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Salzachbrücke

Barrieren erleben, begreifen, abbauen

Sozialer Hilfsdienst gegründet

So wurde vor kurzem der Verein Sozialer Hilfsdienst Lamprechtshausen (SHL) gegründet. Dieser Verein wird der Gemeinde unterstehen und sich durch Mitgliedsbeiträge sowie Gemeindesubventionen finanzieren. Für 2013 hat die Gemeinde bereits 10.000 Euro budgetiert.

Die wichtigsten Aufgaben des Vereines und der Sozialbeauftragten der Gemeinde werden Hilfestellungen im psychosozialen, gesundheitlichen und im Haushaltsbereich sein. Dazu zählen beispielsweise die Unterstützung bei Ansuchen und Behördengängen, die Begleitung zum Arzt, bei Besorgungen, die Zusammenarbeit und Koordination von Hilfen (Angehörige, Nachbarn, soziale Dienste), die Unterstützung von Angehörigen sowie die Beratung in sozialen Problemlagen. Hilfestellungen im hauswirtschaftlichen Bereich, wie der Unterstützung bei der Haushaltsführung (Einkaufen, Wohnungsreinigung, Wäsche etc.), kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu.

 

„Bei uns haben immer wieder Leute angefragt, wieso wir etwa kein Essen auf Rädern anbieten“, sagt die Sozialbeauftragte Walburga Gwechenberger. Daraus und aus dem Projekt „Altern in guter Gesellschaft“ sei die Idee für einen Sozialen Hilfsdienst im Ort entstanden. Das Vorbild ist Seeham. Dort wurde der Soziale Hilfsdienst bereits 1991 ins Leben gerufen. 30 Helferinnen und Helfer, die meisten von ihnen selbst in Pension, leisten mehr als 5000 ehrenamtliche Arbeitsstunden pro Jahr. 2012 wurden 67 Menschen betreut.

 

Aktueller Schwerpunkt: Barrierefreie Gemeinde

Heuer steht in Lamprechtshausen die „Barrierefreie Gemeinde“ im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen und Angebote. Das Referat für Familie und Generationen und die Soziale Initiative Salzburg leisten hier wertvolle Unterstützung. „Wir wollen damit sichtbare und unsichtbare Barrieren in unserer Gemeinde aufzeigen, die Menschen sensibilisieren und in der Folge für mehr Barrierefreiheit sorgen“, bringt Bgm. Johann Grießner das Anliegen auf den Punkt.

 

„Mit der Bewusstseinsbildung kann nicht früh genug begonnen werden“ ist die für die Gemeindeentwicklung ressortzuständige Landesrätin Tina Widmann überzeugt. So werden in Lamprechtshausen beispielsweise auch die Hauptschülerinnen und -schüler im Rahmen des Projektes „Aus anderer Sicht I und II“ für diese Thematik sensibilisiert: Sie erfahren im Rolliparcours und im Blindenzelt Barrieren, lernen altersbedingte Beeinträchtigungen kennen und kommen mit Gehörlosen in Dialog.

 

Und die Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran: 2013 wird mit den Arbeiten zum barrierefrei erreichbaren Gemeindeamt begonnen.

 

 

Bilder Lamprechtshausen Auswahl:

Im Rahmen des Schwerpunktes „Barrierefreie Gemeinde“ hat der erste Teil des Projektes „Aus anderer Sicht I“ bereits stattgefunden. Die Schülerinnen und Schüler der Musikhauptschule Lamprechtshausen haben dabei unter anderen hautnah erfahren, was es heißt, im Rollstuhl auf eine Barriere zu treffen oder wie es sich anfühlt, nichts zu sehen.

Bildverweis: Soziale Initiative Salzburg
 
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