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Salzachbrücke

Durch und durch wohlig aufgewärmt

Sie gelten als Zauberwörter für die kalte Jahreszeit: Infrarot-Wärmekabinen und Sprudelbäder, die weit mehr bieten als warme Füße und entspannte Seele. Man kennt sie aus Thermen und man kann sich diesen feinen Luxus auch zu Hause gönnen.

WAS IST INFRAROTSTRAHLUNG?
Infrarote Strahlen sind als Naturphänomen seit Jahrhunderten bekannt. Es handelt sich um relativ langwellige Strahlung – für das menschliche Auge nicht zu sehen, jedoch als Wärme wahrnehmbar.
Infrarote Wärmestrahlung dringt nur einige Millimeter ins Gewebe ein. Die dadurch verstärkte Durchblutung leitet die Wärme weiter ins Körperinnere, Energie wird in die Tiefe transportiert. Als einfache Anwendung ist die Rotlicht-Lampe bekannt, mit der man gezielt Nasennebenhöhlen etc. bestrahlen kann. Für Ganzkörperbehandlungen stehen Infrarot-Kabinen bereit. Damit kommt es schon bei relativ niedrigen Temperaturen von 40 bis 50 Grad Celsius zu effektivem Schwitzen.

VORTEILE DER INFRAROT-TIEFENWÄRME
Abgesehen von Entspannung und Behaglichkeit wird Infrarot-Bestrahlung für gesundheitliche Vorbeugung und Therapie eingesetzt:
Stärkung des Immunsystems, verbesserte Durchblutung und angekurbelter Stoffwechsel, Kreislaufanregung, Entschlackung und Entgiftung, Lockerung verspannter Muskeln, Schmerzlinderung bei Rücken- und Gelenksschmerzen, Aufwärmen vor dem Sport, Unterstützung bei der Genesung von Sportverletzungen ... Infrarotwärme tut Jung und Alt gut und belastet weniger als eine Sauna.

VIEL TRINKEN
Wichtig: Viel trinken, vor und nach der Bestrahlung in der Infrarot-Kabine. Nach ein paar Minuten Aufheizen der Kabine kann man sich schon bei 35 Grad hineinbegeben – die Körpertemperatur erhöht sich gleichzeitig mit der Kabinentemperatur. Nach der idealen Dauer von 20 bis 30 Minuten wird eine Ruhepause von mindestens zehn Minuten empfohlen. Diese Sitzungen können mehrmals pro Woche stattfinden. Geht es lediglich ums Aufwärmen, kann man sich täglich dem Genuss hingeben.

AUFWÄRMEN UND RELAXEN IM SPRUDELBAD
Whirlpools und -wannen stehen ganz oben auf der Wunschliste vieler. Im Privatbereich führen naturgemäß Whirlwannen mit einem oder zwei Plätzen die Hitliste an. Ist ausreichend Platz vorhanden, kann ein Whirlpool aufgestellt werden – indoor oder outdoor an sichtgeschützter Stelle im Garten.
Entspannung durch einsprudelnde Luftblasen mit ganzheitlicher, sanfter Massagewirkung oder gezielte Massagen durch Wasserstrahl, je nach Bedarf – die Vielfalt der Möglichkeiten und Angebote macht Beratung unentbehrlich.
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Whirlpools ist anerkannt. Blutkreislauf und Stoffwechsel werden angeregt, man spricht von Linderung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Rückenschmerzen, Osteoporose, Schlafstörungen, Diabetes oder Asthma.
Vorsicht ist jedoch bei vorhandenen Erkrankungen, besonders im Herz-Kreislauf- und Rheuma-Bereich, geboten. Hiezu sollte ein Arzt konsultiert werden. Bei Krampfader-Leiden wird generell von langen warmen Bädern abgeraten.

DER FACHMANN SPRICHT
Die SALZACHbrücke erkundigte sich bei Gregor Rosenstatter von der Firma Rosenstatter in Wildshut über Infrarot-Wärmekabinen und Whirlbäder. Er selbst ist innerhalb des Betriebes zuständig für Konzeption und Planung von Wellness-Anlagen und privaten Wellness-Einrichtungen. Er weiß, worauf zu achten ist.

SALZACHbrücke: Wie ist die Nachfrage nach Infrarot-Wärmekabinen?
Gregor Rosenstatter: Die Nachfrage ist sehr groß. Infrarotkabinen vereinen eine ganze Reihe von Vorteilen: Dank ihres geringen Platzbedarfs sind sie jederzeit und überall aufzustellen – im Bad, im Schlaf- und sogar im Wohnzimmer. Dafür gibt es sehr schöne Ausführungen, die sich jedem Ambiente einfügen, in unterschiedlichen Holzarten oder mit lackierten Oberflächen oder, ganz aktuell, mit Steinverkleidungen und Glas. Und es genügt ein 220 V-Anschluss.

