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Vielfältiges Betreuungsangebot für Salzburgs Kinder in den Ferien

"Vor allem berufstätige Eltern möchten ihre Kinder in den Sommerferien gut betreut wissen. Neun Wochen Ferien sind vor allem dann schwierig zu bewältigen, wenn es keine Großeltern oder andere Betreuungspersonen in der Familie gibt", betonte die für Familie und Generationen ressortzuständige Landesrätin Doraja Eberle am Dienstag, 25. Mai, bei einem gemeinsamen Informationsgespräch mit Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, bei dem auf das vielfältige Ferien-Betreuungsangebot in Stadt und Land Salzburg hingewiesen wurde.

Land und Stadt haben sich wieder darum bemüht, ein bedarfsgerechtes, kinderfreundliches und abwechslungsreiches Angebot für die Ferienzeit zusammenzustellen. "Kinder sollen in den Sommerferien Spaß und Abenteuer erleben und Kinder sein dürfen und nicht das Gefühl haben, eine Belastung zu sein", wünscht sich Landesrätin Eberle.

Um zusätzliche Kosten für neue Projekte oder zusätzliches Personal für die Ferienbetreuung abdecken zu können, steht auch heuer wieder Geld aus den Ressorts Kinderbetreuung und Familie zur Verfügung: 2009 wurden 112.250 Euro für Ferienbetreuungsprojekte ausgegeben; davon 45.900 Euro für integrative Ferienbetreuungsprojekte. Für 2010 gehen laufend Förderanträge ein.

In den Bezirken des Landes wurden durch das Referat für Kinderbetreuung in allen Kinderbetreuungseinrichtungen die Möglichkeiten der Betreuung in den Ferien erhoben. Die gesammelten Daten – Öffnung, Betreuungszeiten, Altersbereiche, Aufnahme von Gastkindern, Angebot eines Mittagstisches – stehen unter www.salzburg.gv.at/ferienprogramme auf der Website des Landes zur Verfügung.

"Es ist mein großes Ziel, die Gemeinden untereinander zu vernetzen – durch eine Abstimmung der Schließzeiten innerhalb der Gemeinde und zwischen benachbarten Gemeinden, aber auch durch die Aufnahme von Gastkindern aus anderen Gemeinden bei freien Betreuungsplätzen. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, eine durchgehende Betreuung der Kinder in den Ferien zu ermöglichen. Erfreulicherweise sind immer mehr Gemeinden bereit, solche Lösungen anzubieten, und ich bin für diese gute Kooperation sehr dankbar", so Landesrätin Eberle.

Waren es im Flachgau 2006 noch 18 Gemeinden, so sind es heuer bereits 26 der 37 Gemeinden, die bereit sind, Gastkinder aufzunehmen. Im Tennengau erfolgte eine Steigerung der Einrichtungen, die Gastkinder aufnehmen, von neun im Jahr 2009 auf 16 Einrichtungen 2010. In Berndorf hat der Gemeindekindergarten durchgehend geöffnet. In Oberndorf hat ein Gemeindekindergarten durchgehend geöffnet, die übrigen Gemeindeeinrichtungen haben nur eine Woche geschlossen.

Von den 28 Gemeinden im Pinzgau sind es 15 Gemeinden, die zumindest in einer Einrichtung beziehungsweise abwechselnd eine Öffnung bis in den August beziehungsweise sogar in den September hinein anbieten.

Im Lungau hat "Kinderland Pagitsch" durchgehend geöffnet und die Arche Noah nur eine Woche geschlossen.

Im Pinzgau haben die Gemeindekindergärten in Bruck an der Glocknerstraße durchgehend geöffnet. In Zell am See haben die gemeindeeigenen Kinderbetreuungseinrichtungen bereits seit mehreren Jahren – und heuer wieder – während der Sommerferien sieben Wochen geöffnet. Mittersill deckt die Betreuung der Kinder über acht Wochen hin in wechselnden Einrichtungen ab (Kombination von Gemeindekindergarten, privaten Einrichtungen und Ferienbetreuung der Caritas).

