
Während des mehrminütigen Zugaufenthaltes in Freilassing zwischen Ankunft
aus Bad Reichenhall und Weiterfahrt nach Salzburg besteht die Möglichkeit, am
Fahrscheinautomaten auf Bahnsteig 1 diese ÖBB-Fahrrad-Tageskarte zu
erwerben.
Verkehrsmanager Johann Wick weist darauf hin, dass kein Anspruch auf
Beförderung der Fahrräder besteht und dass der Zugbegleiter bei
Kapazitätsengpässen über die Mitnahme von Fahrrädern entscheidet. Zu den
Stoßzeiten an Werktagen zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr sowie mittags
zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr ist mit eingeschränkten
Beförderungskapazitäten zu rechnen. Gruppen mit mehr als 6 Personen können
aus Platzgründen in der Regel nicht mitgenommen werden.
Unter
www.bahn.de/fahrrad-bayern sind die aktuellen Regelungen zur
Fahrradmitnahme in der Bahn abrufbar. Fahrrad-Verleihstationen und
Radtourenvorschläge können über die Internetseite der Berchtesgadener Land
Tourismus GmbH
www.berchtesgadener-land.com und dort unter dem
Stichwort „Sport: Sommer“ ausgewählt werden.
Landratsamt Berchtesgadener Land