. .
Salzachbrücke

Heißhunger nach Süßem? Bitterstoffe helfen.

Wieder eine neue Ernährungsmode? Nein, keine Mode, eine Renaissance. Bitterstoffe werden seit Jahrtausenden in der Naturheilkunde des Fernen Ostens und auch Europas verwendet. Und bis ins vorige Jahrhundert waren unsere Gartenpflanzen noch reicher an Bitterstoffen, so dass mit der täglichen Ernährung ganz automatisch mehr Bitteres verzehrt wurde. Heute sind wir der bitteren Geschmacksrichtung entwöhnt und tendieren zu Süßem, was sich bis zu den gefürchteten Heißhungerattacken ausformen kann, mit schlimmen folgen wie Übergewicht mit allen Konsequenzen.

Der neue Boom: Bitterkräuter
Pfarrer Kneipp hat in seinen Schriften festgehalten: „Wer ein Gärtlein hat, soll darin einen Salbeistock, einen Wermutstock und einen Enzianstock pflanzen.“ Echte „Kräuterfexen“ kennen das altbewährte Bitterkräuter-Pulver nach Bertrand Heidelberger, der vor über 170 Jahren geboren wurde und sein Leben der Heilkunde gewidmet hat. Er mischte sieben Kräuter zu gewissen Anteilen, die einander ideal ergänzen und so zu wirkungsvoller Entfaltung kommen sollen. Eine Messerspitze davon einspeicheln und einige Schluck Wasser nachtrinken – ja, man kann sich daran gewöhnen, bis man auf den mehrmals täglichen Bitter-Kick gar nicht mehr verzichten möchte!

Ein täglicher „Bitter-Kick“ für die Gesundheit
Noch besser wird die Kraft der Kräuter von der Mundschleimhaut aufgenommen, wenn ein Kräuterpulver in öliger Substanz eingenommen wird. Erwin Hurter vom Bioladen Freilassing: „Wir bieten ein Bitteröl auf Basis Kokosöl an, in das eine nach modernen Erkenntnissen ausgewogene Bitterkräutermischung eingearbeitet ist. Eine kleine Menge Bitteröl langsam im Mund zergehen lassen. Die Wirkung kommt von selbst.“

Wozu Bitterstoffe?
Bitterstoffe zählen zu den geheimnisvollen sekundären Pflanzenstoffen, die wichtige Aufgaben für die Pflanzen selbst erfüllen, etwa zur Abwehr von Krankheitserregern oder Schutz vor UV-Strahlung bis hin zur Anlockung von Bestäubern. Für Menschen haben sekundäre Pflanzenstoffe nachgewiesener Maßen Einfluss auf eine Vielzahl von Stoffwechselvorgängen.
Bitterstoffe sind bekannt für ihre Wirkung auf den Bauchraum, auf Magen, Leber und Galle, Bauchspeicheldrüse und die gesamte Verdauung. Der Magen-Darm-Trakt wird tonisiert, die Darmperistaltik angeregt, die Produktion von Verdauungssäften verstärkt, was Bitterstoffen den Ruf als Fatburner einbringt.
Da sich eine gesunde und wohlgeordnete Verdauung auf den gesamten Organismus auswirkt, kann die kurmäßige Einnahme von Bitterstoffen bei Herz-Kreislaufbeschwerden helfen und chronischer Müdigkeit entgegenwirken sowie die Psyche positiv beeinflussen. Dass so nebenbei auch die Haut von innen gereinigt und sogar Akne und Ekzeme gemildert oder geheilt werden können, versteht sich aus gesamtheitlicher Sicht.
In Summe: Bitterstoffe haben auch Anti-Aging-Power. Und der Alterungsprozess beginnt – früher als man gemeinhin denkt – aus medizinischer Sicht um Mitte 30.

Appetitbremse, Fatburner, Anti-Aging-Power
Bitterstoffe wirken auch gegen  Übersäuerung, somit vorbeugend oder lindernd bei Rheuma und Gicht und sie sind Appetithemmer. Das gierige Verlangen nach Süßem und Salzigen wird reduziert, und die Gefahr von Übergewicht herabgesetzt.
Wer kennt sie nicht, die gemeinen Heißhunger-Attacken? Heißhunger ist ein starkes Signal des Körpers, dass ihm etwas fehlt. Leider interpretieren wir dieses Verlangen oft falsch. So kann es sein, dass hinter dem Verlangen nach Essiggurken ein Mangel an Vitamin-C steckt und anders als mit sauren Gurken auszugleichen wäre.
Bei Heißhunger nach Süßem ist meist der Blutzuckerspiegel aus irgendwelchen Gründen aus dem Gleichgewicht geraten, möglicherweise durch Stress. Nascht man jetzt etwas Süßes, ist es genau verkehrt: Um den Blutzuckerspiegel nicht auf Berg- und Talfahrt zu schicken, wäre Obst oder auch Brot besser geeignet.  
Mit der Anwendung von Bitterpulver und -öl, direkt auf die Mundschleimhaut wirkend, am besten schon auf leeren Magen, lassen sich Heißhungeranfälle tatsächlich reduzieren oder sie verschwinden ganz.
Zusätzlich tut man sich etwas Gutes, Bitteres in die tägliche Ernährung etwa mit Chicorée, Artischocken, Radicchio, Rucola, Rosenkohl und Wildpflanzen wie Löwenzahn sowie herbe Kräuter einzubauen.
 
Werbung