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St. Georgen kombiniert Sonne und Holz

In St. Georgen im Flachgau wurde am Freitag, 2. Juli, das Biomasseheizwerk von Landesrat Sepp Eisl eröffnet. Schülerinnen und Schüler der Gemeinde gestalteten künstlerisch die freistehenden Pufferspeicher. "Hier ist etwas Einzigartiges gelungen. Die Kinder haben mit ihrem Engagement dem Thema Energie und der gesamten Anlage ein Gesicht verliehen. Mit ihren künstlerischen Arbeiten bringen sie Umweltfreundlichkeit, Wärme und Nachhaltigkeit zum Ausdruck. Dadurch wird das Thema Energie weitum sichtbar", betonte Energiereferent Landesrat Sepp Eisl bei der Eröffnung.

Der gesamte Ort steht hinter dieser neuen Anlage, und vor allem Bürgermeister Fritz Amerhauser ist stolz: "Ich danke allen Energiepionieren für ihre unermüdliche Arbeit. Das Team rund um Obmann Johann Niedermüller hat herausragende Arbeit geleistet." Der Obmann zum gelungenen Heizwerk: "Wir wollen Energie aus dem heimischen Wald gewinnen und unsere Kunden mit sauberer Wärme versorgen." Die Investition bzw. Förderung von Biomasseanlagen ist sehr effizient. Um eine Tonne CO2 einzusparen, reichen bei Biomasse rund zwölf Euro an Förderung. Es gibt keine andere Anlage zur Erzeugung von erneuerbarer Energie, die mit so geringem Fördergeldeinsatz dieselbe Wirkung erzielt.

Das neue Biomasseheizwerk versorgt 23 Wärmeabnehmer, darunter die Schule Obereching und die Sternhäuser St. Georgen und setzt gleichzeitig auf Sonne und Holz als Energieträger. 246 Quadratmeter Solardachfläche erzeugen 86.000 Kilowattstunden an Wärme und ersetzen damit 8.600 Liter Heizöl, was eine Einsparung von 23 Tonnen CO2 bedeutet. 2009 wurden 285 Tonnen Hackschnitzel zu 683.000 Kilowattstunden Wärme umgewandelt, das entspricht einer Einsparung von 70.000 Liter Heizöl bzw. 185 Tonnen CO2. Seit 2008 wurden 480.000 Euro in das Biomasseheizwerk investiert, im Endausbau werden 350.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart.