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Salzachbrücke

Große Kraft im kleinen Korn – die Hirse-Power

Es gibt Menschen, die sich nicht mit Oberflächlichkeit zufrieden geben, die Risiken eingehen, nicht nur erfreuliche Erfahrungen sammeln, um schließlich so etwas Ähnliches wie den „Stein der Weisen“ zu entdecken.
„Ein alter Körnerbauer hat immer wieder angedeutet, es gäbe eine ‚noch bessere Hirse’ als die bekannten Sorten“, erinnert sich Erwin Hurter an seine Lehr- und Wanderjahre, als er auf einem Getreidehof im Alpenvorland Station machte. Noch besser als Braunhirse? Das stachelte Hurters Pioniergeist an und Produktentwicklung wurde zu seiner besonderen Stärke.
Er machte sich auf die Suche nach dieser „noch besseren Hirse“, mit höchstem Wert an wertvollen Inhaltsstoffen. In verschiedenen Ländern, in Afrika, in Asien sammelte er unzählige Proben und ließ sie in deutschen Laboren analysieren.
Unter allen Proben stach „Eleusine coracana“ aus der Gruppe der Fingerhirsen, die wiederum der Familie der Süßgräser zugeordnet ist, deutlich hervor.

Höchster Kalzium- und Magnesiumgehalt
Dass sich die kleinkörnige Getreidefrucht seit Jahrtausenden als Nahrungs- und Futtermittel weltweit bewährt, hat seine Gründe: Hirse ist äußerst mineralstoffreich, Hirse strotzt vor Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Kalium und, im Vergleich zu anderen Getreiden, sind besonders viel Silizium, Eisen und Vitamin B6 enthalten.
Und Corakorn, die „noch bessere Hirse“, die Hurter in Indien aufgespürt hat, gilt als Ur-Hirse, ursprünglich und unverzüchtet. Typisch Hurter: Er startete in Österreich einen Anbauversuch von dieser Fingerhirse-Art – mit der Erkenntnis, dass diese Hirse in ihrer sonnenreichen Heimat Südindien doch am besten gedeiht. Dort steht er in Verbindung mit einer Agrargemeinschaft, die erst mal selbst ihre Laboranalysen erstellt. Hurter, der mit Apotheker Kusiek aus Simbach einen kongenialen Geschäftspartner gefunden hat, gibt in Deutschland weitere Analysen in Auftrag, und lässt Corakorn in Siegsdorf in Rohkostqualität vermahlen.
„Wir verarbeiten gelbes bis braunes Corakorn, wobei die Devise gilt: Je dunkler, desto mineralstoffreicher.“ Unter dem Namen „Bio Corakorn“ wird in deutschen und österreichischen Reformhäusern und Bioläden reine Eleusine coracana, ungeschält, komplett und unverfälscht angeboten.

„Bewegliches Gelenk“ – gut für Bänder, Sehnen und Gelenke
Der Name Corakorn beruht auf der altindischen Bezeichnung, die „bewegliches Gelenk“ bedeutet. Das ist ein springender Punkt! „Viele Kunden merken schon nach kurzer Zeit eine Wirkung“, so Hurter. Schmerzen werden geringer oder verschwinden sogar. Dieses Phänomen erweckte Hurters Neugierde: Wie ist eine so schnelle Wirkung möglich? Kann die Vielzahl der Inhaltsstoffe so rasch wirken? Oder sind es die basisch-entsäuernden Eigenschaften des kleinen Korns? Hurter ist von Letzterem überzeugt. Egal – die Wirkung ist letztlich wichtig. Eine Hauptrolle spielt nach seiner Ansicht dabei der Siliziumgehalt: „Silizium zeigt sich nicht nur im Hautbild, an Haaren und Fingernägeln, Silizium bindet Feuchtigkeit und baut Gelenkschmiere auf“, das sei lange schon bekannt, auch wenn es derzeit noch keinen offiziellen Wert des Tagesbedarfs gibt. Laut Erfahrung liegt er bei 30 bis 40 mg für Erwachsene. Hurter: „Allerdings verwechseln viele Siliziumgehalt mit Kieselsäuregehalt“, was uns in Bereiche von Mineralogie und Chemie entführen würde. Bleiben wir bei den allerwichtigsten, natürlichen Inhaltsstoffen dieses basischen Lebens-Mittels: Magnesium aktiviert Stoffwechsel und Muskelfunktionen, trägt zur Verminderung von Müdigkeit und Erschöpfung bei und stabilisiert Knochen und Zähne. Calcium beteiligt sich maßgeblich an den oben genannten Magnesium-Eigenschaften, sorgt für eine normale Funktion der Verdauungsenzyme und wird für die Knochenentwicklung im Wachstum benötigt.

Drei Löffel Power-Hirse täglich
Corakorn schmeckt gut, lässt sich wunderbar untermischen, kann roh genossen werden, und beim Kochen und Backen bleiben die Mineralstoffe erhalten. Empfohlen werden drei Esslöffel täglich, möglichst in Kombination mit Vitamin C, das die Eisenaufnahme verbessert.
Rasch ein Müsli gerührt, frische Obststücke und Cranberries untergemischt, ein paar Nüsse und Crunchies dazu, Agavendicksaft drüber geträufelt und Milch obendrauf – fertig ist das Power-Schüsselchen, das schmeckt und stundenlang sättigt. Und irgendwie, tja, irgendwie auch die Stimmung aufhellt.

Infos:
Hirse ist eine Sammelbezeichnung für „kleinfrüchtiges Spelzgetreide“ mit 10–12 Gattungen. Hirse gehört zur Familie der Süßgräser.
Seit 8.000 Jahren als Nahrung für Mensch und Tier im Gebrauch, seit 4.000 Jahren in China landwirtschaftlich genutzt.
Fingerhirse (Eleusine coracana) ist eine Getreideart und eine Nutzpflanze aus der Familie der Süßgräser. (wikipedia)
 
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