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Salzachbrücke

Alpen-vor-Land - Ein Landstrich frei von Kitsch und Klischee

Der westliche Teil des bayerischen Rupertiwinkels ist geprägt durch starke Unternehmen in sanfter Landschaft, durch Salzburger Vergangenheit und Bayerische Tradition, durch nicht mehr Alpen und noch nicht Ebene…

Mag. Thomas Haas

Sonst kommt das SALZACHbrücken-Land auch ganz gut ohne rastlose Autobahn aus. Umso bezeichnender der Gegensatz zwischen dem Asphaltband der A 8 im südlichen Gemeindegebiet von Teisendorf und jenen wie willkürlich in die Alpenvor-Landschaft geworfenen Ortschaften im Nordwesten der Gemeinde. Die Fernverkehrsanbindung der nur über eine wildromantische Berg- und Talwertung zu erreichende Anschlussstelle Neukirchen liegt nicht umsonst etwas im Abseits. Zu diesem nach Norden hin sanft auswellenden, hie und da auch zaghaft aufwallenden Landstrich will eine derart pulsierende Hauptverkehrsader so gar nicht passen.

 

Owa kemma und si gschbian

Erst mal muss man hinauf auf den Hügel von Holzhausen, den sich das Spa-Hotel Gut Edermann vor wenigen Jahren zum einzig wahren Ort für Erholung, Genuss und eben Gespür auserkoren hat. Das frühere Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ war einer Wohlfühl-Vollversorgung am Nerv der Zeit gewichen – die überwältigende Aussicht auf das Voralpenpanorama zwischen Salzburg und Chiemsee ist geblieben. Mit den vier Säulen LebensArt, Gourmet, Spa und Aktiv bedient die Philosophie des Hauses zielsicher wesentliche Bedürfnisse der modernen Leistungsgesellschaft – damit ist es in der Branche freilich nicht allein; das Besondere an diesem Standort liegt darin, dass diese Region wie geschaffen dafür ist, den Alltagsstress abzuschütteln, Körper und Seele Gutes zu tun und zu genießen.

Kein Wunder, dass auch ein Stück weiter nördlich in Waging am See im Tennis-Wellnessgarten Entspannung, Erholung und Genuss vom Feinsten geboten wird. Eindrucksvoll das freistehende Saunagebäude mit einer Glasfront in Richtung Schwimmteich. Mit einer breiten Palette von Anwendungen – einzeln oder im Paket – und einer individuell gestaltbaren Aufenthaltsdauer kann man den Wellnessgarten für die schnelle Erfrischung zwischendurch oder auch für eine ganze Woche Verwöhnprogramm besuchen. Freunde des schnellen Balles können sich zusätzlich am Tennisplatz auspowern oder sich durch erfahrene Trainer unterweisen lassen. Wie die beiden Beispiele deutlich zeigen, lassen sich zeitgemäße Wellnessangebote längst auch in unserer Nähe genießen, nicht mehr bloß in riesigen Thermentempeln irgendwo weit weg.

Aber Waging muss sich auf unserer Tour durch die Region noch etwas gedulden. Von der Autobahn oder auch der streckenweise gut ausgebauten B 304 (Freilassing – Traunstein) heißt es erst mal drastisch abbremsen von 120 auf 20 km/h. Teisendorf hat angesichts einer großzügigen Umfahrungsspange die Gelegenheit wirklich beim Schopf gepackt mit der radikalen Verkehrsberuhigung im revitalisierten Ortszentrum. Die gerne bemühte Assoziation mit dem mediterranen Flair italienischer Städte hat zweifellos ihre Berechtigung. Bummeln, gustieren und einkaufen und auf einen feinen Kaffee oder, wenn man rechtzeitig dran ist, auch schon mal auf eine Weißwurst einkehren. Diese Atmosphäre bekommt kein noch so gut klimatisiertes Shopping-Center hin. Oder ist eine der geneigten Leserinnen schon mal mit dem Partner am Sonntag gemütlich durch ein Einkaufszentrum flaniert, um wie zufällig vor dem Juwelierladen durch wortreiches Entzücken seine Aufmerksamkeit unfehlbar auf die einzige, zum Sterben schöne Kette zu lenken? Eben…

