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Salzachbrücke

Pflege daheim weiter stärken

Bei einem Vorstellungsbesuch von Vertretern der fünf größten Sozialdienstanbieter im Bundesland Salzburg – Volkshilfe, Rotes Kreuz, Hilfswerk, Diakonie und Caritas – bei Landeshauptmann-Stellvertreter Walter Steidl betonte der Sozialreferent erneut die Wichtigkeit der ambulanten Betreuung und Versorgung von älteren Menschen in den eigenen vier Wänden: "Der Großteil der Seniorinnen und Senioren will so lange es möglich ist zuhause in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus leben. Deswegen sind mir die gute Kooperation mit den Trägervereinen und die Stärkung der ambulanten Versorgung besonders wichtig. Die bewährte Leitlinie "ambulant vor stationär" gilt auch in der Zukunft."

 

Salzburg bei Sozialen Diensten in Österreich führend

Bei den Sozialen Diensten, insbesondere der Hauskrankenpflege und der Haushaltshilfe, ist Salzburg im Österreich-Vergleich führend. Nirgendwo ist das Betreuungs- und Versorgungsnetz dichter oder besser ausgebaut. In Salzburg werden die Sozialen Dienste flächendeckend angeboten. "Sehr oft sind ältere Menschen gesund und fit, können aber einzelne Arbeiten im Haushalt nicht mehr alleine erledigen. Deswegen besteht aber noch lange kein Bedarf, sie in einem Seniorenheim unterzubringen. Das Gleiche gilt für Menschen, die aufgrund eines Gebrechens oder einer Krankheit eine pflegerische Unterstützung brauchen. Oft ist schon mit einer kleinen Unterstützung geholfen", so Sozialreferent Steidl.

In Salzburg bieten insgesamt 15 private Organisationen Hilfe bei Betreuung und Pflege an. 2011 wurden insgesamt 798.939 Stunden an Sozialen Diensten geleistet. In der Hauskrankenpflege waren es 402.102 Stunden und in der Haushaltshilfe 396.837 Stunden. Im Vergleich zu 2007 entspricht dies einer Zunahme von knapp 21 Prozent. Bis 2015 wird der Bedarf in beiden Bereichen auf rund 1,06 Millionen Stunden steigen.

 

Tageszentren und Kurzzeitpflege unterstützen Angehörige

"Tageszentren und Kurzzeitpflege sind besonders wichtig zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen. Auch hier findet ein stetiger Ausbau statt. Während es 2009 in Salzburg nur zwölf Tageszentren gab, bieten mittlerweile 17 Einrichtungen ihre Dienste an", erklärte der Landeshauptmann-Stellvertreter. "Bei der Kurzzeitpflege sind? es derzeit schon 45 Häuser."

Die Zahl der durch das Land geförderten Aufenthalte in Tageszentren stieg zwischen 2009 und 2011 um 20,1 Prozent. Bei der Kurzzeitpflege, bei der die Angehörigen der Pfleglinge unterstützt und zumindest teilweise von ihren Daueranforderungen entlastet werden, stiegen die geförderten Besuchstage um knapp 17 Prozent.

 

Höchste Bettendichte in Senioren- und Seniorenpflegeeinrichtungen

Auch was die Bettenkapazitäten in Senioren- und Seniorenpflegeeinrichtungen anbelangt, ergibt sich im Bundesland Salzburg ein gutes Bild. Insgesamt standen im Jahr 2011 5.196 Betten in Senioren- und Seniorenpflegeeinrichtungen zur Verfügung. Das entspricht der höchsten Dichte in ganz Österreich. "Die Zahl der Pflegebetten wurde in den vergangenen Jahren nur moderat erhöht. Zuwächse gab es vor allem in den Landbezirken. Das ist eine Folge des Ausbaus der ambulanten Angebote nach dem Prinzip "ambulant vor stationär" und der Anpassung an die regionalen Unterschiede", so Steidl

 
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