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Salzachbrücke

Balkon und Terrasse - beliebte Freiluftwohnzimmer für die warme Jahreszeit

Was die baulichen Strukturen betrifft, so gibt es unterschiedliche Formen eines Balkons, die auch dementsprechend variationsreich in ihrer Namensgebung sind. Ist ein sogenannter Austritt beim Gebäude nicht hervorstehend, sondern innerhalb der Kubatur, wird er Loggia genannt. Dieser hat für den Wohnbereich eine ähnliche Funktion wie der standardmäßige Balkon. Ist dieser überdacht und von separaten Wänden umgeben, wird er grundsätzlich als Erker bezeichnet. Eine Sonderform in der Architektur wird vor allem im Großstadtbereich angewandt, wenn ein bodentiefes Fenster mit Geländer lediglich minimal aus der Fassade herausragt. Diese Form bezeichnet man als französischen Balkon.

Bauart und Geländer sind regional und stilistisch unterschiedlich
Während im städtischen Bereich praktische Geländeformen wie solche aus Alu oder Alu-Rundrohr Kombinationen sind, finden sich im ländlichen Umfeld durchaus typische Holzbalkone, die regional unterschiedlich gestaltet sind. Eine beliebte Variation, die zugleich stilistisch überzeugt, ist die Kombination aus Holzelementen mit Aluminiumabdeckprofilen, die nicht nur die Langlebigkeit des Geländers gewährleistet, sondern auch durch individuelle Gestaltung sich perfekt dem übrigen Baustil des Gebäudes anpasst. Während für das Material Alu die unkomplizierte Pflege und hohe Stabilität spricht, bevorzugen viele Eigenheimbesitzer den lebendigen Naturrohstoff Holz, der jedem Gebäude sein eigenes Flair verleiht. Individuellen Charakter erhält der Balkon durch die Kombination der einzelnen Materialien untereinander, da bestechen klare Linien des Alumaterials oder sogar des Edelstahls und ergeben mit traditionellem Holz einen einzigartigen Look, der zum Blickpunkt der Fassade wird.
Foto: Auch Sonderanfertigungen sind bei der Fa. Doppler möglich.

Terrassen sind sommerliche Anziehungspunkte zwischen Haus und Garten
Traditionell findet man Terrassen unmittelbar im Anschluss an das Gebäude, meist betritt man diese Fläche durch das Wohnzimmer. Bereits bei der Planung sollte aber bedacht werden, dass ein Zugang von der Küche aus auch sehr praktisch sein kann und deswegen als Lösung vorgesehen werden sollte. Ein interessanter Aspekt ist die Dimensionierung zwischen Terrassen- und Grünfläche, denn ein kleiner Garten wird durch eine großzügig angelegte Rasenfläche optisch vergrößert. Wer dies berücksichtigt, schafft sich trotz beengter Platzverhältnisse sein kleines Paradies mit großer Wirkung. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Fläche eben ist, um tatsächlich bequem sitzen zu können. Gemütlich ist es, wenn Terrasse und Haus stilistisch eine Einheit bilden und als Gesamtkonzept – was die Farb- und Designgestaltung betrifft – wahrgenommen werden.

Die Lage von Balkon bzw. Terrasse entscheiden über deren Beliebtheit
Je nach individuellen Vorlieben werden die Ausrichtungen von Balkon und Terrasse gewählt. Wer gerne im Sommer im Freien frühstückt und auch die Zeit dazu hat, bereits zu dieser Tageszeit im Freien zu sein, der sollte Terrasse oder Balkon nordöstlich ausrichten. Traditionell und um die wärmenden Sonnenstrahlen bis zuletzt ausnutzen zu können, sind Terrasse oder Balkon südseitig ausgerichtet. Wer sie Richtung Westen auslegt, kann bereits im Frühjahr oder im Herbst die letzten Sonnenstunden genießen. In diesem Zusammenhang, speziell für den Hochsommer, ist meist ein effektiver Sonnen- bzw. eventuell auch Windschutz nötig. Je nach stilistischer Ausrichtung kann hier eine Markise oder ein Sonnensegel zum Einsatz kommen, beide Vorkehrungen erfreuen sich größter Beliebtheit und sind bereits in Standardausführungen mit mo­dernster Technik ausgestattet. Gerade für Haus- oder Wohnungsbesitzer, die untertags nicht immer zuhause sind, gibt es Modelle, die mit einem Windsensor ausgestattet sind und ab einer gewissen Windstärke automatisch einfahren. Für welche Version des Sonnenschutzes man sich entscheidet, wird über die Frage der Verwendung definiert. Während eine Markise fix an der Mauer befestigt ist und damit einen bestimmten Raum mit Schatten abdeckt, der unveränderbar ist, kann ein Sonnensegel je nach Vorliebe und Bedarf auf- und abgebaut werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Letztgenanntes zum einen größer ist und zum anderen auch im Garten aufgebaut werden kann, daher eindeutig flexibler in der Anwendung ist als eine Markise. Diese benötigt allerdings bei weitem weniger Platz und ist nahezu wartungsfrei, was wiederum gegen das Sonnensegel spricht, bei dem zumindest das Zugseil in regelmäßigen Abständen nachgespannt werden muss.

