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Salzachbrücke

Das Eisen schmieden, solange es heiß ist

Mit der Fähigkeit Metall zu bearbeiten, entstieg der Mensch der Steinzeit. Und seit der archäologischen Eisenzeit hat sich in den Grundzügen des Schmiedens nichts geändert.
Andreas Schlosser, gelernter Kunst- und Bauschlosser (nomen est omen!) aus Fridolfing, ist nicht nur Schlosser und Werkstattleiter an der Justizvollzugsanstalt Laufen, er ist mit Leib und Seele Schmied. In seinem Meisterstück stecken 300 Arbeitsstunden: ein Schwert mit einer Klinge aus 320-lagigem Damaststahl, Scheide, Griff und Parierstange aus Schmiedebronze, der Knauf aus Edelstahl. Bei Fortbildungen in Venedig und Tschechien vertiefte er Wissen und Technik und in gesondertem Kurs erlernte Schlosser das Schmieden von Damaszener Stahl – die Hohe Schule der Schmiedekunst.

Feuer fasziniert doch alle
Über die Volkshochschule Laufen bietet Schlosser in diesem Herbst wieder sechs Kurse an, die in seiner Werkstatt in Fridolfing abgehalten werden. Bei allen Terminen, außer beim Kurs für Fortgeschrittene, können Anfänger mitmachen, vorausgesetzt, sie sind über 18 Jahre. Werkzeuge, Material und Schutzausrüstung werden bereitgestellt. In kleinen Gruppen von maximal fünf Teilnehmern wird das praktische Grundwissen vermittelt. Dazu zählen Feuerführung und Hammerhaltung. Die Hitze des Feuers zu regeln (die richtige erkennt man an der Glühfarbe des Eisens – in den Kursen wird mit 800 bis 1.000 Grad geschmiedet) und den Hammer richtig zu schlagen (Kraftersparnis bei richtiger Haltung), werden als erstes vermittelt. Aus einer ganztägigen Lehrübung wie Spitzen schmieden, einrollen oder kehlen entstehen die Werkstücke der Kursteilnehmer.

Auch Frauen können schmieden
In der Werkstatt wird an zwei Feuerstellen und auf drei Ambossen gearbeitet. An den Wänden reihen sich Hämmer und Zangen diverser Größen und Gewichte. Für extra schwere Arbeiten steht ein Lufthammer bereit.
In den Kursen von Andreas Schlosser erfährt man/frau, wie Gartenstäbe und Rankgitter hergestellt werden, ebenso hübsche Sonnenanhänger, Hufeisen, Ginkgoblätter und geschmiedete Rosen. Zu Schlossers treuesten Kurs-Teilnehmern zählen auch Frauen, die mit Feuereifer bei der Sache sind.

Präsentation und Mitmachen auf Märkten
Schlosser führt auch Arbeiten nach Kundenwunsch aus und ist bereit, individuelle Einzelkurse abzuhalten. Auf Märkten hält er Schmiedevorführungen und verkauft Artikel aus seiner Schmiede. Am Christkindlmarkt in Fridolfing (2./3. Dezember) gibt’s an seinem Stand auch wieder das Schmieden für Kinder, bei dem schon die Kleinen eigene Nikolausstäbe anfertigen.
Aus hartem Eisen etwas herzustellen ist nicht nur ein kreativer Prozess, sondern sicher ein elementares Erlebnis: der nüchterne Baustahl aus dem Fachhandel, das Steinkohlenfeuer in der Esse, das kirschrot bis hellgelb glühende Eisen, das Schlagen und Hämmern und Formen und dann ein selbst hergestelltes, individuelles Stück! Und Schmieden bedeutet auch vorausdenken: Schon über der Esse muss man wissen, wie und was man sofort auf dem Amboss formen möchte. Denn man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist! Im übertragenen wie im praktischen Sinn.Mit der Fähigkeit Metall zu bearbeiten, entstieg der Mensch der Steinzeit. Und seit der archäologischen Eisenzeit hat sich in den Grundzügen des Schmiedens nichts geändert.
Andreas Schlosser, gelernter Kunst- und Bauschlosser (nomen est omen!) aus Fridolfing, ist nicht nur Schlosser und Werkstattleiter an der Justizvollzugsanstalt Laufen, er ist mit Leib und Seele Schmied. In seinem Meisterstück stecken 300 Arbeitsstunden: ein Schwert mit einer Klinge aus 320-lagigem Damaststahl, Scheide, Griff und Parierstange aus Schmiedebronze, der Knauf aus Edelstahl. Bei Fortbildungen in Venedig und Tschechien vertiefte er Wissen und Technik und in gesondertem Kurs erlernte Schlosser das Schmieden von Damaszener Stahl – die Hohe Schule der Schmiedekunst.

Feuer fasziniert doch alle
Über die Volkshochschule Laufen bietet Schlosser in diesem Herbst wieder sechs Kurse an, die in seiner Werkstatt in Fridolfing abgehalten werden. Bei allen Terminen, außer beim Kurs für Fortgeschrittene, können Anfänger mitmachen, vorausgesetzt, sie sind über 18 Jahre. Werkzeuge, Material und Schutzausrüstung werden bereitgestellt. In kleinen Gruppen von maximal fünf Teilnehmern wird das praktische Grundwissen vermittelt. Dazu zählen Feuerführung und Hammerhaltung. Die Hitze des Feuers zu regeln (die richtige erkennt man an der Glühfarbe des Eisens – in den Kursen wird mit 800 bis 1.000 Grad geschmiedet) und den Hammer richtig zu schlagen (Kraftersparnis bei richtiger Haltung), werden als erstes vermittelt. Aus einer ganztägigen Lehrübung wie Spitzen schmieden, einrollen oder kehlen entstehen die Werkstücke der Kursteilnehmer.

Auch Frauen können schmieden
In der Werkstatt wird an zwei Feuerstellen und auf drei Ambossen gearbeitet. An den Wänden reihen sich Hämmer und Zangen diverser Größen und Gewichte. Für extra schwere Arbeiten steht ein Lufthammer bereit.
In den Kursen von Andreas Schlosser erfährt man/frau, wie Gartenstäbe und Rankgitter hergestellt werden, ebenso hübsche Sonnenanhänger, Hufeisen, Ginkgoblätter und geschmiedete Rosen. Zu Schlossers treuesten Kurs-Teilnehmern zählen auch Frauen, die mit Feuereifer bei der Sache sind.

Präsentation und Mitmachen auf Märkten
Schlosser führt auch Arbeiten nach Kundenwunsch aus und ist bereit, individuelle Einzelkurse abzuhalten. Auf Märkten hält er Schmiedevorführungen und verkauft Artikel aus seiner Schmiede. Am Christkindlmarkt in Fridolfing (2./3. Dezember) gibt’s an seinem Stand auch wieder das Schmieden für Kinder, bei dem schon die Kleinen eigene Nikolausstäbe anfertigen.
Aus hartem Eisen etwas herzustellen ist nicht nur ein kreativer Prozess, sondern sicher ein elementares Erlebnis: der nüchterne Baustahl aus dem Fachhandel, das Steinkohlenfeuer in der Esse, das kirschrot bis hellgelb glühende Eisen, das Schlagen und Hämmern und Formen und dann ein selbst hergestelltes, individuelles Stück! Und Schmieden bedeutet auch vorausdenken: Schon über der Esse muss man wissen, wie und was man sofort auf dem Amboss formen möchte. Denn man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist! Im übertragenen wie im praktischen Sinn.
 
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