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Salzachbrücke

Alles fließt

Hoher Schutz unserer Trinkwasserqualität
Österreich und Bayern – sohin auch das SALZACHbrücken-Land – sind mit vergleichsweise gutem Trinkwasser gesegnet. Im Normalfall muss niemand Angst haben, vom Genuss des Leitungswassers akute gesundheitliche Schäden zu erleiden. Störfälle kommen auch bei den besten Wasserversorgungen vor, veraltete Leitungssysteme können lecken und nicht zuletzt kann es in Einzelfällen zu überhöhten Schadstoffemissionen aus Landwirtschaft, Industrie oder Gewerbe kommen. Um gesundheitsschädigende Überschreitungen von in der Trinkwasserverordnung festgesetzten Grenzwerten möglichst frühzeitig zu erkennen, führen die Wassergenossenschaften und Gemeinden regelmäßige Kontrollen durch.
Ob das Trinkwasser nun über Brunnen aus dem Grundwasserkörper oder wie im Falle des Wasserverbandes Salzburger Becken über fünfzig und mehr Kilometer lange Leitungen aus Gebirgsquellen kommt: Ein gewisser Eintrag an Umweltgiften aus Luft und Boden im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte bleibt nicht aus. Da müsste man schon in größere Tiefen der Erdkruste vordringen wie etwa ein Grundeigentümer im Oichtental bei Michaelbeuern gezeigt hat. Aus einem bis zu 150 Meter tiefen Brunnen wird im Ortsteil Vorau sogenanntes artesisches Wasser gewonnen. Da es mindestens sechzig Jahre benötigt hat, um in diese Schichten zu versickern, ist dieses Wasser bis auf weiteres noch garantiert frei von radioaktiver Belastung nach Tschernobyl, von Pestiziden, Medikamentenrückständen und anderen „modernen“ Belastungen ganz zu schweigen.

Reichlich Wasser spült, reinigt und hält fit    
Wozu aber überhaupt soviel Aufhebens um jenes Getränk, von dem man früher noch sagte, es mache „Läuse im Bauch“? Ähnlich der Oberfläche unseres Planeten besteht auch unser Körper zu nahezu drei Vierteln aus Wasser. Wesentliche Funktionen unseres Organismus, allen voran die Durchblutung und damit Herz- und auch Hirntätigkeit hängen unmittelbar von einer ausreichenden Wasserzufuhr ab. Die Abwehrkräfte werden durch beweglichere Immunzellen gestärkt. Reichliche Spülung schützt das wichtigste Reinigungsorgan Niere vor Steinen. Kopfschmerzen und Konzentrationsschwächen rühren oft von unzureichender Wasserversorgung her – 1.400 Liter fließen täglich durch unser Gehirn! Schließlich steigt der Blutdruck nicht nur verkalkter Gefäße wegen, sondern auch durch dickflüssiges Blut. Und nicht zuletzt lassen sich überflüssige Kilos mit bewusstem Wasserkonsum wegspülen.
Wie viel Wasser der gesunde Organismus nun braucht, kann jeder für sich selbst recht einfach mit Hilfe der bewährten 40 Milliliter-Formel ausrechnen. Demnach erhält man seinen persönlichen, täglichen Flüssigkeitsbedarf, indem man das eigene Körpergewicht in Kilogramm mal 0,04 nimmt. Eine Frau oder ein Mann mit 75 Kilogramm sollte demnach drei Liter Wasser pro Tag zu sich nehmen. Der Bedarf kann sich bei Hitze oder während eines Konditions­trainings um 25% erhöhen (in unserem Beispiel auf 3,75 Liter). Auch der regelmäßige Aufenthalt in klimatisierten Räumen löst einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf aus. Dem unbelasteten Leitungswasser sind in diesem Zusammenhang Kräutertees oder dünne Suppen weitgehend gleichzuhalten. Kaffee wirkt allerdings kontraproduktiv. Jede Tasse sollte mit zwei Gläsern Wasser ausgeglichen werden. Und Mineralwässer sind durchwegs höher belastet als unser Leitungswasser.

Belastetes Wasser schadet dem Körper
Was aber bedeutet der Zusatz „unbelastetes“ Trinkwasser? Soll das Wasser seine reinigende und entschlackende Wirkung im Körper optimal entfalten, dann setzt dies voraus, dass es nicht selbst schon eine Menge Fremdstoffe wie Kalk, Schwermetalle, Giftstoffe oder Keime mit sich bringt. Der französische Hydrologe, Professor Louis-­Claude Vincent entdeckte in langjährigen Studien, dass etwa die Neigung zu Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen in Regionen mit hartem, kalk- und salzreichen, also stark belastetem Wasser, deutlich höher war, als in Regionen mit weichem, minder belastetem Trinkwasser. Der Grad der Belastung lässt sich nach Professor Vincent unter anderem am elektrischen Leitwert des Wassers erkennen. Je mehr vor allem an Kalk und meist schädlichen Salzen das Trinkwasser enthält, desto schwerer verarbeitet es der menschliche Organismus. Spätestens ab einem Härtegrad des Wassers von etwa 10 °dH überschreitet auch der elektrische Leitwert deutlich jene Schwelle, an der das Wasser keinerlei reinigende oder entschlackende Wirkung im Körper mehr erzielen kann, vielmehr diesen im Gegenteil sogar belastet. Wie gesagt, niemand wird von einem Glas herkömmlich belasteten Wassers Kopfschmerzen oder Bluthochdruck bekommen. Entscheidend ist aber die Menge der mit dem Trinkwasser regelmäßig aufgenommenen Fremdstoffe. Bei drei bis vier Litern pro Tag, wie sie der durchschnittliche erwachsene Organismus zur dauerhaften Aufrechterhaltung seiner Funktionen braucht, ist es durchaus kein Luxus, sich über die Qualität des eigenen Trinkwassers Gedanken zu machen.
 
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