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Salzachbrücke

Sommerlich kühlende Speisen und Drinks

Jajaja, wir wissen es. Aber wir denken nicht immer daran, drum sei es hier gesagt: Mit entsprechender Ernährung können wir uns leichter über den Winter helfen und genauso ist es mit Sommerhitze und drückender Schwüle. Leichte Kost in gezielter Auswahl hält uns an heißen Tagen frisch und fit.
In fernöstlichen Lehren, wie TCM und Ayurveda, spielt die Klassifizierung von Lebensmitteln in „wärmend“ oder „kühlend“ eine wesentliche Rolle. Davon können wir uns etwas abschauen.

Cooldown mit frischen Früchten
Eine Faustregel für frisches Obst lautet: Am besten kühlen Südfrüchte. Also Zitrusfrüchte aller Arten, von Zitronen, Limetten, Mandarinen und Orangen bis zu Grapefruits entfalten gerade im Sommer ihre idealen Eigenschaften inklusive Vitamin-Schub. Im Stück genascht, im Obstsalat vermischt mit allen möglichen anderen Früchten, Nüssen und Körnern, als Saft gepresst in stilles oder sprudelndes Wasser getröpfelt.

Sommerhitze-Kur mit ätherischen Ölen
Apropos getröpfelt – der Bioladen Hurter in Freilassing hat wieder einen „heißen“, pardon, diesmal kühlenden Tipp parat: „Vormittags einen Liter stilles Wasser mit einem Tropfen Zitronenöl trinken, am Nachmittag einen Liter mit einem Tropfen Pfefferminzöl in bester Qualität“, rät Erwin Hurter. Diese Sommerhitze-Kur erfrischt nachhaltig, entgiftet den Körper, unterstützt den Kreislauf und sogar eine eventuell beabsichtigte Gewichtsreduktion.

Innerlich und äußerlich
Auch äußerlich kann man für ganzheitliche Abkühlung sorgen, indem man jeweils einen Tropfen ätherischen Zitrusöls (Orange, Limette) auf den Puls an den Handgelenken tupft oder Pfefferminzöl auf den Schläfen verteilt (Vorsicht, Augen!), auf dem Nacken (entspannend!) oder in die Ohrmuscheln (nicht zu tief!) platziert.
Die mit ätherischen Ölen benetzten Stellen sollen allerdings nicht direkt der Sonne ausgesetzt sein, die Gefahr eines Sonnenbrandes wäre gegeben.

Die Anti-Hitze-Klassiker
Alle wasserhaltigen, saftigen Früchte und Gemüsesorten erfrischen besonders gut: Wassermelonen, all die bereits erwähnten Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Tomaten, Gurken.
Araber schätzen die kühlende Kraft der Pfefferminze, sie kennen sich mit Hitze aus: Sie trotzen ihr mit kühlem (nicht kaltem!) oder lauwarmem Pfefferminztee. Auch Grüner Tee erfrischt, man kann ihn mit Minze- oder Melisseblättern „veredeln“. Derartige Blätter, frisch aus dem Garten oder aus dem Kräutertopf, machen auch jedes Mineralwasser zum hippen Drink. Zucker sollte bei wirklich erfrischenden Getränken nichts verloren haben, es geht auch ohne ihn. Er würde unsere „innere Klimaanlage“ irritieren.

Zeit für Joghurt & Co
Ganz im Sinne der TCM zählen diverse Milchprodukte ebenfalls zu kühlenden Lebensmitteln. Eigentlich spürt man es ja: Im Sommer gelüstet es nach Joghurt, Buttermilch, Quarkspeisen genauso wie nach Salaten und Obstgerichten. Auch Tofu soll innere Hitze löschen und gegen übermäßiges Schwitzen helfen. Hier bietet sich auch Salbei als uraltes Hausmittel gegen starke Schweißabsonderungen an. Man kann ihn als Tee zubereiten oder in Kapselform einnehmen. Salbei ist aber auch ein delikates Küchenkraut, zum Beispiel in Käseomeletten oder mit Olivenöl in Nudeln.

Was wir meiden sollten
Auf alles, was uns im Winter gewärmt hat, können wir jetzt verzichten – scharfe Gewürze, scharf angebratenes und somit auch gegrilltes Fleisch. Oje. Macht nix, man kann ja gegenwirken, ganz bewusst mit den kühlenden Helferleins, vom ätherischen Öl bis zur kalten Gurkensuppe (siehe Kasten). Den Hauptanteil sollen laut TCM ohnehin neutrale Nahrungsmittel bilden, so da sind: gekochtes Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse.

Rezept für heiße Tage:
Kalte Gurkensuppe
Eine geschälte Salatgurke in feine Streifen schneiden, mit 1/2 Liter Buttermilch vermischen, Salz, gehackte Dillspitzen, weißen Pfeffer und gepressten Knoblauch unterrühren, 12 Stunden im Kühlschrank stehen lassen und schließlich in gekühlten Suppentassen servieren. Lecker!

 
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