. .
Werbung

Musikum Oberndorf beim „ensembletreffen `11“

Gemeinsam zu musizieren, zu singen oder zu tanzen ist für viele Erwachsene unverzichtbarer Ausgleich für berufliche und sonstige Belastungen des Alltags. Umso mehr trägt jede Form des Musizierens in der Gruppe bereits im Kindes- und Jugendalter wesentlich zu einer ausgeglichenen und sozial orientierten Entwicklung der heranreifenden Persönlichkeiten bei. Kaum jemand, der nicht das aktive oder auch das passive Er-Leben des Miteinanders in der Musik beglückend und als Quell innerer Lebensfreude empfindet.

Viertes ensembletreffen mit Rekordteilnahme

Bereits zum vierten Mal veranstaltete das oberösterreichische Landesmusikschulwerk nach Berliner Vorbild am 5. und 6. Februar 2011 das „ensembletreffen – Musizieren ohne Grenzen“. Mit einem Rekord von 129 Ensembles an sechs Standorten waren nahezu ausschließlich
oberösterreichische Musikschulen vertreten. Unsere Region machte mit drei Jugend-Ensembles des Musikum Oberndorf unter der Betreuung von Pavla Kinzl auf sich aufmerksam.
Auftritt der Geigenschnecken
Die jungen MusikerInnen nutzten damit die Chance, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, andere Ensembles zu erleben und fachkundiges Feedback zu bekommen. Beim ensembletreffen geht es nicht um Sieg oder Erfolgszwang, sondern um einen künstlerischen Wettstreit unterschiedlicher Stile, Besetzungen und Niveaus. Mit dem interessanten Konzerterlebnis wächst das Bewusstsein über eigene Potentiale und die Motivation für die weitere Arbeit am Zusammenspiel.

Feedback von Fachjury und KollegInnen

An vier Halbtagen folgten den öffentlichen Auftritten jeweils die Beratungen in den Jurys. Neben der Fachjury (FachgruppenleiterInnen, MusikschuldirektorInnen und erfolgreiche Musiker aus der Praxis) waren auch die Ensembles selbst gefordert. Zwei Mitglieder je Ensemble fassten die Eindrücke und Tipps zu einem eigenen Feedback-Bogen zusammen. Die positive Kritik und kollegiale Tipps beider Jurys wurden schließlich in der abschließenden gemeinsamen Feedback-Runde weitergegeben. Die Verleihung von Urkunden für alle TeilneGeigenschnecken mit LAbg Bgm Franz  Weinberger, LMSDir Josef Kili u VzBgm  Wolfgang Rachbauer (v li)hmerInnen bildete den feierlichen Abschluss des Halbtagsprogramms.

Das Streicher-Ensemble Triolino (Maria Hehenberger , Benedikt und Theresa Kinzl) und das Haunsberg-Trio (Maria Hehenberger - Violine, Daniel Itzlroither - Klavier und Theresa Kinzl - Horn) hatten ihre Auftritte in Altheim bei Ried im Innkreis bereits am Samstag. Sonntag Nachmittag spielten die Geigenschnecken auf. Fiona Haas, Marlies Junger, Annika Karl, Bianca Löhnert, Felicia Schneckenpointner und Lukas Stadler sind mit ihrer Herkunft beiderseits der Salzach geradezu Protagonisten des grenzenlosen Musizierens.

Geigenschnecken kamen sehr gut an

Der originelle Name und das gelungene Outfit mit selbstgestalteten Geigenschnecken-Shirts gefiel den jungen Kollegen. Von der Fachjury wurde etwa das sehr engagierte und selbständige Spiel der ca 12-Jährigen hervorgehoben. Als interessante Anregung konnten die „Schnecken“ zum Beispiel den Tipp mitnehmen, beim nächsten Auftritt doch im Stehen zu spielen. „Das sollten wir wirklich einmal probieren“, zeigten sich einzelne Mitglieder des Ensembles offen für die konstruktive Kritik.

Tipps der Fach-Jury für die GeigenschneckenVeranstaltungen wie das ensembletreffen `11 leben von Menschen, die sich großteils ehrenamtlich für Organisation und den Ablauf einsetzen. Zum Glück gibt es aber auch engagierte MusikpädagogInnen, die den oft mühsamen Aufwand nicht scheuen, immer wieder gemeinsame Probentermine zustande zu bringen, verschiedene Familien für Transfers und Wartezeiten zu gewinnen und allen Ensemble-Mitglieder die intensive Vorbereitung für Auftritte schmackhaft zu machen. Bleibt zu hoffen, dass weiterhin so viele Jugendliche ihren Instrumenten treu bleiben und die Freude am gemeinsamen Musizieren in ihren Herzen bewahren.