 

Verantwortung mit Würze und Frische

Da kommt einer aus dem Bayerischen Wald in den Rupertiwinkel, kaum dass dieser aus dem Fürsterzbistum Salzburg an Bayern übergegangen ist, und kauft sich so eben mal innerhalb von nicht einmal zehn Jahren zwei Brauereien. Kontinuierliche Expansion, Standort- und Qualitätssicherung und vor allem das Hochhalten einer unternehmerischen Familientradition über mittlerweile sieben Generationen im Braugeschäft machten die M.C. Wieninger Privatbrauerei zu einer regionalen Institution. Förderung des regionalen Brauchtums, soziales Engagement und eine vorbildliche Umweltpolitik mit Pioniercharakter sind nur einige gute Gründe, warum sich dieses Familienunternehmen einen fixen Platz ganz weit vorne unter den Pionieren der heimischen, regionalen Wirtschaft gesichert hat.

Als Kontrapunkt zum kleinstädtischen Charakter des Marktfleckens herrscht in den Orten rundum und dazwischen noch echtes Landleben vor. Das ist schon alleine deshalb erwähnenswert, da unsere Gesellschaft bezüglich ihrer Einschätzung des Landlebens einen gründlichen Paradigmenwechsel vollzogen hat. Die Verbundenheit zur Natur, der unverblümte Arbeitseifer und der einfache Lebensstandard der Landbevölkerung wurden vordem eher gering geschätzt; vor dem Hintergrund immer verrückterer Turbulenzen auf allen Ebenen des modernen Lebens finden sie aber bis zuletzt mehr und mehr Beachtung. Alleine das Angebot für Urlaub am Bauernhof war noch nie so breit aufgestellt wie heute. Was so ganz nebenbei mit sich bringt, dass nun auch bei landwirtschaftlichen Anwesen da und dort eine blinkende Wasserfläche zum Eintauchen lockt.

 

Baden gehen – mit Stil

Wer sich vier Jahrzehnte hindurch mit allen Facetten der Schwimmbadtechnik beschäftigt hat, der lehnt sich entweder zurück und verkauft ein flaches Sortiment fertiger Anlagen und Produkte mit gut kalkulierbaren Gewinnmargen; oder er heißt Heindel und stellt sich immer neuen Herausforderungen und Projekten, um eigene Erfahrung, Fachwissen und Kreativität in individuelle Lösungen zu investieren. Die Wünsche der Kunden – gleichgültig, ob es um Schwimmbecken, Whirlpool oder Sauna geht – mit den örtlichen Gegebenheiten und anderen Rahmenbedingungen im Einzelnen so unter einen Hut zu bringen, dass herzeigbare Ergebnisse herauskommen, ohne dass der Kundschaft danach das Wasser auch außerhalb des Beckens bis zum Hals steht, das zeichnet solide, regional verwurzelte Unternehmen wie die Firma Heindel aus.

Auch die ländlichen Gebräuche und das Wissen um die Natur bis hin zu alten Heilmethoden werden zusehends geschätzt und nachgefragt. Und hier im Rupertiwinkel wird altes, heimisches Brauchtum noch unverfälscht gepflegt. Da geht es den Aperschnalzern zunächst nicht darum, Gästen oder Sponsoren zu gefallen. Da zielt man schlicht auf die schönsten Schwünge und die lautesten Schnalzer ab; immerhin geht es ja der Überlieferung nach um das Vertreiben des Winters, damit die Felder wieder bestellt werden können, und um Fruchtbarkeit auf denselben, indem die unterm Schnee liegende Saat geweckt wird. Auch der Leonhardiritt, der alljährlich zu Pfingsten Holzhausen für eine ganze Woche in Feststimmung versetzt, zieht jede Menge auswärtige Gäste an, behält aber vor allem auch für die Einheimischen eine besondere Bedeutung.

