. .
Salzachbrücke

Bodenversiegelung nimmt in Salzburg zu – Versiegelung verschärft Hitze-Belastung

Bodenversiegelung ist auch in Salzburg ein zunehmendes Problem und verschärft die Hitze-Belastung. Laut Daten des Umweltbundesamts sind bereits 130 Quadratkilometer des Landes durch Bau- und Verkehrsflächen versiegelt, das entspricht der doppelten Fläche der Stadt Salzburg. In den Städten und Gemeinden braucht es mehr Grünflächen und Bäume entlang der Straßen, betont der VCÖ. Zudem ist die Zersiedelung zu stoppen.

Allein im Vorjahr nahm die versiegelte Bau- und Verkehrsfläche in Salzburg laut Umweltbundesamt um rund zwei Quadratkilometer auf 130 Quadratkilometer zu. Im Schnitt wurde damit täglich eine Fläche im Ausmaß eines Fußballfeldes versiegelt, verdeutlicht der VCÖ. Allein der Verkehr ist mit 59 Quadratkilometer für rund die Hälfte der versiegelten Flächen verantwortlich.

„Versiegelte Flächen sind deutlich wärmer als Grünland, weil die kühlende Wirkung der Verdunstung fehlt. Dadurch wird die Hitze-Belastung zusätzlich verstärkt. Wer an einem heißen Tag in einer Straße ohne Schattenspender geht, weiß, warum man von Asphaltwüste spricht“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Besonders für ältere Menschen, aber auch für Kinder und Personen mit chronischen Erkrankungen ist Hitze eine Gesundheitsgefahr. Laut Agentur für Gesundheit gab es im Vorjahr in Österreich 586 Hitzetote. Im Zeitraum 2003 bis 2012 starben in Österreich rund 2.400 Menschen wegen der Hitze.

In Städten und Gemeinden sind verstärkte Maßnahmen nötig, um die Hitze-Belastung zu reduzieren, betont der VCÖ. Im Ortsgebiet braucht es entlang der Straßen sowie der Geh- und Radwege mehr Bäume. Bäume sind Schattenspender und wirken wie eine natürliche Klimaanlage. Durch mehr Grünflächen und Fassadenbegrünungen kann das Mikroklima weiter verbessert werden.

Auch der Kfz-Verkehr verstärkt in den Städten die Hitze. Die Motoren strahlen Wärme ab, parkende Autos heizen sich in der Sonne auf bis 70 Grad auf. Der Verkehr ist rascher auf Klimakurs zu bringen, vor allem in den Städten, betont der VCÖ. Neben einer fußgängerfreundlichen Verkehrsplanung und dem Ausbau der Rad-Infrastruktur braucht es mehr Bahn- und Busverbindungen vom Umland in die Städte.

Wesentlich ist auch, die Zersiedelung zu stoppen. Jede neue Siedlung bedeutet die Versiegelung durch Häuser und Zufahrtsstraßen, jeder zusätzliche Fachmarkt oder Supermarkt auf der Grünen Wiese bedeutet mehr Bodenversiegelung durch das Geschäft und die Parkplätze. „Derzeit bereitet uns die Hitze große Probleme. Die Bodenversiegelung führt aber auch dazu, dass Böden kein Wasser mehr aufnehmen können und damit Starkregen schneller Überschwemmungen verursachen kann“, stellt VCÖ-Experte Gansterer fest.

Informationen zum Thema Hitzeinseln: www.vcoe.at/hitzeinseln
 
Werbung