. .
Salzachbrücke

Entgiftung durch feine Steine?

Pulverig fein gemahlen, lose oder in Kapseln gefüllt, lassen sich Mineralerden äußerlich und teilweise auch innerlich anwenden, bei Mensch und Tier. Als wichtigste Eigenschaft gilt die entgiftende Wirkung, die naturgemäß ein breites Spektrum von Anwendungsgebieten aufweist: von Hautproblemen bis zu verbesserter Heilung von Knochenbrüchen, von geregelter Verdauung bis zu ruhigem Schlaf.

VIELFÄLTIGE ANWENDUNGEN VOM „KATER“ BIS ZUR SCHÖNEN HAUT
Die Erfolgsliste ist umfangreich; wer sich von überschwänglichen Lobeshymnen abschrecken lässt, kann sich auf den Begriff des „Bioregulators“ und auf die Stimulation von Selbstregulation und Selbstheilung beschränken.
Erfahrene Anwender haben „ihre“ Mineralerde als Hausmittel stets griffbereit zur Hand. Ob gegen einen Kater nach zu tiefem Blick ins Glas oder gegen Migräne, bei Verbrennungen oder Entzündungen. Doch der Mineralerden-Laie steht da, wie die berühmte Kuh vorm neuen Tor.

DOLOMIT, ZEOLITH, KLINOPTILOLITH, BENTONIT ...
Erwin Hurter vom Bioladen in Freilassing schafft Klarheit: „Im Prinzip unterscheiden wir drei Gruppen“, und er beginnt mit Dolomit, einem Calcium-Magnesiummineral aus organischen Muschelkalkablagerungen, also direkt aus dem Naturkreislauf stammend. „Das Mischungsverhältnis von Magnesium- und Calciumcarbonaten wird uns hier in optimaler Weise angeboten, unverfälscht und bioverfügbar, und somit vom Organismus gut aufnehmbar.“ Dank Magnesium wirkt Dolomit stärkend auf den Herzmuskel, Blutdruck und Cholesterinspiegel senkend und auch bei Neigung zu Krämpfen. Und das Calcium ist unter anderem günstig für Knochen, Haut und Haar.
Die Gruppe der Zeolithe, zu denen auch das häufig genannte Klinoptilolith zählt, sind vulkanischen Ursprungs. Hurter: „Wie von einem Schwamm werden Giftstoffe angezogen und aufgenommen, ob chemische Umweltgifte oder Toxine von Bakterien und Schimmelpilzen.“ Als drittes im Bunde nennt Hurter das Bentonit, das er als sanften Einstieg in die Welt der Mineralerden bezeichnet, denn es reinigt nicht nur den Darm, sondern vermag eine gesunde Darmschleimhaut aufzubauen – was eine allgemeingültig wichtige Voraussetzung ist für einen funktionierenden Darm mit all seinen wichtigen Funktionen.

ENTGIFTUNG UND KRÄFTIGUNG VON INNEN
Einerseits ist heute Entgiftung – oder neudeutsch Detox – ein zentrales Thema. Andererseits gilt es, dem Körper Stoffe zuzuführen, die selbst bei ausgewogener Ernährung nicht mehr ausreichend vorhanden sind. Die heimischen Böden gelten als ausgelaugt, sie liefern über Getreide, Gemüse und letztlich auch über Fleisch nicht mehr ausreichend das, was „Mutter Erde“ bieten sollte. Selbst bei Vollwertkost empfiehlt es sich, einem Magnesium-Calcium-Mangel vorzubeugen und Regenerationsvorgänge in unserem Körper zu unterstützen. Der natürliche Mineralstoff Dolomit bietet sich dazu an, den Säure-Basen-Spiegel auszugleichen und insgesamt die Lebensenergie und Abwehrkräfte zu verbessern. Gleichzeitig werden Konzentration und innere Ruhe gestärkt, der Stoffwechsel wird begünstigt und Tagesmüdigkeit durch erholsamen Schlaf ausgeglichen.