 

Hinter Gittern

Wo sich in „Schonrein“ bereits seit unvordenklicher Zeit die Wege kreuzten, da lud schon vor 500 Jahren eine „Tafern zu Scharamb“ zum Einkehren. Seit 1780 im gleichen Familienbesitz atmet das heutige Bräustüberl Schönram Tradition. Und die fängt gleich beim Eingang an. Was dem Wirt die Beständigkeit seiner Stammtischgäste, sind jenen ihre ständigen Tischgenossen, die Bierkrüge – genauer: Stammtischbierkrüge. Und eben diese werden für die treuesten Besucher stets bereit und doch sicher vor unbefugtem Zugriff hinter Gittern aufbewahrt. Auch das in der Gastgartensaison täglich vor den Augen der Gäste im Holzofen gebackene Bierbrot ist Tradition in Reinkultur. Da schmeckt‘s frisch gezapfte Schoaramer gleich noch einmal so gut.

Auch die Natur verzaubert im Rupertiwinkel immer wieder mit ganz besonderen Erscheinungsformen. Nimmt man bloß einmal den mäandrierenden Lauf der Sur her, so stellt sich doch die Frage, warum dieses nicht gerade verborgen dahinfließende Gewässer von der Regulierungs- und Begradigungswut im ausgehenden 19. und im vergangenen Jahrhundert verschont geblieben war. Als Geschiebe für die Sur etwas zu behäbig sind die zehn Findlinge aus dem Marktgebiet in Teisendorf, an deren Beispiel im Geopark Eichelgarten am östlichen Rand des Marktes Näheres über die verschiedenen alpinen Gesteinsarten und deren vor allem eiszeitliche Wanderbewegungen zu erfahren ist. Ungleich weicher und sanfter präsentiert sich dagegen der Schönramer Filz südlich von Petting. Auf dem Heidewanderweg ergehen sich die Besucher ein erhebendes Naturerlebnis inmitten der reich erhaltenen Tier- und Pflanzenwelt dieses Hochmoores.

 

„Leben im Garten“

Dem Slogan von Gartenmöbel Lang in der Gemeinde Petting kann man angesichts der aktuellen klimatischen Veränderungen eine unternehmerische Weitsicht nicht absprechen. Die Zeiträume im Jahr, da wir uns im Freien aufhalten und Außenbereiche wie Gärten genießen können, werden immer länger. Da liegt der Gedanke alles andere als fern, sich auch draußen schön langsam gemütlich und geschmackvoll einzurichten. Ein Obelisk, der anzeigt, wo oben ist; ein steinerner Löwe als Hochzeitsgeschenk für Katzenliebhaber; das auf Hausbank zurecht gesägte alte Boot für hochwassersichere Mittagschläfchen; und schließlich die ebenso unvermeidliche wie unverwüstbare Rattan-Sitzgruppe: Beim Lang gibt es passende Möbel und Wohnaccessoires für so ziemlich jeden Geschmack; und wer weiß, vielleicht tauchen demnächst sogar noch formschöne Hinkelsteine im Sortiment auf...

Nicht bloß die Moor- und Heidelandschaft, auch die sanfte Hügellandschaft des Rupertiwinkels bietet sich für kürzere oder auch ausgedehnte Wanderungen oder Radtouren an. Vom südlichen Westufer des Waginger Sees etwa ist mit wenig Mühe der Mühlberg zu erklimmen, wo nicht nur das Wallfahrtskirchlein sehenswert ist, sondern vor allem die herrliche Aussicht über den Waginger See und den malerischen Rupertiwinkel. Wen das zu wenig fordert, der wendet sich einfach ein paar Kilometer weiter südlich dem Teisenberg oder anderen höheren Zielen zu.

 

Schritt für Schritt…

…wirken jede Menge Kräfte vom Auftreten der Füße ausgehend auf unseren ganzen Körper, insbesondere auf die Gelenke und die Wirbelsäule bis hinauf zu den Kieferknochen. Wer da noch glaubt, es sei unerheblich, was man sich über die Füße streift, um damit vielleicht kilometerweit zu gehen oder sonst stundenlang auf den Beinen zu sein, muss wohl noch über einen ziemlich unverbrauchten Körper verfügen, der nicht sofort anzeigt, wenn etwas nicht passt. Da unser Körper aber auf andauernde Beleidigungen ganz schön nachtragend reagiert, empfiehlt es sich auch schon in der Jugend auf das richtige Schuhwerk zu achten. Beim Orthopädieschuhmacher Kammhuber in Petting gibt es nicht bloß Fußtests, Beratung und die erforderlichen Maßnahmen für individuell passendes Schuhwerk. Hier treffen ein breites, modisches Schuhsortiment und die geschulte Betreuung nach orthopädischen Erfordernissen zusammen.

