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Oberndorf erhält Gesundheitszentrum

Beate Anglberger

 

Oberndorfs Bürgermeister Peter Schröder stellte in einem Pressegespräch, unter anderem mit BM Alois Stöger und LHF Gabi Burgstaller, das Vorzeigeprojekt „Integriertes Gesundheitszentrum“ im Bereich des Krankenhauses Oberndorf vor. Mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 42 Mio Euro wird bis 2013 ein modernes Gesundheitszentrum entstehen. Diese zukunftsorientierte und -weisende Einrichtung wird den Krankenhaus-Versorgungsauftrag für den Flachgau Nord und das angrenzendes Innviertel langfristig sichern. Der positive Nebeneffekt; der zusätzlich entstehende Wirtschaftsfaktor tut der Region gut.

Schon nach einem Jahr positive Bilanz.
Erst ein Jahr ist es her, dass sich die Stadtgemeinde Oberndorf, unter allgemeiner großer Skepsis, entschlossen hat, das Krankenhaus gemeinsam mit der VAMED-Gruppe in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft zu führen. Die Bilanz fällt positiv aus. Strukturen wurden verbessert und gestrafft, sowie diverse Einsparungspotentiale, vor allem im Einkauf, umgesetzt. Das Resümee über ein Jahr PPP (Public Private Partnership)-Gesellschaft zog Primarius Umlauft so: „Die zum Teil sehr unterschiedlichen Positionen wurden kontroveresiell aber doch sehr konstruktiv geführten und erlaubten uns in der Folge, all die getroffenen Maßnahmen ohne Mitarbeiterkündigungen umzusetzen. Ganz im Gegenteil, der ärztliche Dienst konnte  aufgestockt werden,“ zeigte sich der ärztliche Leiter zufrieden. Gottfried Koss, (VAMED-Gruppe), für die organisatorische Entwicklung verantwortlich, weißt neben der guten Zusammenarbeit unter anderem auf die wirtschaftlichen Strukturen hin. „Bereits im ersten Jahr konnte die Auslastung des Krankenhauses von 67% (2007) auf 80% (2008) erhöht werden“, so Koss.


Aufgrund der guten Zusammenarbeit von Stadtgemeinde, Krankenhaus, VAMED, PVA und der Auftrag des Landes Salzburg die Krankenhäusliche Versorgung in der Region zu sichern, war die Weiterentwicklung zu einem Gesundheitszentrum naheliegend. Auch die gute Versorgung mit Seniorenwohnhäusern in der Region war für diese Entscheidung ein maßgebender Punkt.

Integriertes Gesundheitszentrum
Neben dem Umbau bzw. Neubau des Krankenhauses entstehen ein Rehabilitations- sowie ein Ärztezentrum. Entsprechend den Vorgaben des Strukturplans Gesundheit für Salzburg (SGS 2010) wird das Krankenhaus nach Fertigstellung die Fachbereiche Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie und Akutgeriatrie/Remobilisation erbringen. Diese Neustrukturierung wird mit 25,2 Mio budgetiert, wobei das Land Salzburg sich erheblich (84%) bei der Finanzierung beteiligt.
Im Rehazentrum, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knappen 12 Mio. Euro entstehen 30 orthopädische und 30 unfall-/neurochirurgische Betten und somit zusätzliche 60 neue Arbeitsplätze. Die räumliche Nähe der Orthopädie im Krankenhaus und der Rehaeinrichtung bilden eine ideale Ergänzung und werden kurze Zeitspannen von OP-Nachversorgung-Reha erlauben. Die Inbetriebnahme ist für den Oktober 2011 geplant.


Ein weiteres neues Geschäftsfeld der VAMED-Gruppe ist die Errichtung eines Ärztezentrums. Sechs oder sieben Fachärzte sollen hier einziehen. Bürgermeister Schröder kennt das Problem des Fachärztemangels der Region nur zu gut und fordert in diesem Zusammenhang bei der Etablierung dieser, das die Gebiete Augen, Urologie, Dermatologie wie auch Radiologie unbedingt berücksichtigt werden.
„Die Konstellation, Akutkrankenhaus, Rehab und Ärztezentrum mit mehreren Fachärzten ist in dieser Form in Österreich einzigartig“, so BM Stöger. „Das geplante Vorhaben stellt ein Referenzprojekt dar, das sich für andere ähnlich gelagerte Krankenhaussituationen als Vorbild eignen wird.“


Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hebt den Mut von Bürgermeister Schröder hervor, der sich trotz vieler kritischer Stimmen, für das Modell mit der VAMED-Gruppe entschieden hat, um das Krankenhaus in eine gute Zukunft zu führen. „Die Gemeinde ist ja weiterhin 100%iger Eigentümer, und damit bleibt auch in Zukunft gesichert, das die öffentliche Hand das Gesundheitswesen steuert. Und zwar für alle Bevölkerungsschichten, egal ob reich oder arm. Was in Zeiten dieser wirtschaftlichen Turbulenzen wichtiger ist den je.“ Als zuständige Gesundheitsreferentin des Landes Salzburg hob Burgstaller hervor, das es ganz wichtig ist, Wohnortnahe Gesundheitseinrichtungen zu erhalten bzw. diese zu verbessern und auszubauen.