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Salzachbrücke

Neue Feuchtflächen im Bürmooser Moor

Im Bürmooser Moor bemüht sich der örtliche Torferneuerungsverein seit dem Ende des industriellen Torfabbaus das ehemalige Moorgebiet zu renaturieren. Er tut dies so erfolgreich, dass das Bürmooser Moor inzwischen zum Natura 2000-Gebiet erklärt und 2008 als Natur- und Europaschutzgebiet unter strengen Schutz gestellt wurde. Neuestes Projekt ist die so genannte Wiedervernässung des Rodinger Winkels, berichtet Dipl.-Ing. Bernhard Riehl von der Naturschutzabteilung des Landes in einem Artikel der aktuellen Ausgabe der Naturschutz-Informationsschrift "NaturLand Salzburg".

Für das Gebiet wurde ein Managementplan erstellt, der vom Torferneuerungsverein unter Federführung von Obmann Reinhard Kaiser in enger Abstimmung mit der Naturschutzabteilung Schritt für Schritt umgesetzt wird. Als das mit Abstand größte Einzelprojekt laut Managementplan steht nun die Wiedervernässung des Rodinger Winkels im Westen des Schutzgebietes an. Durch den Anstau des Rodinger Baches, Hauptvorfluter des Bürmooser Moores, mit einem flexiblen Wehr soll eine Wasser- und Feuchtfläche von insgesamt drei Hektar geschaffen werden.

Ziel ist es, den Lebensraum des Weißsternigen Blaukehlchens und anderer EU-weit geschützter Vogelarten zu verbessern und auch für Amphibien, Libellen und andere Tiergruppen neuen Lebensraum zu schaffen. Durch Absenkung des Wasserspiegels im Winterhalbjahr entstehen zudem vegetationsarme Schlickflächen, die insbesondere für durchziehende Watvögel zur Nahrungssuche genutzt werden können.

Nach einer fast zweijährigen Vorbereitungs- und Planungsphase und einem intensiven Abstimmungsprozess mit den lokalen Akteuren ist im Spätherbst der Spatenstich erfolgt. Läuft alles nach Plan, wird der wiedervernässte Rodinger Winkel ab Frühjahr 2011 für die Vogelwelt "geöffnet" sein.
 
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