Petting liegt ja nicht gerade verkehrsgünstig an einer überregionalen Verbindungsstrecke, noch wirklich nahe zu absatzstarken Ballungszentren. Im Gegenteil muss man schon genau auf die richtige Abzweigung achten, um überhaupt in den Ort zu gelangen. Da ist der Besucher dann doch erstaunt, welche Dichte an Gewerbe- und Handwerksbetrieben in dieser Siedlung zwischen Waginger See und Schönramer Filz anzutreffen ist. Vor allem, weil sich dank des Anbindegebots der bayerischen Raumordnung keine Satelliten-Gewerbegebiete entlang der Durchzugsstraße bilden können. Die weit über eine reine Daseinsvorsorge hinausgehende Nahversorgung dieser vielen kleinen und mittleren Unternehmen trägt ganz wesentlich zur nahezu pausbäckigen wirtschaftlichen Stärke dieser Region bei.

 

Unter Strom

„War eh so billig!“, der Toaster aus dem Mega-Schnäppchen-Lockangebot beim Elektro-Großmarkt, weshalb er auch umgehend entsorgt wird, sobald etwas klemmt oder hängt. Und so wandeln wir laufend wertvolle Energie und Rohstoffe in gefährlichen Abfall um. Von den Emissionen am Weg zum Einkaufs- oder vom Zustellzentrum ganz zu schweigen. Da sind Unternehmen wie Elektro Demel in Petting seit über fünfzig Jahren ein wahrer Lichtblick; schon allein, weil sie einfach da sind, wo auch die Kunden leben. Hier werden neue Haushaltsgeräte der interessierten Kundschaft in eigenen Vorführungen präsentiert. Umgekehrt werden aber auch alte Geräte noch repariert, anstatt sie sofort auszutauschen. Mit einem Team von knapp einem Dutzend Elektrikern ist Demel auch vor Ort Spezialist für alle Arten der Installation von Türöffnungs- über EDV- bis hin zu Photovoltaik-Anlagen.

 

Möbel in Schreinerqualität

Wenn der Nachwuchs mit dem druckfrischen Meisterbrief in der Tasche eine völlig neue Produktschiene im heimischen Betrieb hochfahren will, geht das oft nicht friktionsfrei. In der Schreinerei Kraller in Petting dürfte das jedoch ganz gut geklappt haben. Kraller-Treppen sind seit über zwanzig Jahren Qualitätsprodukte aus soliden und edlen Hölzern, da und dort durchsetzt oder angereichert mit Elementen aus Edelstahl, Glas und neuerdings auch gerne wieder Schmiedeeisen. Zehn Mitarbeiter vom Fach stellen alle Holzbestandteile in höchster Perfektion selbst her. Seit 2008 werden in der Firma Kraller nun auch Möbel hergestellt, mittlerweile unter der Leitung des jungen Meisters. Innovative Ideen bei Materialeinsatz und im Design sowie höchster Anspruch an die Qualität lassen hier am Waginger See eine interessante neue Möbellinie erwachsen, die vielleicht noch von sich reden machen wird.

Der Waginger See ist immer wieder ein Erlebnis und kann kaum oft genug hervorgehoben werden, was seine malerische Lage angeht, wie er in diese ohnehin schon reizvolle Landschaft eingebettet ist, und was seine Badequalität betrifft, die nicht nur auf dem Ruf als wärmster Badesee Oberbayerns beruht – was übrigens auch dem benachbarten Abtsee nachgesagt wird; vor allem die Bemühungen der umliegenden Gemeinden im Projekt Ökoregion Waginger See konnten einer Übersättigung des Sees durch abfließende Wässer der landwirtschaftlichen Flächen ringsum erfolgreich gegensteuern.

