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Salzachbrücke

Häuser, die mit der Familie mitwachsen

Ein Paar mietet oder kauft eine Wohnung, irgendwann stellt sich Nachwuchs ein, man rückt zusammen. Häufig kommt dann der Wunsch nach einem eigenen Häuschen. Vater, Mutter, Kind finden da gut Platz.
Die Zukunft vor Augen, in der man dem Einzelkind ein Geschwisterchen vergönnt und eventuell ein Au-pair-Mädchen unterbringen will, auch schon an das geräumige Homebüro denkt, das man in einigen Jahren unbedingt braucht, Gäste- und Omazimmer einplant – da will man von vornherein sein Haus großzügig anlegen, um nicht so bald wieder anbauen zu müssen. Und eines Tages: Die „großen“ Kinder sind ausgezogen und die Eltern residieren alleine im viel zu großen, halbleeren Haus.

STARTHÄUSER FÜR JUNGE FAMILIEN
Was liegt eigentlich näher, als an ein flexibles Haus zu denken?
In der – auch im Sinne des Bayerischen Vereins für Heimatpflege e.V. – vorbildlich angelegten Siedlung am „Hüttenthaler Feld“ in Tittmoning gibt es einige Beispiele für Häuser, die „mitwachsen“ können. Zum Beispiel ein Einfamilienhaus für Eltern mit einem Kind: Startstufe mit drei Zimmern auf 70 m2, im Erdgeschoß Wohnen und Küche/Essbereich sowie Diele und Sanitärraum; im Obergeschoß Schlaf- und Kinderzimmer, Bad und Flur.
Bei dieser Variante wird klein angefangen, eine dreiköpfige Familie braucht nicht viel Platz und verfügt noch über wenig Geld. Als Erweiterung ist für später das größere Haupthaus vorgesehen, wenn die Familie gewachsen und das Bankkonto dicker ist.
Neben dieser Mini-Startvariante gibt es auch Modelle mit Startstufe von 126 bis 140 m2, für die künftige kleinere Erweiterungen laut Plan jederzeit angebaut werden können.
Helmut Hiermeier von der Stadtverwaltung Tittmoning: „Bisher sind noch keine derartigen Anbauten erfolgt.“ Dazu seien die Bewohner wohl noch zu jung in der Siedlung aus den späten 1990er-Jahren. Sobald Kinder der Erstbezieher erwachsen sind und selbst mit den Enkeln das Haupthaus bewohnen wollen, möchten Eltern/Großeltern sicher ganz gern eine kleinere Einheit beziehen – die Möglichkeiten sind ideal vorbereitet, etwa als zweigeschossige Einliegerwohnung, mit oder ohne Anbindung im Erdgeschoß, mit gemeinsamem oder getrenntem Eingang.

INNOVATIVES MODULSYSTEM
Die Firma Zenz Holzbau GmbH in Eggelsberg stellt mit seinem grundrissflexiblen Kleinhaus „EinsPlus“ ein Modell mit zwei Etagen und vielen Möglichkeiten vor.
Ausgehend von einem Grundmodell sind bereits in der Planungsphase individuelle Adaptierungen möglich. Dank einer Kreuzlagen-Holzdecke sind im Inneren keine tragenden Wände erforderlich, was die Variabilität des Hauses enorm vergrößert – ohne Mehrpreis (zum Unterschied vom industriellen Fertigteilhaus, bei denen sich Abweichungen vom Ursprungsplan mit Zusatzkosten niederschlagen).

KEINE TRAGENDEN WÄNDE – FREIE INNENRAUMGESTALTUNG
Georg Zenz: „Der erste Schritt der EinsPlus-Variabilität liegt im Planungs-Rastersystem, wo Verschiebungen von Wänden, Raumvergrößerungen oder -verkleinerungen vorgenommen und Module gedreht werden können.“ Das erlaubt dem Bauherrn zum Beispiel, sich für eine offene oder geschlossene Küche zu entscheiden, für ein separates Stiegenhaus oder eine im Wohnraum integrierte Treppe.
Die Anpassung an familiäre Veränderungen im Laufe der Zeit beschreibt Georg Zenz mit der zweiten Form der Flexibilität: „Man kann auch Erweiterungen und Vergrößerungen vornehmen. Ein etwaiger Anbau von Bauteilen wie Terrassenüberdachung, Carport, Garage mit Nebenraum, Sichtschutz sind im System vorgesehen und daher jederzeit durchführbar.“ Beim EinsPlus-Haus gehen auch spätere Veränderungen im Innenraum ohne komplizierte handwerkliche Arbeiten vonstatten, was natürlich auf weitere Sicht Kosten spart. EinsPlus-Häuser lassen sich auch äußerlich nach Wunsch gestalten: mit Flach-, Sattel- oder Pultdach, mit verputzter Fassade oder natürlicher Holzverkleidung – eine Basis, viele Varianten.

BEI BEDARF:
DIESES HAUS KANN WIEDER KLEINER WERDEN
Was von Hochschulen und Vordenkern oft propagiert wird, setzt die Firma Baufritz im oberschwäbischen Erkheim um. Bekannt für die Errichtung von „wohngesunden Bio- und Ökohäusern“ ist Baufritz noch einen Schritt weiter gegangen und bietet „lebendige“ Häuser an, die sich den Lebensphasen anpassen, indem sie erweitert und auch wieder verkleinert werden können.
Das ist so zu verstehen: Ein Kernhaus mit diversen Grundriss-Varianten wird errichtet. Stellt sich Bedarf zur Vergrößerung ein, ob für ein zusätzliches Kinderzimmer, Home-Office, Appartement oder Gästezimmer, kann direkt von Baufritz ein dazu passender Anbau langfristig gemietet und, wenn eines Tages nicht mehr benötigt, wieder zurückgegeben werden. Dafür stehen 16 Grundriss-Varianten und vier Anbauten, also insgesamt 64 unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten aus Kernhaus plus Anbau zur Auswahl.
Der „Ökohaus-Pionier“ Baufritz steht für schadstofffreies Bauen nach ganzheitlichen Gesundheitskonzepten einschließlich patentierter Abschirmung von Elektrosmog in jedem seiner Häuser. Als Träger des Allergiker-Gütesiegels trug Baufritz bereits in der SALZACHbrücke 4/2013 maßgeblich zum Thema „Allergiker-Häuser“ bei.
 
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