Um Wald, Glaserzeugung und Bierkultur im Flachgau geht es am Sonntag, 3. Juli, von 9.30 bis 15.00 Uhr, im Gemeindezentrum Bürmoos bei der zweiten Veranstaltung der Reihe "Unser Wald hat‘s in sich!". Das Land Salzburg, der Bund und die Europäische Union unterstützen diese Veranstaltungsreihe des Vereins "IKES – Immaterielles KulturErbe Salzkammergut" im UNO-Jahr der Wälder 2011. Der Eintritt ist kostenlos, die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt."
Die Veranstaltung in Bürmoos steht unter dem Motto "Wald:Glas:Biergenuss: vom Moorwald zum Trinkgenuss – über Wald, Glaserzeugung und Bierkultur im Flachgau". Auf dem Programm stehen am Vormittag unter anderem eine Fahrt im Pferdegespann zum Zehmemoos, eine Wanderung mit Führung durch den Moorwald zum Torfstich und eine Ausstellung zur Geschichte von Bürmoos.
Ab 12.15 Uhr folgen Vorträge von
- Mag. Dr. Lucia Luidold (Leiterin Salzburger Volkskultur) zum Thema "Wissen und Können! Was ist Immaterielles Kulturgut?",
- Reinhard Kaiser (Obmann Torferneuerungsverein Bürmoos) über "Moorwald, Torfstich und Glashütte in Bürmoos",
- Augustin Kloiber (Kustos Heimatkundliches Museum St. Gilgen am Wolfgangsee) zum Thema "Die fürsterzbischöfliche Glashütte St. Gilgen",
- Fritz Kreis (Kunstglaserzeugung Salzburg) zum Thema "Erzeugung des Wolfgangiflascherls als Kunst alter Glasblastechnik",
- Dipl.-Ing. Wolfgang Fizek (Bezirksforstinspektor Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung) über "Der Flachgauer Wald heute",
- Christian Spielbichler (Glasfachschule Kramsach) über "Entstehung eines Trinkglases: Arbeit des Glasbläsers – praktische Vorführung",
- Johanna Panholzer und Robert Paganal (Trumer Privatbrauerei) zum Thema "Bier, Bierglas und Bierverkostung" sowie
- Landesforstdirektor Dipl.-Ing. Michael Mitter.
Das genaue Programm zum Ausdrucken finden Sie hier.
Anmeldung und Auskünfte gibt es unter gemeinde@buermoos.at per E-Mail sowie unter www.ikes.eu im Internet.
"Wald war und ist auch im Flachgau ein wichtiger Rohstofflieferant für die Herstellung verschiedener Produkte. Erstaunlich ist, in welchen Produkten Holz direkt oder indirekt vorhanden ist", betonte Landesrat Eisl, der auf die Bedeutung des Waldes im nördlichsten Bezirk des Landes hinwies. "Einer dieser Produkte ist Glas – ein Rohstoff, der aus unserem Leben und vor allem aus unserer Kultur nicht mehr wegzudenken ist. Es sind viel Wissen, handwerkliches Können und kulturelle Leistungen nötig, um aus Pottasche vom knorrigen Baum, Quarzsand, Soda und nicht zuletzt mit Hilfe der Energie vom Torf aus dem Moor, Glas zu erzeugen sowie dieses in weiteren Arbeitsschritten zu formen und zu färben. Kunstvolle Gegenstände sind dabei entstanden: ob als bunte Kirchenfenster, kunstvoll gestaltete Fläschchen oder nützliche Trinkgefäße."
Aus dem Wald entsteht Kultur
Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Darstellung der immateriellen Kulturleistung der Gesellschaft, aus dem Wald Güter und Kulturgüter zu erzeugen, ohne die ein Leben nicht mehr vorstellbar ist. Ausgehend von Kulturgütern, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt mit Wald in Verbindung bringt, wird der Weg dazwischen schrittweise dargestellt. Dabei werden folgende Begriffspaare bearbeitet:
- Wald und Musik (Lungau),
- Wald und Gesundheit (Pinzgau),
- Wald und Essen (Pongau),
- Wald und Mode (Tennengau),
- Wald und Glas (Flachgau) sowie
- Wald und Geschichte (Stadt Salzburg).
Der Auftakt fand am 29. April in Ramingstein zum Thema Wald und Musik statt. Weitere Termine von "Unser Wald hat‘s in sich!" sind am
- Samstag, 27. August, ab 14.00 Uhr, im Heimatmuseum Schloss Ritzen in Saalfelden, am
- Samstag, 8. Oktober, 16.00 bis 19.30 Uhr, im Augustinerbräu Mülln, Saal III Gambrinussaal in Salzburg sowie am
- Freitag, 18. November, ab 17.00 Uhr im Rupertikeller in Hallein-Kaltenhausen. Veranstalter der Projektreihe ist der Verein "IKES – Immaterielles KulturErbe Salzkammergut" in Kooperation mit lokalen und überregionalen Partnern.
Weitere Informationen gibt es auf www.ikes.eu unter "Veranstaltungen".
Bei diesen Veranstaltungen sollen die Besucher beziehungsweise Teilnehmer mit einer Mischung von Vortrag, aktiver Teilnahme und Kulturgenuss für das Thema begeistert werden, um einen nachhaltigen Eindruck für die Leistungen des Waldes einerseits und der kulturellen Leistung der Gesellschaft andererseits zu bekommen. Teilnehmen kann die gesamte Bevölkerung, alle Alters-, Berufs- und Gesellschaftsgruppen werden angesprochen. Die Informationen werden für Laien verständlich, fachlich kompetent und vielfältig aufbereitet. Geplant ist, die Teilnehmer aktiv in das Konzept miteinzubeziehen.
Salzburger Landeskorrespondenz