Schwerpunkt Bildung: 16 Millionen Euro für Neubau HAK, HAS und PTS
„Der Neubau für die Handelsakademie, Handelsschule und Polytechnische Schule entlang des Salzachdammes bringt die dringend benötigte räumliche Verbesserung für SchülerInnen und LehrerInnen, aber auch entscheidende Impulse für Firmen aus Salzburg bzw. dem angrenzenden oberösterreichischem Raum“, freut sich der Oberndorfer Bürgermeister Peter Schröder. Die Kosten für das neue Gebäude belaufen sich auf mehr als 16 Mio. Euro. „Der gemeinsame Neubau von Bundesschule und Gemeindeschule ist einzigartig“, betont Bildungsreferentin LHF Gabi Burgstaller. „Das Land beteiligt sich mit rund 2,6 Mio. Euro an dem Neubau, der im Sommer 2012 fertig gestellt sein soll“, ergänzt Burgstaller.
Für die drei Schulen stehen insgesamt 22 Klassen zur Verfügung (17 Klassen BHAK/BHAS und 5 Klassen PTS), in denen 490 SchülerInnen von 70 PädagogInnen unterrichtet werden. „Durch den Synergieeffekt, den die Unterbringung von drei Schulen an einem Standort bringt, können auch die Errichtungs- und Betriebskosten verringert werden“, zeigt sich Peter Schröder zufrieden.
„Wir haben aber auch bereits in den vergangenen Jahren massiv in unsere Schulen investiert“, so Schröder. Im Jahr 2006 wurden in den Umbau bzw. die Erweiterung der Hauptschule rund 1,4 Mio. Euro und im Jahr 2009 rund 160.000 Euro in die Sanierung der Volksschul-Turnhalle investiert.
Derzeit besuchen rund 1.100 SchülerInnen aus Oberndorf, der Region, dem angrenzenden Oberösterreich und dem benachbarten Bayern die Schulen unserer Stadt“, freut sich Peter Schröder. „Fünf Pflichtschulen, darunter ein Sonderpädagogisches Zentrum und eine Polytechnische Schule für die Region, eine Volks- und eine Schwerpunkthauptschule, eine Bundeshandelsakademie sowie Bundeshandelsschule und nun die Erweiterung des Bildungsangebotes durch ein Oberstufenrealgymnasium sind ein beeindruckendes Bildungsangebot“, so Burgstaller.
Bundesoberstufenrealgymnasium Oberndorf: Aufnahmeverfahren beginnt
Am 11. Februar 2011 beginnt das Aufnahmeverfahren für die erste Klasse des Oberstufenrealgymnasiums Oberndorf. „Damit haben junge Menschen erstmals die Möglichkeit, in Oberndorf ein ORG zu besuchen“, freut sich Bürgermeister Peter Schröder. Inhaltlich wird das ORG mit einem musikpädagogischen Schwerpunkt ausgestattet, aber auch den Fremdsprachen wird ausreichend Platz eingeräumt. „Mit dem ORG Oberndorf wird die Angebotspalette für junge Menschen erweitert, aber auch ein klares Signal in Richtung Dezentralisierung gesetzt“, ergänzt Burgstaller. Das Aufnahmeverfahren endet am 4. März 2011.
Modernes integratives Gesundheitszentrum
Mit Investitionen von rund 41,4 Millionen Euro wurde und wird das Krankenhaus Oberndorf aus- bzw. neugebaut. „Damit ermöglichen wir den Flachgauerinnen und Flachgauern eine wohnortnahe Versorgung und haben ein Modell für die Zukunft geschaffen“, so LHF Gabi Burgstaller. „Das PPP-Modell des Krankenhauses Oberndorf hat großes internationales Interesse hervorgerufen. Wir haben dieses Modell bereits in Liechtenstein präsentiert“, ergänzt Peter Schröder.
Das medizinische Leistungsangebot wird zukünftig um 30 orthopädische Akutbetten, 60 Rehabetten (Orthopädie und Unfall-/Neurochirurgie), vier Überwachungsbetten und ein Ärztezentrum erweitert. „Das Rehazentrum schafft mit einem Investitionsvolumen von 11,7 Millionen Euro 60 zusätzliche Arbeitsplätze für die Region. Damit bietet das Gesundheitszentrum insgesamt 220 Arbeitsplätze. Mehr Steuereinnahmen für Oberndorf sind ein weiterer positiver Effekt“, so Peter Schröder. Das Rehazentrum soll Mitte 2011 in Betrieb gehen, die Fertigstellung des Ärztezentrums erfolgt voraussichtlich Ende 2012.