Gestaltung von Balkon und Terrasse muss pflegeleicht und robust sein
Die individuelle Gestaltung und Bepflanzung der sommerlichen Wohnflächen können sehr unterschiedlich sein, sollten jedoch gewissen Anforderungen gerecht werden. Dies betrifft vor allem den Bodenbelag, der je nach persönlicher Vorliebe aus Holzdielen, Steinplatten oder Fliesen bestehen kann. In jedem Fall ist zu beachten, dass das Material nicht rutschig ist und auch in der kalten Jahreszeit nicht durch Glätte zum gefährlichen Untergrund wird. Da gerade im Hochsommer die Sonneneinstrahlung sehr direkt ist, empfiehlt es sich, Fliesen auszuwählen, die nicht zu hell sind, da sie sonst durch das Sonnenlicht blenden. Einen Hauch mediterranes Lebensgefühl vermitteln auf Balkonen und Terrassen hierzulande Terracottafliesen bzw. Terracottabelag, die durch entsprechende Tongefäße für Pflanzen komplettiert werden. Bei der Verwendung von Holzdielen sollte robustes Material verwendet werden, da sonst bei Abnützung Splittergefahr besteht, was beim Barfußlaufen im Sommer unangenehm werden kann. Wer nur einen kleinen Balkon hat und dennoch einen Hauch von Grün im Sommer um sich haben möchte, der greift am besten zu Rollrasen, der einfach auf den Betonboden des Balkons aufgelegt wird und äußerst pflegeleicht ist.

Modische Balkon- und Terrassenmöbel komplettieren die Wohlfühloase im Sommer
Je nach Platzangebot und persönlichem Geschmack gibt es die unterschiedlichsten Varianten und Möglichkeiten bequeme Sitz- oder Liegemöbel für sein Freiluftwohnzimmer zu finden. In letzter Zeit hat sich Polyrattan als Material für Gartenmöbelgarnituren durchgesetzt. Diese sind nicht nur äußerst robust, sodass sie auch bei Schlechtwetter und während der kalten Jahreszeit draußen bleiben können, sondern auch sehr pflegeleicht, denn sie brauchen nur mit einem feuchten Tuch abgewischt werden, um wieder im alten Glanz zu erstrahlen. Ein Comeback auf Terrasse und Balkon feiert die Hollywoodschaukel, die in den 70er Jahren von England aus ihren Siegeszug antrat. In den unterschiedlichsten Farb- und Designgestaltungen überzeugt die bequeme und überdachte Liegefläche, die einfach in Schwingbewegungen versetzt werden kann, als begehrtes Erholungs- und Relaxmöbel.
Foto: Gartengarnitur „Octo“  der Firma Doppler aus Eukalyptusholz

Die richtige Bepflanzung erhöht nicht nur den Grünfaktor, sondern erfüllt auch Ansprüche
Während traditionelle Balkonpflanzen in Kästen außerhalb des Balkons angebracht sind und mit ihrer Blütenpracht hauptsächlich Vo­-rübergehende oder den Straßenverkehr beglücken, haben Sträucher oder Kübelpflanzen auf Terrassen mehrere Funktionen zu erfüllen. Sie sind nicht nur ein Augenschmaus, wenn sie in den unterschiedlichsten Farben und Formen blühen, sondern sie können auch Sichtschutz bilden bzw. gewisse Pflanzen haben den Vorteil, lästige Insekten wie Gelsen oder Fliegen fernzuhalten. Dazu zählen unter anderem Tomatensträucher, die zusätzlich zur Funktion als Hingucker auch die sommerliche Salat- und Gemüseauswahl bereichern. Auch Lavendel betört nicht nur durch seine wunderschönen lila Blüten und seinen Duft, sondern macht sich getrocknet auch hervorragend im Wäscheschrank.
Gerade im städtischen Bereich ist ein Stückchen Natur auf der Terrasse oder dem Balkon ein kleines selbstgeschaffenes Paradies und kann die eine oder andere Auszeit vom stressigen Alltag ermöglichen, nicht zuletzt kann bei einer Schönwetterperiode im Sommer Urlaub in „Balkonien“ auch eine erholsame Erfahrung sein.

Susanne Mairhofer
 
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