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Salzachbrücke

Nageschäden im Garten

Eine Wühlmaus kann in einer Nacht die Rinde eines Jungbaumes abschälen oder die Wurzeln abfressen.
Neben den direkten Fraßschäden sind die aufgeworfenen Erdhügel auf der Grasnarbe oder in den Gartenbeeten lästig.

Wühlmäuse leben in etwa 40 Meter langen Gangsystemen und werden bis zu 150 Gramm schwer. Die Hauptnahrung von Wühlmäusen besteht aus Pflanzenmaterial, das sie direkt von ihren Gangsystemen aus erreichen. Vor allem im Winter benagen die Tiere aber auch die Basis von Baumstämmen und können so Obstbäume und andere Gehölze nachhaltig schädigen.
Auch Feldmäuse können im Garten vorkommen. Dies ist in der Regel aber nur dann der Fall, wenn die Fläche an Grünland angrenzt und in einem typischen Mäusejahr Tiere von Grünflächen in die Gärten abwandern. Feldmäuse fressen neben Gräsern und Kräutern auch Samen und Früchte und nagen gelegentlich an Baumrinden. Auch diese bis zu 45 Gramm schweren Nager legen unterirdische Gangsysteme und Nester in 20 bis 40 cm Tiefe an.
Im Gegensatz zur Wühlmaus ist die Feldmaus regelmäßig an der Oberfläche aktiv. Im Vergleich zu den Mäusen ist der Maulwurf kein Nager, sondern ein Fleischfresser, wie die eng mit ihm verwandte Spitzmaus.
Maulwürfe ernähren sich von Insekten, Engerlinge oder auch Regenwürmer und fressen keine Pflanzen. Deshalb machen Maulwürfe auch keinen Schaden bei den Pflanzen. Sie sind im Haus- oder Kleingartenbereich schlimmstenfalls durch ihre großen aufgeworfenen Maulwurfshügel lästig. Der Maulwurf gehört zu den in Schutz gestellten Tierarten und darf nicht bekämpft werden.
An Schutzmaßnahmen gegen Wühlmäuse gibt es verschiedene Methoden. Für Bäume jeder Art eignen sich Drahtkörbe mit einer Maschenweite von 13 mm zum Schutz des Wurzelsystems. Auch Gräben mit einer Tiefe von 80 cm, gefüllt mit Streusplitt, eignen sich gut zum Schutz der Pflanzen. Wenn einmal Wühlmäuse im Garten eingezogen sind, lassen sie sich mit keinem Mittel mehr vertreiben. Es gibt im Handel verschiedene Produkte, die aber kaum wirksam sind.
Verschiedene Hausmittel wie das Vergraben von Knoblauch, Tierhaare oder Molke zeigen kaum Wirkung. Die bisher getesteten Geräte, die zur Abwehr von Wühlmäusen bestimmte Schallwellen oder Vibrationen erzeugen, sind nicht hinreichend wirksam. Es gibt in der Tierwelt aber verschiedene Arten, auf deren Speiseplan die Wühlmäuse stehen: Angefangen von unseren Hauskatzen, von deren Besitzern noch ein Freigang gewährt wird, bis zu verschiedenen Greifvögeln. Die Jagdbedingungen für Greifvögel im Hausgarten sind aber sehr beschränkt.
Um die Wühlmäuse im Kleingarten zu bekämpfen, müssen wir zur Falle greifen. Es gibt im Handel die verschiedensten Bauarten von Fallen, die mit der richtigen Handhabung alle sehr effektiv sind. Zum Schutz der Tierwelt sollte aber auf Gift verzichtet werden. Ein regelmäßiger Kontrollgang im Garten ist daher sehr wichtig, um einen Befall von Wühlmäusen rechtzeitig zu erkennen.
 
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