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Salzachbrücke

Kompost – der unentbehrliche Helfer im Garten

Landauf, landab kann man an Herbstwochenenden die gleiche Beobachtung machen. Von allen Seiten fahren Autos, randvoll bepackt mit Grünzeug aller Art, bei den Wertstoffhöfen vor, um sich von den Gartenabfällen zu entledigen. Baum- und Strauchschnitt, Säcke mit Rasenschnitt und riesige Mengen an Laub werden abtransportiert und entsorgt.

Obstbaumwärter Josef Heinrich

Dabei ist das, was aus dem Garten hinausgeschafft wird, eigentlich eine unverzichtbare Basis für ein gesundes und harmonisches Wachstum in unseren Gärten. Einen lockeren Boden, in dem das Garteln Spaß macht, kann nur die Natur selbst schaffen. Wir können aber einen wichtigen Beitrag leisten, wenn wir dazu bereit sind. Es müssen Vorurteile abgebaut werden, dass ein Komposthaufen den Garten verschandelt und stinkt. Denn in der Natur gibt es keine Verschwendung und alles hat eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Auch unsere Gartenabfälle, die eigentlich nur Rohmaterial für einen guten Kompost sind.
Kompost zu machen muss keine schweißtreibende Arbeit sein. Es bereitet im Gegenteil sogar Spaß und viel weniger Mühe, Gartenabfälle zwecks Zerkleinerung durch den Häcksler zu schicken und dann gut gemischt zu kompostieren, als sie mühsam in Säcke zu stopfen und dann noch spazieren zu fahren. Ein richtig geschichteter Komposthaufen muss auch nicht immer wieder mühsam auseinandergenommen und wieder aufgebaut werden. Auch im kleinsten Garten lässt sich ein halbschattiges Plätzchen finden, wo der Kompostbehälter seine wichtige Funktion erfüllen kann.
Machen wir es richtig, riecht er nicht und sieht auch nicht hässlich aus. Viele Gartler wissen auch, dass ohne Kompost auf Dauer im Garten gar nichts läuft. Wenn der Garten groß genug ist, kann man auf einen Kompostbehälter, aus welchem Material auch immer, verzichten. Eine im Schatten angelegte Miete, die nach altem Vorbild nicht höher als 1 Meter sein soll, aber beliebig lang sein darf, kann leichter umgesetzt werden und nimmt auch große Mengen an Gartenabfällen auf.
Alle Pflanzenabfälle, Heckenschnitt, Äste und Laub verrotten wesentlich schneller, wenn sie vor dem Aufsetzen durch einen Häcksler geschickt werden. Zum Häckselgut mischt man Küchenabfälle, Holzasche und Rasenschnitt, mit dem man den Haufen immer wieder abdeckt. Fällt einmal zu viel Rasenschnitt an, lässt man einen Teil in der Sonne trocknen und verwendet ihn als Mulchschicht für Gemüse- oder Blumenbeete.
Einen Komposthaufen soll man immer auf der Muttererde aufsetzen, sodass die Bodenlebewesen einwandern können. Wenn man mit dem Komposthaufen neu anfängt, sollte man am Anfang einige Kübel halbfertigen Kompost mit vielen rosaroten Kompostwürmern zu den Abfällen mischen. So kann man den Komposthaufen richtig starten.
Durch Zusatz von Steinmehl, das man in regelmäßigen Abständen auf den Komposthaufen streut, kann verhindert werden, dass lästige Gerüche entstehen. Bei einer längeren Regenphase sollte man den Komposthaufen abdecken, weil sonst der Kompost zu nass wird. Ein zu feuchter Kompost neigt zur Fäulnis, die es gilt zu verhindern.
Der gute, wohl vorbereitete Kompost wird im Spätherbst unter den Obstbäumen und in den Blumen- und Gemüsebeeten ausgebracht. Die Kompostdüngung im Herbst ist die beste Vorbereitung für das kommende Gartenjahr und wir können im Frühjahr mit der gut gedüngten Erde beginnen.❄
 
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