. .
Salzachbrücke

Die Mühlen von Plotz

Unweit der Stadt Salzburg führen durch den Naturpark Plötz abwechslungsreiche Wanderungen unterschiedlicher Länge
– ideal für die kommende, wärmere Wanderzeit.

Christian Schickmayr

Kühl und schattig beginnt die Wanderung gleich nach dem Start an der Wiestal-Bundesstraße. Von Salzburg oder Hof kommend fährt man in Richtung Ebenau, etwa 1 km vor dem Ort liegt rechter Hand der Schroffenwirt und wenige hundert Meter danach weist ein Hinweisschild an einem kleinen Parkplatz auf den Naturpark Plötz.
Nach wenigen Minuten hat man bereits die erste Mühle erreicht. Die im Verlauf der Wanderung anzutreffenden Mühlen waren bis etwa 1960 alle in Betrieb und wurden in den letzten Jahren liebevoll restauriert. Die meisten davon sind sogar noch funktionsfähig. Im unteren Bereich des Wanderweges führen zahlreiche Steige zwischen den Mühlen herum und man kann in Ruhe zwischen den Bauwerken wechseln und alles besichtigen. Der Weißbach, welcher die Mühlen speist, entspringt im Koppler Hochmoor und bildet im Bereich der Mühlen mehrere Tümpel, die im Hochsommer zum Baden einladen. Im Bereich der Mühlen wurde auch ein Staubecken angelegt, welches ebenfalls zur Rast und zum Bade lädt. Nicht entgehen lassen sollte man sich den kurzen Stichpfad zu einem ca. 25 Meter hohen wildromantischen Wasserfall, an dessen Mündung eine herrliche Schotterbank liegt. Am oberen Ende des Wasserfalls liegt ebenfalls eine Mühle.
Nach diesem beeindruckenden Einstieg ins Reich der Plötzer Mühlen beginnt die eigentliche Wanderung. Für den markierten Mühlenrundweg sind gemütliche zwei Stunden zu veranschlagen. Der Weg führt rechts mäßig steil hinauf, nach etwa 15 Min. erreicht man eine links liegende Brücke über den Weißbach, die wir überqueren. Gerade weiter geht es von hier über Hinterschroffenau nach Koppl.
Nach der Brücke führt der Weg weiter durch einen Buchenwald, wir erreichen den höchsten Punkt der Runde, den „Watzmannblick“ (759 m). Eine Rastbank verleitet uns zu einer kurzen Pause, über den grünen Hügeln des Gaisberg-Ausläufers Gurlspitze lugt der Watzmann hervor.
Über steile Serpentinen geht es nun durch den Buchenwald abwärts bis an den Waldrand mit Blick nach Ebenau. Es lohnt sich, dem Weg nach Westen zu folgen, um die einzigartige Pertill-Doppelmühle zu besuchen. Eine Mühle mit zwei Mühlrädern, welche sich zwei Besitzer teilen mussten, da der Wasserdruck immer nur zur Beförderung eines einzelnen Mühlrades reichte. Auch diese Mühle war bis 1967 in Betrieb.
Von hier führt der Weg zurück am südlichen Waldrand entlang eines Themenweges, an einer neu renovierten Kneipp-Station kann man die erhitzten Füße kühlen, bevor es durch den Buchenwald wieder zu oben beschriebenen Staubecken zurückgeht.
Wem diese kurze Runde zu wenig ist, kann ab der Pertill-Doppelmühle nach Koppl und weiter zum Nockstein oder zum Gaisberg wandern und aus dem Mühlenrundweg eine Tageswanderung machen. Entlang der Mühle führt eine Schotterstraße leicht bergan in einen Wald, nach diesem geht es auf Asphalt weiter bis zum Koppler Hochmoor und über markierte Wanderwege zum Nockstein. Von dessen Gipfel führt ein schmaler, sehr romantischer und aussichtsreicher Pfad entlang des Grates zurück nach Koppl. Kurz vor dem Ortszentrum geht es rechts über eine Brücke nach Hinterschroffenau. Nach den letzten Häusern führt ein Wanderweg wieder zurück zum Mühlenrundweg.
 
Werbung