Dass das Bemühen der Gemeinden um eine Ausweitung der Öffnungs- und Betreuungszeiten der Gemeinden nicht immer erfolgreich ist, hat mitunter auch damit zu tun, dass bei Elternbefragungen über den Betreuungsbedarf im Sommer vorerst großes Interesse gezeigt wird, schlussendlich aber dann nur wenige Kinder tatsächlich Betreuungsbedarf haben, was ein Offenhalten aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht rechtfertigt.

Ferienangebote im Land Salzburg

Eine Übersicht der Ferienangebote im Bundesland Salzburg finden interessierte Familien ebenfalls unter www.salzburg.gv.at/ferienprogramme im Internet. Dort präsentiert sich ein buntes Programm an sportlichen, kreativen sowie naturverbundenen Aktivitäten. Für Jugendliche, die ein Sommercamp im In- oder Ausland suchen, finden diese eine entsprechende Übersicht von Akzente Salzburg.

Um die Gemeinden, örtliche Vereine sowie Organisationen bei der Erstellung eines Sommerprogramms im Vorfeld zu unterstützen, wurde heuer erstmals die Broschüre "Sommer_Initiative_2010 für Tennengauer und Flachgauer Gemeinden" – eine Kooperation von Forum Familie und Akzente – präsentiert. In dieser Broschüre wurden bunte und abwechslungsreiche Veranstaltungsangebote von diversen Einrichtungen zusammengestellt und mit Hinweisen auf Ansprechpartner für ein unverbindliches Informationsgespräch versehen.

Vielfältige Betreuung in den Bezirken

In der Stadt Salzburg wird die bereits bewährte Kooperation zwischen Kolpinghaus Salzburg und Insel-Haus der Jugend fortgesetzt. Unter dem Titel "Sommer-Spaß 2010" bieten Insel-Haus der Jugend (12. Juli bis 13. August) und Kolpinghaus (16. August bis 10. September) Sport-, Kreativ- und Freizeitangebote an. Darüber hinaus bieten zahlreiche Institutionen – von der Katholischen Jungschar über den Verein Spektrum bis zur Sportunion – sowie private Initiativen ein breit gefächertes Angebot für verschiedene Altersgruppen in der Stadt Salzburg an. Was das Ferienprogramm in den Bezirken betrifft, so hängt das von den einzelnen Gemeinden organisierbare Ausmaß an Ferienbetreuung wesentlich von der Größe einer Gemeinde ab. "Trotzdem haben wir das erfreuliche Ergebnis, dass sich fast jede Gemeinde, hier insbesondere auch die Vereine, in der Ferienbetreuung für Kinder engagiert und das Angebot insgesamt steigend ist", stellte Landesrätin Eberle fest.

Die folgenden Beispiele stellen eine Auswahl dar und sollen einen Eindruck von der Vielfalt des Angebots vermitteln:

Das Bürger/innenservice in Neumarkt am Wallersee bietet auch heuer wieder sechs Wochen Ferienbetreuung für Volksschulkinder an. Wochenthemen (Sport, Natur, Musik, Vorbereitung für das neue Schuljahr etc.) beinhalten spannende, vielfältige und abwechslungsreiche Ausflüge, Spiele und Angebote (12. Juli bis 10. September).

In Seekirchen am Wallersee gibt es heuer erstmals die "Schüleruniversität": Kinder studieren und führen eine Universität in spielerischer Form (6. bis 10. September; Privatuniversität Schloss Seeburg in Kooperation mit dem Verein Spektrum).

In Hallein gibt es heuer erstmals die durchgehende ganztägige neunwöchige Ferienbetreuung "Ferien im KibeHaus" des privaten Betreibers Rainer Lehenauer für Sieben- bis 15-Jährige: Das Konzept ist an Maria Montessori orientiert. Schwimmen, Holzhaus bauen, Ausflüge zum Tennengauer Cleverix, Computer-Workshops, Schreibwerkstatt, Skaten, Streetsoccer, Beach-Volleyball und vieles mehr stehen auf dem Programm (12. Juli bis 10. September).

In St. Veit im Pongau findet heuer ein Theater-Camp statt: Im Mittelpunkt des Camps stehen die Kreativität und der Spaß am Theater. Trainiert werden dabei Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Entdecken der Phantasie und das Gruppengefühl (12. bis 15. August, Salzburger Amateurtheaterverband).