Auch im Bereich der Fachärzte bittet Oberndorf ein umfangreiches Spektrum. „Wir haben unter anderem Fachärzte für Dermatologie, Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohren, Psychiatrie, Zahn- Mund- und Kieferheilkunde, Kinderheilkunde und einen Gynäkologen“, so Schröder. Ergänzt wird dieses umfangreiche Angebot durch ein reichhaltiges physiotherapeutisches Angebot und Psychologen. Weitere Fachärzte in den Fächern Urologie, Neurologie, Radiologie und ein zusätzliches Angebot in der Augenheilkunde, Gynäkologie und Dermatologie werden in naher Zukunft benötigt.
Pflege: Verwaltungsgemeinschaft der Seniorenwohnhäuser
„Mit der Verwaltungsgemeinschaft der Seniorenwohnhäuser Oberndorf und Bürmoos haben wir im Bereich der Pflege ein Vorzeigemodell ausgearbeitet. Dadurch können wir vor allem im Bereich des Verwaltungsaufwands Kosten sparen und Synergien nutzen“, so Peter Schröder. Derzeit arbeiten in beiden Häusern rund 100 Personen. „Wenn es an einem Dienstort einen personellen Engpass gibt, kann rasch reagiert werden“, beschreibt Gabi Burgstaller einen der Vorteile der Verwaltungsgemeinschaft.
„Die Verwaltungsgemeinschaft funktioniert dank einer sehr guten Zusammenarbeit mit dem Bürmooser Bürgermeister Peter Eder jun. sehr gut“, so Schröder. Neben Oberndorf und Bürmoos sind auch die Flachgauer Gemeinden Anthering, Lamprechtshausen, St. Georgen, Nussdorf, Dorfbeuern und Göming nutzungsberechtigt.
„Um den Standard der Pflege und Betreuung auf einem hohen Niveau zu halten, gibt es ständige Anpassungen und Verbesserungen“, so Schröder. „Vor allem die Angebote der Kurzzeitpflege und Tagesbetreuung sind für die pflegenden Angehörigen besonders wichtig“, hebt Burgstaller hervor.
Schwerpunkt: Kinder und Jugendliche
„In Oberndorf legen wir auch auf unsere Jüngsten sehr viel Wert. Jedes Kind bekommt einen Kindergartenplatz“, betont Peter Schröder. Derzeit gibt es in Oberndorf 3 Kindergärten mit mehr als 200 Kindern, in zwei Kindergärten jeweils eine alterserweiterte Gruppe und in einem Kindergarten noch zusätzlich eine Krabbelstube mit zwei Gruppen. „Dafür nimmt die Gemeinde mehr als 500.000 Euro zusätzlich in die Hand“, so Schröder.
„Damit den Kindern auch in den Ferien nicht langweilig wird, gibt es gemeinsam mit der Nachbargemeinde Laufen ein umfassendes Programm an Ferienaktivitäten. Darüber hinaus stellt die Stadt Oberndorf für das integrative Feriencamp im Sonderpädagogischen Zentrum die Infrastruktur zur Verfügung“, so Schröder.
„Wir stellen die Räumlichkeiten für das Jugendzentrum, in dem inhaltlich in sozial relevanten Fragen gearbeitet wird, zur Verfügung. Auch die Jugendanlaufstelle wird bestens angenommen“, ergänzt Schröder. „Im Bereich der Sport- und Jugendförderung investieren wir jährlich rund 130.000 Euro. Die Vereine haben einen unschätzbaren Wert für das Funktionieren der Gemeinschaft im Ort“, so Schröder.
Alle Jugendlichen bis 18 Jahre erhalten in den Ferienzeiten Freifahrtscheine für die Lokalbahn. „Dafür nehmen wir jährlich rund 15.000 Euro in die Hand“, so Schröder. Mit dem sogenannten S-Pass ist für 15-19-jährige eine ganzjährige Ermäßigung bei der Lokalbahn auch außerhalb der Ferien möglich. “Die Kosten dafür übernimmt die Stadtgemeinde“, so Schröder.
Sozial gerechtes Oberndorf
Die soziale Infrastruktur ist in Oberndorf ebenfalls vorbildhaft. Es gibt Beratungsstellen aller Art, ein Eltern-Kind-Zentrum, die Lebenshilfe mit Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Essen auf Rädern und vieles mehr.
„In vielen Bereichen ist Oberndorf eine Vorzeigegemeinde. Bildung, Gesundheit und Pflege sind dabei nur einige Schwerpunkte. Gerechtigkeit für alle Generationen wird in Oberndorf groß geschrieben“, freut sich LHF Gabi Burgstaller
„Den Weg für ein sozial gerechtes Oberndorf werden wir konsequent weiterverfolgen“, so Schröder abschließend.