SB: Wie informiert sind Ihre Kunden?
Gregor Rosenstatter: Es ist allgemein bekannt, dass Wärme und Schwitzen gesund sind. Alles Weitere ist eine Frage der kompetenten Beratung. Die breiten Info-Möglichkeiten auf Messen haben auch einen Nachteil: Jeder Anbieter präsentiert sein Produkt als das Allerbeste – dabei wäre es wichtig, auf die persönlichen Bedürfnisse einzugehen. „Seriös“ bedeutet: Eingehen auf den Kunden und nicht nur auf das Produkt!

SB: Was sind Ihre Beratungsschwerpunkte und was sollte sich der Kunde überlegen?
Gregor Rosenstatter: Bei einem derart vielseitigen Produkt wie einer Infrarotwärmekabine ergeben sich im Beratungsgespräch ganz unterschiedliche Ansatzpunkte – etwa: hat der Kunde Infrarot schon mal ausprobiert? Welche Erwartungen setzt der Kunde in die Anschaffung einer Infrarotkabine? Wofür möchte er Infrarotwärme einsetzen? Hat er bestimmte Wehwehchen, die er damit beheben will?

SB: Gibt es gesundheitliche Versprechungen?
Gregor Rosenstatter: Nein, damit ist ein sehr vorsichtiger Umgang angebracht. Die Bandbreite ist groß – vom Handwerker, der in der Kälte gearbeitet hat und sich aufwärmen möchte oder die Hausfrau, die an Abendkälte leidet und Tiefenwärme genießen möchte, bis hin zum Gesundheitswert regelmäßigen Schwitzens und zur seelischen Entspannung mit zusätzlicher Farblichttherapie, Aroma- und Klangtherapie. Wichtig und interessant ist Infrarotwärme für Sportler, zum Aufwärmen und zur Regeneration.

SB: Was gibt es an Besonderheiten und Extras?
Gregor Rosenstatter: Auch hier soll sich der Kunde klar sein, was er will und wirklich nützen möchte. Wichtig fürs Wohlbefinden sind die individuell bequemen Maße der Kabine, man kann Radio oder Musikanlage einbauen und die vorhin erwähnten Therapie-Installationen.

SB: Extras kosten natürlich etwas.
Gregor Rosenstatter: Ja, auch deshalb ist eine persönliche Beratung so wichtig, um auch die Preisunterschiede fair abzusprechen. Eine solide, qualitätsvolle und individuell ausgestattete Infrarotkabine beläuft sich im Schnitt auf 3.000 bis 5.000 Euro.

WHIRLPOOLS UND -WANNEN – JEDES DING BRAUCHT SEINE PFLEGE
SB: Sie bieten auch Whirlpools und -wannen an.
Gregor Rosenstatter: Für drinnen verkaufen wir Wannen, im Privatbereich meist für ein bis zwei Personen. Für Outdoor bieten sich die Pools an.

SB: „Jedes Ding braucht seine Pflege“, sagt der Volksmund. Wie sieht es damit bei Whirlwannen und -pools aus?
Gregor Rosenstatter: Hygiene ist das Um und Auf! Hier darf es keine Nachlässigkeit geben, man muss Reinigung und Desinfektion ernst nehmen. Bei der Wanne (nicht beim Pool) ist nach Gebrauch das Wasser selbstverständlich abzulassen.

SB: Was gilt es bei der Anschaffung zu beachten?
Gregor Rosenstatter: Da die Auswahl sehr groß ist, ist das Beratungsgespräch wichtig. Der richtige Wannentyp für bequemes Sitzen, Anzahl und Situierung der Whirldüsen und sämtliche Qualitätskriterien – von der Funktionalität (auch gegen Verkeimung) über Vibrationsdämpfung und Lärmpegel bis hin zum Serviceangebot. Das erwähne ich deshalb, weil bei Produkten von Billiganbietern mitunter eklatante Mängel auftreten. Schon öfters wurden wir gerufen, derartige Wannen, die meist aus Fernost stammten, wieder auszubauen und durch ein Qualitätsprodukt zu ersetzen. Bei Rund-um-Verfliesung natürlich ein enormer Aufwand. Wir sind um Bestlösungen bemüht, schließlich geht es auch um Referenzen.

SB: Wie sieht es mit Outdoor-Whirlpools aus?
Gregor Rosenstatter: Ein Whirlpool verlangt weniger Arbeit und weniger Kosten als ein Swimming-Pool. Aber Finger weg von Billigangeboten! Schwache Isolierung – hoher Energieverbrauch. Unzureichende Wasseraufbereitung – Hygieneprobleme. Niedrige Qualität – die Nebenkosten fressen einen auf. Auch bei guter Qualität richten sich die Betriebskosten danach: Wie groß ist der Pool, wie häufig wird er benutzt, ist er das ganze Jahr in Betrieb? Dies alles zu berücksichtigen, ist Aufgabe unserer Beratung – oder unseres Abratens, denn Kunden sollen zufrieden sein. Doch eines ist klar: Ein Badeerlebnis unter sternenklarem Himmel, egal in welcher Jahreszeit, ist eine feine Sache!

Sylvia Nachtmann

 
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