"Neues Leben in alten Mauern - Lebensraum. Lebenstraum. Gemeinde"
Diese bewusstseinsbildende Veranstaltungsserie ist in vier Themenbereiche gegliedert. Gemeinden, Ortskerne, Landwirtschaft und das zeitgenössische Bauen werden näher betrachtet. Durch Impulsveranstaltungen, Seminare, Exkursion, Schulprojekte und Ausstellungen soll den Menschen der Wert historische Bauten, die Verbindung "alter" und "neuer" Bauten und Anbauten, des Orts- und Landschaftsbildes sowie die Verantwortung für die Erhaltung von Bauten und Räumen nähergebracht werden.
Die Auftaktveranstaltung findet am 26. September 2011 ab 18.00 Uhr in der Salzburg AG statt. (PROGRAMM)
Bei der Auftaktveranstaltung am Montag, 26. September, um 18.00 Uhr, in der Rotunde der Salzburg AG sowie am Seminartag am Dienstag, 27. September, von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr, in der der Salzburg AG, steht das Thema "Gemeinden" im Mittelpunkt.
Gemeinden sind als Auftraggeber und Baubehörde doppelt gefordert, erfüllen eine große Vorbildwirkung und können maßgeblich die Gestaltung von Bauten und Räumen im eigenen Wirkungsbereich beeinflussen. "Vor allem bei der Nutzung von öffentlichen und privaten Räumen gilt es unterschiedliche Wünsche, Bedürfnisse und Notwendigkeiten zu vereinen", erklärte Landesrätin Dr. Tina Widmann gestern, Mittwoch, 21. September. "Die Gemeindeentwicklung Salzburg liefert mit diesen Veranstaltungen wertvolle Anstöße, wie neues Leben in alten Mauern einziehen und wie man diesem Anspruch gerecht werden kann."
"Leider verschwinden auch im Land Salzburg immer mehr bauliche Zeugen der Vergangenheit", bedauert Hallwangs Bürgermeister und Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes Helmut Mödlhammer. Baukultur solle sich nicht nur um neue zeitgemäße Entwicklungen, sondern müsse sich auch um den Erhalt interessanter Bauten der Vergangenheit kümmern. "Erfreulicherweise erkennen das auch immer mehr Gemeinden", so Mödlhammer, "sie bemühen sich um die Erhaltung historischer Gebäude und vor allem um die Belebung dieser." Dass die Gemeindeentwicklung Salzburg sich diesem Thema annehme, bedeute für die Gemeinden Unterstützung, Ermunterung und vor allem eine fachliche Begleitung des nicht immer einfachen Weges.
Best-Practice-Beispiele aus den Gemeinden
Zahlreiche Referenten werden bei der Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 26. September, inhaltliche Anregungen geben und Best-Practice-Beispiele aus den Gemeinden aufzeigen. Prof. Dr. Hans-Peter Meier-Dalach aus Zürich wird darlegen, welche Chancen Gemeinden in der Zeit der Metropolen haben und in diesem Zusammenhang die Schweiz, Österreich und Deutschland miteinander vergleichen. Mit der Frage, ob man Baukultur überhaupt noch benötigt, wird sich Arch. Dipl. Ing. Udo Heinrich von der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten auseinandersetzen. Arch. Dipl. Ing. Günther Dollnig von der Initiative Architektur betrachtet in seinem Beitrag Architekten als Gestalter zwischen Alt und Neu. Weiters wird Dipl. Ing. Othmar Bachler auf die Bedeutung des Baustoffes Holz eingehen und das Gemeindeamt Kleinarl sowie das Schloss Saalhof werden Salzburger Projekte vorstellen. Darüber hinaus wird die Ausstellung "LandLuft – Baukultur – Gemeindepreis" eröffnet.
Am Dienstag, 27. September, führt Mag. Roland Gruber vom Verein LandLuft beim Seminartag durch die Ausstellung, die bis Freitag, 30. September, in der Rotunde der Salzburg AG besichtigt werden kann. Weiters werden innovative Baukultur und die Menschen dahinter mit dem Gemeindepreis ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht nicht das "schöne" Bauwerk als Ergebnis, es geht vielmehr um die Prozesse sowie die Analyse und darum, unter welchen Bedingungen Baukultur entstehen kann. Die Ausstellung des Vereines LandLuft zeigt Beispiele aus den Siegergemeinden. Darüber hinaus präsentiert Josef Mathis, Bürgermeister der Gemeinde Zwischenwasser, sein Gemeindeprojekt, das den Baukulturpreis 2009 gewann. Mag. Monika Brunner-Gaurek vom Freilichtmuseum wird auf die Baugeschichte in Salzburg eingehen und weitere Salzburger Bürgermeister werden ihre Gemeindeprojekte vorstellen. Darunter beispielsweise der Umbau des Pfarrhofs in Stuhlfelden, die Sanierung des Mesnergütls in Hallwang, der Umbau des Mineralien- und Heimatmuseums in Bramberg, ein Hotelprojekt in Werfenweng, ein Umbau eines leer stehenden Biedermeierhauses zu einem Gemeindezentrum in Seeham und die Gestaltung der Burg Golling.
Der Eintritt zu den beiden Veranstaltungen am 26. und 27. September ist frei. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe zum Thema "Gemeinden" bildet eine Exkursion nach Ottensheim in Oberösterreich am Freitag, 7. Oktober. Dabei wird vor allem die Kooperationen von Gemeinden und die Belebung von Ortskernen behandelt werden.
Die Anmeldung zum Seminartag ist unter der Telefonnummer 0662-623455-0 oder unter sir@salzburg.gv.at möglich. Weitere Informationen sind unter www.gemeindeentwicklung.at erhältlich.
Salzburger Landeskorrespontenz / www.gemeindeentwicklung.at