DER DARM MUSS GESTÄRKT WERDEN
Wie bekannt, haben gewisse Unverträglichkeiten, allmählicher Leistungsabfall und verstärkte Infektanfälligkeit ihre Ursachen häufig im Darm, der sich mit zugeführten Nahrungsmittelgiften auseinandersetzen muss. Dazu kommt die tagtägliche Aufnahme von Umweltgiften aus der Luft, die für einen großen Teil aller Krankheiten verantwortlich zu machen sind. Handy-Strahlen, UV-Strahlen, freie Radikale und Schwermetalle verschonen uns keineswegs. Und nicht vergessen: Auch Stress und Hektik schaden uns unmittelbar. So kann es sein, dass wir, ohne es anfangs zu merken, immer tiefer in einen Teufelskreis von Erschöpfung und Überforderung und allerlei Zivilisationserkrankungen gelangen.
Wir können uns selbst wappnen, indem wir nicht nur aktiv entgiften, sondern die Darmwand stärken und vor Löchrigkeit schützen. Denn eine intakte, gesunde Darmwand bildet eine Schutzbarriere gegen Schadstoffe. Der Magen-Darm-Trakt ist das Zentrum der Abwehr, des Immunsystems und verdient somit unsere bewusste Zuwendung. Wie Erwin Hurter oben empfiehlt, kann man mit Bentonit beginnen, eine angegriffene Darmschleimhaut aufzubauen. Zeolith-Klinoptilolith eignet sich zur Stärkung der Darmwand.
Entgiftung und gleichzeitige Stärkung von Darmwand und Darmflora entlasten die Arbeit des gesamten Immunsystems, von Leber, Nieren und Bindegewebe.

HEILERDE, TONERDE, LEHM UND LÖSS
Nicht jede Mineralerde darf sich als „Heilerde“ bezeichnen. Heilerde wirkt innerlich als Arzneimittel gegen Sodbrennen, gewisse Magenbeschwerden und Durchfall, auch bei Reizmagen und Reizdarm, Blähungen oder Völlegefühl. Cholesterin, Fette und Schadstoffe aus der Nahrung werden gebunden. Äußerlich angewendet unterstützt Heilerde bei Sportverletzungen, Entzündungen und Akne.
Für Reinigungs- und Peelingmasken wird zum Beispiel Mineraltonerde aus Südfrankreich bei fettiger Haut mit Wasser verrührt, bei trockener Haut mit Olivenöl, Eidotter, Honig oder Sahne.
Feuchte Umschläge mit Mineralerde und Kräutertee kühlen und lindern Juckreiz.
Tiere nehmen intuitiv gern Schlammbäder. Also kann man auch Tieren bei Gelenk- oder Hautproblemen Erd-Breie auftragen und auf ihrer Haut bzw. ihrem Fell antrocknen lassen.

WIE WIRKEN FEIN GEMAHLENE ERDEN?
Die Anwendung von Mineralerden hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Auch Sebastian Kneipp schätzte Mineralerden. Die Wirkung von gemahlenen Mineralerden beruht auf dem Bindungsvermögen durch den hohen Feinheitsgrad – überschüssige Säuren und Schadstoffe werden adsorbiert und ausgeschieden. Dazu kommt eine katalytische Wirkung. Die kristalline mineralische Gitternetzstruktur ermöglicht einen Ionenaustausch: positiv geladene Schadstoffe des Körpers wandern in das Kristallgitter hinein, negativ geladene Mineralstoffe gelangen in den Körper. Somit beweist die Natur wieder mal ihre Weisheit, indem uralte Steinsubstanzen unterscheiden können, was für unseren Körper „gut“ und was „böse“ ist, was er braucht und was ihm gefährlich werden kann.

TIPPS VOM FACHMANN
Zahlreiche Broschüren, Bücher und Informationen im Internet widmen sich den Mineralerden. Doch persönliche, fachkundige Beratung ist nicht gänzlich zu ersetzen. Das fällt im Gespräch mit Erwin Hurter auf. Nach seinem Wissen sind manche Ratschläge überzogen, vor allem wenn doppelt gemoppelt wird – sprich: wenn zu den Mineralerden zusätzliche Produkte vorgeschlagen werden, die jedoch nichts bringen. Und genau dies kann nur in einem persönlichen Gespräch geklärt werden.
Es schafft Vertrauen, wenn man als Kunde merkt, dass einem nicht alles „angedreht“ wird.
 
Werbung