 

Hier werden sie beschattet!

Wie bereits weiter oben festgestellt, spielen milde Winter und heiße Sommer wie die vergangenen so manchem Anbieter in die Hände. Wenn einmal das Chiemgauer Markisen- und Rollladen-Zentrum aus Petting am Waginger See nach München expandiert, dann dürfte die Nachfrage nach Sonnenschutz nicht gerade am Sinken sein. Verschiedene Modelle von Terrassenbedachungen, Rollläden und Insektenschutz kann man in der Pettinger Zentrale auf mehreren Terrassen in Originalgröße gustieren, aussuchen, zu Hause von den erfahrenen Fachleuten montieren und in der Folge auch warten bzw. gegebenenfalls reparieren lassen.

Und wenn zum Beschatten noch nichts da ist, dann ist es nur ein Katzensprung nach Waging zum Wintergartenanbieter Marohl. Der Familienbetrieb setzt seit beinahe 50 Jahren auf die Abwicklung und Kundenbetreuung aus einem Guss. Schon früh legte man Wert auf die Ausbildung von Fachkräften, um von der Planung bis zur Montage das eigene Produkt begleiten zu können, was zumindest den Verdacht auf solide Qualitätsarbeit aufkommen lässt.

In Waging bzw. Taching und Tengling sind wir auch schon am nördlichen Rand unserer Region Westlicher Rupertiwinkel angelangt. Was nicht bedeutet, dass es hier nicht ebenso einladend weiterginge, mit naturbelassenen Landschaften und intakter, gelebter Tradition. Der besondere Reiz des Rupertiwinkels liegt aber wohl eben in seiner doppelten Grenzlage: Die politische, mit der einzigartigen Mischung aus fürsterzbischöflich Salzburger Vergangenheit bzw. Prägung und der nun bereits 200-jährigen Bayerischen Tradition und Lebensweise; und die topographische unmittelbar den Voralpen vorgelagert, mit deutlicheren Spuren der Eiszeit als die weiteren Ausläufer gegen Norden. Kurz: ein gutes Stück Heimat für alle, die es zu leben verstehen.

 

Kleider machen Leute

Heidi Lebacher hat sich breitgemacht am Waginger Marktplatz. Seit 25 Jahren findet die Damenwelt der Region unter dem Label „lebacher mode“ beinahe alles, was das Herz in Sachen Mode begehrt. Mit reiner Deko hat es begonnen, aber schon bald hat die rührige Jungunternehmerin Stoffe in ihr Sortiment aufgenommen, die für Vorhänge, Tischwäsche etc. auch auf Wunsch genäht und bearbeitet werden. Heute erstreckt sich das Imperium der Damenausstatterin von Waging über gleich drei separate Geschäfte am Platz, in denen sich natürlich jeweils ein eigenes Sortiment findet. An einem Standort hat sich Frau Lebacher etwa auf größere Damengrößen spezialisiert – eine Nische, die in Städten meist besetzt ist, hier in der Region aber durchaus noch auszufüllen war.

 

„A so a Kas!“

…mag sich der Basil Weixler grün und blau geärgert haben, als ihm sein „Bayerischer Gebirgs-Roquefort“ vom Gericht sozusagen unter die ewige Käseglocke gestellt worden war, weil er dem französischen Original zu nahe kam. Aber der Gründer der Bergader Privatkäserei ließ sich nicht beirren und brachte damals vor etwa neunzig Jahren eben den „Bergader Edelpilz“ auf den Markt. Das Familienunternehmen zeigt neben hervorragender Geschäftserfolge auch soziale und ökologische Verantwortung: Die Milch kommt in penibel geprüfter Spitzenqualität von knapp 2.000 landwirtschaftlichen Betrieben in Oberbayern und dem angrenzenden Österreich.

In den Bereichen Qualitätskontrolle, Produktsicherheit und Umweltmanagement war Bergader immer bei den Ersten dabei, sich unabhängigen Zertifizierungen zu stellen. Nicht bloß in der deutschen Lebensmittelbranche, erst recht auch unter den Pionieren der heimischen, regionalen Wirtschaft rangiert Bergader im Spitzenfeld!

 
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