Im Lungau bietet das Hilfswerk Salzburg an den Standorten Schönfeld Turnerhütte, Tamsweg, Unternberg und Zederhaus Feriencamps mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Die Idee dabei ist, Attraktionen der Region zu nutzen und damit ein attraktives Ferienprogramm zu erstellen. Und in Rauris Astenschmiede findet das Jugendcamp Nationalpark Hohe Tauern statt, das Umweltbildung, Wasserschule, Wanderungen, Wildtierbeobachtung, Rafting und vieles mehr anbietet (25. bis 31. Juli; Nationalpark Hohe Tauern).

Integrative Ferienprojekte für Kinder mit besonderen Bedürfnissen

"Da mir die Angebote für Kinder mit besonderen Bedürfnissen besonders am Herzen liegen, freue ich mich, dass heuer zum zweiten Mal wieder in allen Bezirken integrative Ferienbetreuung angeboten wird: 20 integrative Ferienprojekte finden an zwölf Orten im Land Salzburg statt", so Landesrätin Eberle. Die einige Zeit bestehende Lücke im Tennengau wurde bereits vergangenes Jahr durch das Angebot der Caritas Salzburg in Kooperation mit dem Sozialpädagogischen Zentrum und der Stadt Hallein geschlossen.

"Vor allem Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen, die im Alltag enorm gefordert sind, bekommen durch integrative Ferienprojekte eine Verschnaufpause, wissend, dass ihre Kinder gut betreut werden. Aber auch die Kinder selber erleben durch diese Angebote eine Auszeit: Gemeinsam Freizeit erleben und durch Spiel und Spaß mit- und voneinander Lernen stehen im Mittelpunkt der Betreuung", so Landesrätin Eberle.

Besonders hilfreich für Eltern sind die mehrwöchigen Angebote in Elsbethen, Tamsweg, St. Anton in Bruck an der Glocknerstraße und Oberndorf. Eine Zusammenstellung aller integrativen Angebote ist ebenfalls unter www.salzburg.gv.at/ferienprogramme zu finden.

Hilfestellungen durch Forum Familie

Die Elternservicestelle des Landes, Forum Familie, bietet allen Eltern, die einen Platz in den Ferien (oder auch während des Jahres) suchen, Hilfe an. Forum Familie gibt unter anderem einen Überblick über sämtliche Möglichkeiten der Kinderbetreuung, von Tageseltern über Krabbelgruppen bis hin zur Schulkindbetreuung in der jeweiligen Region. Die Mitarbeiterinnen stehen in engem Kontakt zu den Gemeinden und Betreuungseinrichtungen und können so einen geeigneten Betreuungsplatz suchen.

"Forum Familie ist ganz wesentlich daran beteiligt, dass die Ferienbetreuung im Land Salzburg Jahr für Jahr bedarfsorientiert ausgebaut und optimiert wird. Versorgungslücken werden erkannt, und darauf aufbauend werden gemeinsam Lösungen für die folgenden Jahre gesucht", sagte Landesrätin Eberle. Die Kontaktdaten zum Forum Familie im Bezirk finden sich unter www.salzburg.gv.at/forumfamilie im  Internet.

Freizeitlandkarte mit Ausflugtipps

Es gibt im Land Salzburg eine große Zahl an lohnenden Ausflugszielen. Eine Vielzahl davon wird in der heuer erstmals für das Land Salzburg aufgelegten "Freizeitlandkarte" zusammengefasst. Viele der Anbieter sind Familienpasspartner und gewähren Familien, die einen Familienpass vorweisen, Vergünstigungen. Die Freizeitlandkarte wird ab Juni beim Referat für Familie und Generationen und beim ÖAMTC aufliegen.

"Mein Anliegen ist es, den Familien Anreize zu bieten, mehr Zeit miteinander zu verbringen, denn gemeinsame Zeit ist kostbar für Eltern und Kinder. So wünsche ich mir, dass unsere Salzburger Familien den Sommer auch für gemeinsame Freizeiterlebnisse nutzen und die Freizeitlandkarte Anregungen dazu liefert", so Landesrätin Eberle abschließend