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Salzachbrücke

As Time goes by

Liebe Leserinnen,
liebe Leser!





Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Gerade waren wir bei mehr als 20° im November noch wandern – und in vier Wochen ist Weihnachten. Als aufmerksame Leser der SALZACHbrücke kennen Sie ja seit Jahren unsere Einstellung zum empfohlenen Konsumverhalten in unserer Region, dem SALZACHbrücken-Land. Dieser Wirtschaftsraum bietet Ihnen gerade jetzt, in den Wochen des Kauf- und Schenkrausches, die Möglichkeit, bewusst und regional einzukaufen. Vielleicht ist auch Ihnen aufgefallen, dass die Berichterstattung der letzten Wochen in den elektronischen Medien verstärkt auf die Lug- und Betrugsmaschen mancher Hersteller hingewiesen haben, wo dem Konsument Qualität vorgegaukelt wird, in Wahrheit aber minderwertige Inhaltsstoffe zur Verwendung kommen. Vom Olivenöl über Süßwaren, Schokolade, Honig bis hin zu Teiglingen für Backwaren wird dem Konsumenten gerne ein X für ein U vorgemacht mit dem Ziel, Gewinne zu maximieren. Wo Inhaltsstoffe am Etikett mit „...aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ angegeben sind, kann davon ausgegangen werden, dass fragwürdige Billigst-Ingredienzien aus allen möglichen Ländern zur Verwendung kommen.
In Großhandelsketten werden immer mehr Markenprodukte durch Eigenmarken ersetzt, was gleichzeitig nicht mangelnde Qualität bedeuten muss. Durch den Wegfall der Marke können die gleichen Produkte als Eigenmarke günstiger angeboten werden, was durchaus dem Konsumenten zugute kommt. Der damit verbundene Preisdruck der Auftraggeber an die Hersteller macht es diesen aber sicher nicht leicht, die gewohnten Qualitätsstandards zu halten. Hier sind die Kontrollen im Wareneingang besonders wichtig, um das Vertrauen der Kunden nicht zu verlieren.

Wirklich auffallend ist das Dilemma in der Bekleidungsindustrie, wo es – zumindest in den großen Einkaufszentren – fast unmöglich ist, Waren zu kaufen, die nicht aus Billigstlohnländern in Fernost oder dem Balkan stammen. Weniger ist hier mehr. Heimische Qualitätsware hält länger wie der Billigfetzen aus dem 5-Euro-Schüttkorb, bitte bedenken Sie dies bei Ihren Weihnachtseinkäufen, insbesonders, da es gerade hier Alternativen an regionalen Produkten gibt, die sich von Massenware angenehm abheben.
Nicht müde werdend, auch die Schönheit des SALZACHbrücken-Landes als Urlaubsregion hervorzustreichen, haben wir in zahlreichen Ausgaben unseres Magazins auf den Wert unserer intakten Landschaften hingewiesen. Fast ständig selbst mit der Kamera unterwegs, habe ich am Titel jeder Ausgabe versucht, ein landschaftliches oder touristisches Highlight abzubilden. Vom schönen Waginger See über Motive aus der Innviertler Seenplatte bis hin zum Haunsberg mit seinen traumhaften Ausblicken habe ich und unser Team unsere Region regelmäßig redaktionell und fotografisch beworben. Auch kritische Anmerkungen fanden Sie manchmal in meinen einleitenden Zeilen, wie in der vergangenen Ausgabe die (berechtigte) Bemängelung der Seewasserqualität im vergangenen Sommer einiger Seen, was mir prompt Schelte und Kritik von Anrainern einbrachte, aber es ist eben nicht immer alles Eitel, Wonne und Sonnenschein, auch nicht im SALZACHbrücken-Land. Wer Lob und Gratiswerbung annimmt, sollte auch Kritik vertragen und zum Anlass für Verbesserungen nehmen, aber in so einer Welt leben wir leider nicht.
Den Titel der vorliegenden Weihnachtsausgabe ziert ein Bild meines Hausberges, der hoffentlich wieder bald so verschneit sein wird, wie am Foto abgebildet. Von Nußdorf oder von Acharting aus bieten sich im Winter wunderschöne Skiwanderungen auf den Haunsberg an, ganz abseits vom Touristenrummel, ohne Lifte und ohne Après-Ski-Hütten mit lauter Disco-Musik.

Liebe Leserinnen und Leser, unglaublich, wie die Zeit vergeht! Vor 14 Jahren haben wir die SALZACHbrücke übernommen, über 6.000 Seiten in 90 Ausgaben haben mein treues Team und ich seither produziert und frei Haus in Ihre Haushalte geliefert. In gleichbleibend hoher Qualität, mit Berichten aus der Region und über die heimische Wirtschaft. Mit dieser 100 Seiten starken Weihnachtsausgabe ziehe ich mich persönlich aus dem operativen Geschäft zurück. Ich bin sehr glücklich, mit dem Salzburger Verlagshaus einen Partner gefunden zu haben, der das Magazin SALZACHbrücke und seine Erfolgsgeschichte gemeinsam mit dem bestehenden Produktions- und Redaktionsteam weiterführen wird. Unser Magazin wird ab Jänner 2019 im bestehenden Geschäftslokal in der Salzburger Str. 59 in Oberndorf produziert und mit der nächsten Ausgabe in wesentlich höherer Stückzahl und einem kürzeren Erscheinungsrhythmus erscheinen. Knapp 35.000 Haushalte werden nächstes Jahr acht Mal pro Jahr mit der SALZACHbrücke versorgt und zeitgleich mit dem Partnermagazin mitten:drin erscheinen, welches ab Jänner dann nur mehr östlich des Haunsberges verteilt wird. Gratis, per Post, wie bisher auch. Auch die Pendler in der Salzburger Lokalbahn und der Berchtesgadener Bahn werden nicht auf die SALZACHbrücke in den Zügen verzichten müssen, die wie bisher als einziges Gratismagazin dort aufliegen wird.

Unseren Kunden und Lesern wünschen mein Team und ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches 2019! Meinem bestehenden und künftigen Team wünsche ich, dass Sie uns als Leser und Kunden auch in den kommenden Jahren treu bleiben!


Christian Schickmayr
und das gesamte Team der SALZACHbrücke
 
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