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Salzachbrücke

Winterzeit - Saunazeit

Was eine Sauna ist, wissen wir. Es gibt echte Sauna-Freaks, die alles Drumherum fast wissenschaftlich bis fanatisch genau betreiben, und auch Sauna-Muffel, die sich nur ungern nackig und mit rot glänzendem Kopf zeigen wollen. Trotzdem: Schwitzen ist ein Nonplus­-ultra aller Wellness-Angebote und trägt zu Fitness und Erholung bei.

VIELFALT AUS ALLER WELT
Und es gibt unterschiedliche Arten von Saunen, von der klassischen Finnischen Blockhaussauna über die Erdsauna bis zur sanften ­Ayurveda-Kräutersauna.
Dampfbäder unterscheiden sich von der Sauna durch niedrigere Temperatur und wesentlich höhere Luftfeuchtigkeit. Sie haben in aller Welt Tradition, vom altrömischen Caldarium bis zum orientalischen Hammam, Varianten aus Russland, Japan, Korea, Mexiko ... Infrarot-Wärmekabinen ermöglichen eine „neue Art“ des Schwitzens bei angenehmen 40 bis 50 Grad Strahlungswärme.

SCHWITZEN – GANZ PRIVAT
Will man sich privat eine Wellnesszone mit Sauna oder moderner Infrarot-Wärmekabine anschaffen, wird fachliche Beratung empfohlen. Wir sprachen mit Josef Heindel aus Teisendorf, der neben Schwimmbadtechnik auch Saunen und Wärmekabinen mit allen Extras anbietet.
„Sauna und Infrarot-Wärmekabine sind keine Konkurrenz. Man kann sich für das eine oder andere oder für beides entscheiden“, so der Spezialist. Vorteil der Infrarot-Kabine: Geringer Platzbedarf von einem Quadratmeter (oder etwas größer, wenn zwei Personen Platz haben sollen), für jedermann verträglich, pure Wohlfühl-Einrichtung mit der Eigenschaft, kleine Wehwehchen zu mildern, Muskelkater und Erkältungen zu vertreiben.
Auch gesundheitlich „angeschlagene“ Personen sind in Infrarot-Wärmekabinen gut aufgehoben, im Gegensatz zur Sauna: „Wärme heilt und Kälteschock ertüchtigt – dieses Prinzip kann für geschwächte Personen zur Überbelastung führen“, warnt Heindel. Ein robuster und grundsätzlich stabiler Mensch hält eine Sauna auch mit Erkältung aus. Allerdings, so Heindel: „Temperaturen über 100 Grad sind ein Schmarren“, man solle sich wohl fühlen und nicht den „starken Mann“ spielen. Für die in manchen Kreisen beliebten Schnapsaufgüsse hat Heindel nur verständnisloses Kopfschütteln übrig. Vielmehr sollte man bei Aufgüssen hochwertige ätherische Öle den synthetischen Duftölen vorziehen.

VIELES NACHRÜSTBAR
Sehr beliebt bei Infrarot-Wärmekabinen ist eine zusätzliche Farblichttherapie, die auch nachgerüstet werden kann. Interessanter Trend: Nachträglicher Einbau einer Infrarot-Wärmekabine in eine bestehende Sauna.
Mit einem ergänzenden Verdampferofen lässt sich eine Sauna in eine Bio-Wärme­stube umwandeln, die mit Kräuteressenzen oder Heublumen bei 60 Grad ein angenehmes Feuchtklima entwickelt.

AUF DIE HÖLZER KOMMT ES AN
Was ist bei der Anschaffung einer Sauna zu beachten, zumal es irreführende Werbeaussagen gibt? Josef Heindel: „Wichtig ist die Holzstärke. Was als ‚Blockbohlen’ bezeichnet wird, sind oft nur ein paar Zentimeter dünne Bretter, die würden sich bald verziehen.“
Ideal wäre natürlich Zedernholz, das aber unerschwinglich ist. Heindel bietet überwiegend Saunen in Elementbauweise an. Empfehlenswert ist die Innenausführung mit Hemlocktanne, einem astfreien Holz, aus dem keine Harztröpfchen austreten, die sich enorm aufheizen würden.
Die Außengestaltung einer Sauna ist Geschmacksache, meist erfolgt sie mit nordischer Fichte. Neu: Kunststein-Außenverblendung.
Bänke und Liegen sollen mit stabiler Unterkonstruktion dastehen wie eine Hausbank und nicht nur an Wandleisten montiert sein. Und sie müssen kühl bleiben: Dafür eignet sich das Holz des schnellwüchsigen Abachi-Baumes aus Afrika, das aus nachhaltiger Bewirtschaftung gewonnen wird.

QUALITÄT KOMMT BILLIGER
Beratung ist wichtig, weil Qualität letztlich kostengünstiger kommt. „Meine Sauna ist über 30 Jahre alt und kann sich immer noch sehen lassen“, so Heindel.
Ausgesuchte Hölzer und fachmännische Montage sind Grundlagen von Sauna-Wohlgefühl und Lebensdauer einer Sauna.
Für den gewerblichen Gebrauch in öffentlichen und Hotel-Saunen nennt Heindel bei nordischer Fichte eine Lebensdauer von bis zu acht Jahren, bei Hemlocktanne 20 Jahre.
Privat genutzte Saunen halten etwa fünf Mal länger! Und der Energieaufwand? „Ein Sauna-Abend im Privathaus kostet nicht mehr als zwei Euro.“

Sylvia Nachtmann

 
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