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SalzART am Sonntag – Aprilwetter und 50 Grad

Klangbogen Europasteg am 19. Juni 2011

Beim einzig wettersicheren Eröffnungskonzert in der Laufener Stiftskirche stimmten Streichorchester, Flötenquartett, Gesang, Cello Duo und Trompete auf das abwechslungsreiche Programm dieses Sonntagnachmittags ein. Und wenn ein Schüler ausfällt, dann setzt Festival-Leiter Reinhold Wieser auch schon mal selbst die Trompete an die Lippen, damit das Publikum auf seine Kosten kommt – nebenbei bemerkt: Der ganze Klangbogen war eine kosten-frei zugängliche SalzART-Veranstaltung.
 

Wo man singt… mit Sabine Zaunschirm

Glücklich schafften auch die Kinderchöre aus St. Pantaleon, St. Georgen und Oberndorf unter der Leitung von Sabine Zaunschirm sowie ihr Oberndorfer Jugendchor auf dem Rupertusplatz in Laufen ihre Lieder mit Tanzeinlagen zu präsentieren. Von Sonnenschein bis zu kühlen Windböen und einigen ersten Regentropfen spannte auch Petrus einen weiten Bogen an Wettererscheinungen – zu guter Letzt ging sich aber sogar noch die gemeinsame Zugabe aller vier Chöre aus.
 

Musikum-Instrumentalisten und Bläserklasse L´hausen

Als nächster fester Programmpunkt präsentierten KlavierschülerInnen des Musikum Oberndorf ihr Können – was mangels Ansage neben den Aufbauarbeiten der Bläserklasse Lamprechtshausen leider etwas in den Hintergrund trat. Ab dem Auftritt der Bläserklasse unter der Leitung von Thomas Bernegger stellten immer wieder einsetzende Regengüsse das Publikum und die Musizierenden auf die Probe.
 

BüLaOd und All Star Dixie Combo

Die Hartgesottenen, die sich nach dem Jugendorchester "BüLaOd" unter Igor Oder immer noch nicht Vom Stille-Nacht-Platz schwemmen ließen, kamen schließlich noch in den Genuss der All Star Dixie Combo mit Bandleader Ferdinand Schmitzberger.
 
Zum gemütlichen Aus-Klang bogen etliche Besucher noch ins Stille Nacht Cafe ein, wo bald darauf schon der Salzburger Schriftsteller Dr. Christian Weingartner eintraf.
 

Stadtballaden von Christian Weingartner

Bis über den letzten Platz hinaus drängte sich das Publikum im kleinen Festraum des Stille Nacht Museums Oberndorf. Weingartner trug in gemessenem Tonfall und alles andere als aufdringlich eine Auswahl seiner „Stadtballaden“ vor. Vom „Lieblingsitaliener“ in der Fuzo nahezu nahtlos „hineingekipferlt in einen Kaffeevormittag“ bannte er das Publikum in die leisen Zwischenebenen urbanen Lebensgefühls, bis er schließlich die Regenraben in den Himmel aufsteigen ließ, „der sein Maul weit öffnete und die ganze Stadt verschlang.“
 

Robert Ebners Klangbilder aus dem Akkordeon

Robert Ebner, Akkordeon-Virtuose und Lehrer am Musikum Oberndorf, entwarf zwischen den Texten kongenialen Klangbilder, die einer Fortsetzung des Lesens mit anderen Mitteln glichen. Der für das Instrument wenig geeigneten Akustik zum Trotz fing Ebner mit Bravour die Schwingungen der Stadtballaden ein und übertrug sie in immer wieder überraschender Form auf das Publikum.
 
Mit Stadtballaden brachte Dr. Christian Weingartner bereits sein sechstes Buch heraus, das dritte im Arovell-Verlag. Mehr auf der Homepage des Autors.

Text und Bilder von Thomas Haas