Anlässlich des Tages des Wassers feierten der
Wasserverband Salzburger Becken (WSB) und die Gemeinde Bürmoos am 22. März die symbolische Er-Öffnung der neuen WSB-Wasserschiene ins Ortswassernetz von Bürmoos. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, WSB-Obmann Bgm Franz Tiefenbacher, WSB-Geschäftsführer Josef Pultar, der Bürmooser Bürgermeister Peter Eder und Altbürgermeister Martin Se

eleithner würdigten bei einem kleinen Festakt an der Übergabestelle unweit des Lokalbahnhofes Lamprechtshausen den erfolgreichen Abschluss zähen Ringens um eine sichere Wasserversorgung für die Gemeinde Bürmoos.
Das Bürmooser Wasserthema beschäftigte schon beinahe Jahrzehnte die Gemeindepolitik, die umliegenden Gemeinden samt Wassergenossenschaften, den WSB und schließlich - wie sich die Landeshauptfrau mit spürbarer Erleichterung erinnerte - auch die Landesregierung. Ausgehend von der problematischen Versorgungslage mit gutem Trinkwasser in der flächenmäßig kleinen aber dicht besiedelten "Moor"-Gemeinde Bürmoos wurde schon in den 1990er-Jahren intensiv um die Realisierung eines regionalen Wasserverbandes mit gemeinsamen Resourcenmanagement und Versorgung über eine Ringleitung diskutiert - ergebnislos.

Über zwei Brunnen im Gemeindegebiet von St Georgen wurde dann vorerst der Bürmooser Wasserturm gespeist. Zu wenig für das rasante Wachstum der Industrie- und Pendlergemeinde befand die Landesregieerung und verhängte einen Widmungsstopp für weitere Bau- und Gewerbeflächen. Nachdem die Bürmooser auch in angedachten "bilateralen" Lösungen mit einzelnen Nachbargemeinden nicht die optimale nachhaltige Sicherheit in der Wasserversorgung sahen wurde schließlich 2007 der Beitritt zum Wasserverband Salzburger Becken beschlossen.
Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bedankte sich vor den bei der Eröffnung anwesenden Gemeindevertretern und Journalisten bei Altbürgermeister Martin Seeleithner, der in seiner politischen Verantwortung diesen Beitritt betrieben und umgesetzt hatte. Bürgermeister Peter Eder dankte Burgstaller, dass es unter seiner Verhandlungsführung mit dem Wasserverband zu diesem für Bürmoos und die ganze Region guten Ergebnis gekommen sei. (Lesen Sie mehr zu den Ausführungen der Landeshauptfrau in der
Pressemeldung der Salzburger Landeskorrespondenz.)
Der WSB ve

rlegte 2010 als Vorleistung - nach teils schwierigen Verhandlungen mit Grundeigentümern und Gemeinden - die knapp 15 Kilometer lange Leitung von Anthering bis an die Gemeindegrenze von Bürmoos. Die Errichtungskosten von über 3 Millionen Euro tragen die Verbandsmitglieder anteilig. Die Anliegergemeinden des neuen Teilstückes profitieren insofern von der Wasserschiene, als sie bei Versorgungsengpässen oder im Katastrophenfall - man denke nur an eine Verseuchung des Grundwasservorkommens durch einen Tankwagenunfall - ein zweites Standbein sozusagen vor der Haustüre haben. "Zur sicheren Wasserversorgung braucht es zwei Brunnen", sagte Josef Pultar vom WSB; innerhalb weniger Tage könne im Notfall jedes kommunale Wassernetz entlang der Schiene notversorgt werden. Die Gemeinde Göming ließ bereits in der Bauphase - für alle Fälle - eine optionale Anschlussstelle einrichten.

Der Gemeinde Bürmoos ging es freilich, wie Altbürgermeister Martin Seeleithner betonte, nie um eine Notversorgung sondern um die dauerhafte und sichere Versorgung mit gutem Wasser. Diese sei nun mit der Anbindung an das Versorgungsnetz des WSB endlich gewährleistet. Die Gemeinde ist nun noch gefordert, ihr Ortswassernetz für die Aufnahme des Tauglwassers zu adaptieren. 500 Millionen Euro sollen laut Bürgermeister Peter Eder in den kommenden beiden Jahren investiert werden, bis alle Haushalte vom neuen Anschluss an die WSB-Wasserschiene profitieren können. Geplant ist eine Durchmischung des Tauglwassers mit dem Grundwasser aus den bestehenden Brunnen im Bürmooser Wasserturm. Der derzeit extrem hohe Härtegrad des Trinkwassers in Bürmoos könne damit bis 2013 auf 13,5 bis 14 Grad abgesenkt werden.
Beitrag und Photos: Thomas Haas