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Mädchen entdecken Möglichkeiten

Vorurteile, zu wenig Informationen und stereotype Rollenbilder sind die Ursache für das schmale Spektrum weiblicher Berufswahl, das sich auch auf die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern auswirkt. Beim EuRegio Girls‘ Day am 22. April haben Schülerinnen aus Salzburg und Bayern wieder die Gelegenheit, grenzüberschreitend in verschiedene Berufe hineinzuschnuppern und technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Ausbildungsmöglichkeiten sowie vielfältige Karrierechancen kennenzulernen. Interessierte Mädchen zwischen zehn und 16 Jahren, Eltern und Lehrer/innen können sich unter www.girlsday.info informieren und anmelden. Anmeldungen sind noch bis 10. April möglich.

Einzelhandel, Bürokauffrau, Friseurin – das sind die drei am häufigsten von Mädchen gewählten Lehrberufe. Seit Jahren ist die Situation nahezu unverändert: rund 70 Prozent der Mädchen wählen in Österreich aus nur zehn der rund 250 möglichen Lehrberufe aus. Auch technische Schulen wie beispielsweise Höhere Technische Lehranstalten "erobern" die Mädchen nur langsam.

Im Jahr 2009 haben sich rund 1.730 Mädchen aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land sowie aus dem Land Salzburg über die Girls‘ Day Homepage angemeldet – das sind gut 600 Teilnehmerinnen mehr als 2008. Davon begleiteten 800 Mädchen ihre Eltern, Verwandte und Bekannte zu ihren Arbeitsplätzen. Zusätzlich öffneten 130 Betriebe ihre Türen, um 930 technikinteressierte Mädchen schnuppern zu lassen.