Die Werkstätte der Lebenshilfe in Oberndorf führt seit über 2 Jahren im Untergeschoss des Wohnhauses eine Außengruppe. Hauptaufgabe der 8 Beschäftigten sind Auftragsarbeiten für Firmen und Gartenpflegearbeiten, zum Beispiel für die Gemeinden Oberndorf, Michaelbeuern und Anthering. Besondere Unterstützung erfährt die Lebenshilfe von Bürgermeister Peter Schröder, der gemeinsam mit Landesrätin Erika Scharer die Außengruppe besucht.
Scharer und Schröder sind von der Vielfalt der Arbeit beeindruckt: Sortieren und verpacken von Vorhanghaken für die Firma Demetz, Kuvertierarbeiten für die Firma Bing oder diverse Tätigkeiten für die Firma Soyall und die Firma Lindner und Sommerer. „Am wichtigsten ist die Vorbereitung, dann können die Klientinnen und Klienten sehr selbständig arbeiten“, erklärt Alfred Leitner, Leiter der Lebenshilfe Werkstätte in Oberndorf. Auch die Trennung von Wohnen und Arbeit ist wichtig. „Ein Mitarbeiter wohnt auch im Lebenshilfe Haus, das im gleichen Gebäude untergebracht ist. Dieser Mitarbeiter ist für diverse Botengänge und die Post verantwortlich, damit er das Haus verlassen muss und die Trennung der beiden Bereiche für ihn sichtbarer werden“.
Landesrätin Scharer kann den Beschäftigten zum Abschied eine positive Zusage machen. Sie setzt sich für die Installierung eines Behindertenbeirates und Behindertenanwaltes im Land Salzburg ein.
Wünsche gibt es auch von der Lebenshilfe an die Politik. Denn auch wenn die Arbeitsbedingungen für die Menschen mit geistiger Behinderung in der Lebenshilfe bestens sind: eine faire Bezahlung und Ansprüche aus der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sind im österreichischen System derzeit nicht vorgesehen. Diese und andere Forderungen formuliert die Lebenshilfe verstärkt am 5. Mai unter dem Motto: Vielfalt als Chance – Inklusion lohnt sich!