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Salzachbrücke

In Salzburg im 1. Halbjahr weniger Verkehrstote

13 Menschen kamen seit Jahresanfang im Land Salzburg im Straßenverkehr ums Leben, informiert der VCÖ. Im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres ist die Zahl der Verkehrstoten um fünf gesunken. Niedriger als heuer war die Zahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten nur im 1. Halbjahr 2013.

"Die 13 Todesopfer des heurigen Jahres sind aber Mahnung, verstärkte Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit umzusetzen. Letztlich gibt es nur eine akzeptable Anzahl von tödlichen Verkehrsunfällen und die ist Null. Diesem Ziel gilt es so nahe wie möglich zu kommen", betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Nur in Salzburg und im Burgenland ist die Zahl der Verkehrstoten im heurigen Jahr zurückgegangen, macht der VCÖ aufmerksam. Österreichweit hingegen nahm die Zahl der Verkehrstoten stark zu. Bereits 188 Menschen kamen nach vorläufigen Zahlen seit Jahresbeginn im Straßenverkehr ums Leben, im 1. Halbjahr 2017 waren es 170. Zum Vergleich: In der Schweiz kamen im gesamten Vorjahr 230 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Hoch war in Österreich die Anzahl der tödlichen Motorradunfälle. Das warme Wetter zwischen April und Juni hat zu mehr Motorradverkehr geführt. Auch ist zu beobachten, dass bei schönem Wetter und vermeintlich optimalen Fahrbahnbedingungen manche meinen, schneller als erlaubt fahren zu können.  "Das Wetter darf aber keine Ausrede für den Anstieg der tödlichen Verkehrsunfälle. Die Rahmenbedingungen sind so zu gestalten, dass bei jeder Bedingung die Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmer hoch ist", stellt VCÖ-Sprecher Gratzer fest.  

Um die Zahl der Verkehrsunfälle  zu  verringern, gilt es bei den Hauptunfallursachen  hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit anzusetzen, etwa durch verstärkte Kontrollen und durch die Aufnahme von Handy am Steuer ins Vormerksystem. Auch niedrigere Tempolimits erhöhen die Verkehrssicherheit. So reduziert beispielsweise Frankreich ab Sonntag das Tempolimit auf Freilandstraßen auf 80 km/h, erinnert der VCÖ.

Wesentlich für die Verringerung der schweren Verkehrsunfälle ist auch die weitere Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots sowohl in den Ballungsräumen als auch in den Regionen. Bahn und Bus sind um ein Vielfaches sicherer als Pkw oder Moped und Motorrad, betont der VCÖ. Für die Sicherheit der Jugendlichen und jungen Erwachsene ist es zudem wichtig, dass es Discobusse und Anrufsammeltaxis gibt.

Der VCÖ schlägt vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für die Einführung von Discobussen und Anrufsammeltaxis zweck gewidmet wird. In den Gemeinden und Städten kann durch Verkehrsberuhigung sowie einer fußgängerfreundlichen Verkehrsplanung die Zahl der Verkehrsunfälle reduziert werden.


VCÖ: Heuer deutlich weniger Verkehrstote als im 1. Halbjahr des Vorjahres
(Bei Verkehrsunfällen in Salzburg tödlich Verunglückte)

1. Halbjahr 2018: 13 Verkehrstote (vorläufige Daten)

1. Halbjahr 2017: 18 Verkehrstote

1. Halbjahr 2016: 18 Verkehrstote

1. Halbjahr 2015: 20 Verkehrstote

1. Halbjahr 2014: 14 Verkehrstote

1. Halbjahr 2013: 8 Verkehrstote

1. Halbjahr 2012: 20 Verkehrstote

1. Halbjahr 2011: 13 Verkehrstote

1. Halbjahr 2010: 21 Verkehrstote
Quelle: BMI, Statistik Austria, VCÖ 2018

VCÖ: Die meisten tödlichen Unfälle in Niederösterreich (1. Halbjahr 2018 - in Klammer 1. Halbjahr 2017)

Niederösterreich: 51 Verkehrstote (48)

Oberösterreich: 42 (36)

Steiermark: 29 (23)

Kärnten: 18 (11)

Salzburg: 13 (18)

Tirol: 12 (11)

Vorarlberg: 9 (7)

Wien: 8 (8)

Burgenland: 6 (8)
Österreich: 188 (170)
Quelle: BMI, Statistik Austria, VCÖ 2018
 
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