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Salzachbrücke

Hormone bestimmen unser Leben

Tja, die Hormone ... sie bestimmen zu einem großen Teil unser Leben, unsere Lebensqualität und -intensität. Hergestellt in hoch spezialisierten Hormondrüsen übermitteln sie als Botenstoffe wichtige Informationen innerhalb unseres Körpers.

Männliche und weibliche Sexualhormone, Hormone der Schilddrüse (Über- oder Unterfunktion), Hormone der Nebenniere (Stresshormone), der Bauchspeicheldrüse (man denke an Diabetes) – davon haben wir Laien schon gehört, aber das ist nur ein Bruchteil. Und wir haben eine respektvolle Ahnung von der Bedeutsamkeit der Hormone.

Wir haben auch gehört von Gefahren, die von künstlichen Hormonen ausgehen können. Selbstverständlich wenden wir uns an Spezialisten, an Fachärzte und stellen vielleicht fest, dass selbst in der Ärzteschaft unterschiedliche Meinungen existieren.

Und es kann sein, dass wir über Mundpropaganda von – hierzulande – noch recht unbekannten „bioidenten Hormonen“ und von erfolgreichen Behandlungen mit derartigen „menschengemäßen“ Hormonen erfahren. Davon soll hier berichtet werden.

 

Kompliziert und störanfällig

Der Hormonhaushalt ist kompliziert und störanfällig, vom weiblichen Monatszyklus bis zum berühmten Grant alter Herren; Schlaf-/Wachrhythmus, Appetit und Wohlbefinden, wie sehen Haare, Haut und Nägel aus, und was „erzählt“ die Körpersilhouette? Einem geschulten Auge genügt oft ein Blick ins Gesicht ... „Man kann sich nicht auf Referenzwerte verlassen, vielmehr muss man sehr genau wissen, welche Werte tatsächlich optimal sind“, erklärt Dr. Armando Farmini aus Salzburg. In seine gynäkologische Wahlarztpraxis kommen Damen und Herren aller Altersstufen, nehmen teils weite Fahrten auf sich. Ihre Gründe sind unterschiedlich, oft ist es das, siehe vorhin angedeutete, diffuse Gefühl, dass „irgendetwas nicht stimmt“. Gute Erfolge werden bei Erschöpfungszuständen, chronischen Verdauungs- oder Schlafstörungen, Migräne, Hitzewallungen und sonstigen Wechselbeschwerden berichtet. Lust und Laune, Libido, Potenz und manch erfüllter Kinderwunsch, frisches Aussehen, Verjüngung und gesundes Altern – unsere Hormone können wahre Tausendsassas sein.

Sind sie das nicht (mehr) von selbst, aus eigener Körperproduktion, bieten sich Hormonersatztherapien an. Hier scheiden sich die Geister.

 

Bioident – was ist das?

Dr. Farmini hat sich auf Grund beruflicher Erkenntnisse von Behandlungen mit künstlichen Hormonen, die allesamt Nebenwirkungen aufweisen, distanziert. Seit Jahren beschäftigt er sich mit der bio-identen Hormontherapie, ist Mitglied der „International Hormone Society“ mit Sitz in Brüssel, der über 3.000 Ärzte aus aller Welt angehören. „Bioidente Hormontherapie ist keine Modeerscheinung, es gibt sie seit den 60er Jahren“, versichert Dr. Farmini und verweist auf zahlreiche publizierte Studien und umfangreiche Literatur (auch deutschsprachig).

Bioidente Hormone sind körperidente Hormone, da ihre molekularen Strukturen völlig identisch sind mit jenen, die unser Körper selbst produziert oder produziert hat. Sie werden vorwiegend aus der Yamswurzel gewonnen und vom Körper genau so verstoffwechselt wie körpereigene Hormone.

 

Hormone aus der Apotheke, die der Körper als „seine eigenen“ erkennt

Patienten werden per Blut- und/oder Speicheltest auf Hormone untersucht und erhalten, je nach Ergebnis, von Dr. Farmini ein Rezept ausgestellt, nach dem in der Apotheke eine bioidente Hormoncreme zubereitet wird, gelegentlich auch Kapseln, Zäpfchen oder neuerdings Lutschtabletten.

Die Zusammenarbeit mit dem engagierten Salzburger Apotheker Mag. Simon Windhager von der Raphael Apotheke erweist sich als kongenial, befasste er sich bereits vor der Begegnung mit Dr. Farmini mit bioidenten Hormonen. „Gemeinsam haben wir begonnen, dieses Thema umzusetzen“, so Mag. Windhager, dem ebenfalls die Bioidentität am Herzen liegt und der bemängelt, dass künstliche Hormone oft unerwünschte Nebenwirkungen nach sich ziehen. Begründete Ängste vor Hormonen gehen laut Mag. Windhager auf die 60er bis 80er Jahre zurück, als versucht wurde, Hormone zu verändern und wirksamer zu machen, „was aber anstatt der erhofften Vorteile durchaus fragwürde bzw. nachteilige Ergebnisse hervorbrachte.“

 

Unsere Umwelt ist durch Hormone belastet

So wird der Apotheker häufig mit Fragen nach der Gefährlichkeit bioidenter Hormone konfrontiert, worauf er beruhigt: „Diese Hormone sind schon seit unserer Zeugung unserem Körper vertraut.“

Manche PatientInnen fragen, ob Hormonregulierung nicht der Natur überlassen werden sollte, die alles recht mache ... Mag. Windhager: „Unsere Welt ist nicht frei von Hormonen. Sie befinden sich im Grundwasser und in Speisen, in Farben, Konservierungsstoffen, in Kosmetik und Plastik. Da kann unser Hormongleichgewicht leicht durcheinander kommen.“ Auch unser Lebensstil trägt zu Störungen bei; so gilt Stress als Progesteron-Killer. In letzter Zeit häufen sich Anfragen – bioidente Hormone gewinnen an Bekanntheit, auch ohne Lobby im Hintergrund.

Bioidente Hormonbehandlungen können diverse gesundheitliche Beschwerden verbessern oder kurieren und ein positives Lebensgefühl erhöhen – was sich in der stilvollen, Palazzo-ähnlichen Ordination des polyglotten Süditalieners Dr. Farmini stets aufs Neue erweist.

Sylvia Nachtmann

 
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