Er gehört zu den berühmtesten Persönlichkeiten der europäischen Geschichte. Und die ganze Welt bewundert seine Schlösser. 125 Jahre nach seinem Tod präsentiert die Bayerische Landesausstellung 2011 die Geschichte eines „Unzeitgemäßen“, der zur Ikone der Moderne wurde: König Ludwig II. von Bayern.
Die Besucher der Landesausstellung erleben ein Drama des Landes und seines Königs, erzählt nach dem Muster der klassischen Tragödie. Die spektakuläre Bühne: das Neue Schloss Herrenchiemsee, das Ludwig II. ab 1878 als Denkmal einer absoluten Herrschaftsidee entstehen ließ. Erstmals in der Geschichte werden die unvollendeten Zimmerfluchten für das Publikum geöffnet.
Unter dem Titel "Götterdämmerung. König Ludwig II und seine Zeit" bietet die Schau um den wohl populärsten bayerischen Monarchen im neuen Schloss Herrenchiemsee einen Blick hinter die Klischees um Ludwig II, der die große Illusion, das große Theater liebte. Die Organisatoren versuchen mit der Landesausstellung eine neue Darstellung der Figur Ludwig II, seiner Schlossbauten, seiner Zeit und seines Nachlebens als Mythos.
Ludwig II liebte Fantasiewelten, was jedoch kein Widerspruch zum Beginn der Moderne und der fortschreitenden Technisierung war. Auch er nutzte die neuen Errungenschaften, und die Innovationen dienten ihm dazu, seine Gegenwelten in den Schlössern zu perfektionieren. So erfahren die Besucher der Ausstellung, dass die Grotte in Schloss Linderhof elektrisch erhellt wurde, es in Neuschwanstein einen Telefonanschluss gab und für den Alpsee eine Seilbahn geplant war, die jedoch nie realisiert wurde.
Mehr Infos zur aktuellen Bayerischen Landesausstellung beim
Haus der Bayerischen Geschichte.
PM salzburgermonat / Haus der Bayerischen Geschichte