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Salzachbrücke

Elektromobilität – den Fahrstrom kann man selbst erzeugen

Solarstrom macht unabhängig, kann Geld in die persönliche Kasse bringen, dient Klima und Umwelt und somit dem Gewissen. Solarzellen funkeln auf vielen deutschen und etwas weniger österreichischen Dächern. Das hat mit unterschiedlichen Förderungen, bürokratischen Eigenheiten und Einspeistarifen zu tun.

DAS CARPORT MACHT DEN STROM
Das „Solarwatt Carport System“ der Firma Solarwatt, Dresden, bietet eine auf den ersten Blick einfache, aber perfekt durchdachte Lösung für heutige Ansprüche. Verschiedene Carport-Modelle mit einem oder zwei Stellplätzen bestehen aus einer Konstruktion aus Qualitätsholz in Zimmermannsarbeit und sind mit teiltransparenten Solarmodulen überdacht, komplett „Made in Germany“.
Das Dach eines sechs mal sechs Meter großen Carports mit 32 Modulen liefert durchschnittlich 4560 kWh Ertrag pro Jahr, ausreichend für ein Einfamilienhaus, etwaiger Überschuss geht ins Netz  – oder ausreichend für 35.000 Fahrkilometer mit einem BMW i30.

TANKEN ZU HAUSE
Der Clou: Optional kann eine Elektrosäule als E-Tankstelle im Paket mitgeliefert werden, dann heißt es: tanken zu Hause. Solarwatt Carports sind im Prinzip klassische Solaranlagen – den Strom kann man im Haushalt nutzen oder ins Netz einspeisen.
Diese Carports werden in Paketen geliefert. Ein Paket beinhaltet sämtliche Bauteile, die von qualifizierten Fachmonteuren innerhalb weniger Tage aufgebaut werden.
Die Firma Robert Santner Energie Projekte/rs-ep in Freilassing ist mit der Firma Solarwatt eine Kooperation eingegangen. Carola Kraller und Joe Steinbacher beraten und übernehmen die Montage derartiger innovativer Solar-Carports.  

100 PROZENT ERNEUERBARE ENERGIEN
Mit der geplanten Energiewende und Erreichung der Klimaschutzziele hat sich Deutschland hohe Ziele gesetzt. Auf dem Verkehrssektor erwartet man sich durch Elektromobilität einen effizienten Beitrag. Wie im „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ im August 2009 formuliert, könnten bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein, Deutschland möchte zum Leitmarkt werden. Soll Klima und Umwelt damit geholfen werden, muss der Fahrstrom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. In diesem Sinne wird Kohle-, Atomstrom und konventionellem Strommix eine Absage erteilt.
Ausführliche Studien zeigen auf, dass der Zusatzbedarf an „sauberem“ 100-Prozent erneuerbarem Strom sowohl in Österreich als auch in Deutschland abdeckbar ist.
Mehr noch: Alleine in Österreich können bis 2030 durch 100 Prozent erneuerbarem Strom für E-Mobilität bis zu 5,4 Mrd. Euro an fossilen Energieimporten vermieden und bis zu 723 Mio. Euro an CO2-Reduktionskosten eingespart werden.
Zu den Schattenseiten der Elektroautos zählt der Einsatz seltener Metalle für Batterien und Elektromotoren. An effizienten und umweltgerechten Recycling-Techniken  wird noch intensiv geforscht.
 
VOM E-BIKE BIS ZUM ELEKTROAUTO
Während sich das Elektrofahrrad, kurz E-Bike, rasant steigender Beliebtheit erfreut, dümpelt der Absatz von Elektroautos noch dahin – doch mit steigender Akzeptanz werden die Anschaffungspreise für diese leisen, effizienten und ohne CO2-Ausstoß fahrenden Autos sinken. Erneuerbare Energien und Elektroautos können eine ideale Symbiose eingehen, etwa das Auto als intelligenter Stromspeicher. Hybrid-Elektrokraftfahrzeuge sind bereits seit Jahren in Großserien verfügbar.
Vieles spricht für Elektromobilität. Findige Entwickler setzen neue Ideen um. Solarwatt-Carports sind als Designsystem ein interessantes Beispiel für Unabhängigkeit und Elektromobilität.
 
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